KI (Künstliche Intelligenz) bezieht sich auf die Fähigkeit von Computer-Systemen, Aufgaben zu verstehen und durchzuführen, die normalerweise erfordern, dass ein Mensch Intelligenz besitzt, wie das Verstehen von Sprache, das Lösen von Problemen, das Lernen aus Erfahrungen und das Erkennen von Mustern. Es gibt verschiedene Arten von KI, wie zum Beispiel Regelbasierte KI, maschinelles Lernen und kognitive KI.
Die Verbreitung von KI im Arbeitsmarkt birgt sowohl Chancen als auch Risiken. Einerseits ermöglicht KI eine Effizienzsteigerung in vielen Branchen und kann dazu beitragen, Arbeitsplätze zu schaffen. Andererseits besteht die Gefahr, dass bestimmte Berufsgruppen durch KI-Systeme ersetzt werden und Arbeitslosigkeit entsteht.
Chancen von künstlicher Intelligenz
Ein großer Vorteil von KI im Arbeitsmarkt ist die Automatisierung von Prozessen. Durch den Einsatz von KI-Systemen können Aufgaben schneller und präziser erledigt werden, was zu einer Steigerung der Produktivität und Effizienz führt. Dies kann insbesondere in produzierenden Unternehmen von Vorteil sein, da hier oft repetitive Aufgaben anfallen, die von KI-Systemen übernommen werden können.
Ein weiterer Vorteil von KI im Arbeitsmarkt ist die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Durch den Einsatz von KI-Systemen entstehen nicht nur neue Aufgaben im Bereich der Entwicklung und Wartung von KI-Systemen, sondern auch in anderen Bereichen, die von der Automatisierung profitieren. So können beispielsweise in der medizinischen Diagnose oder der Finanzbranche neue Arbeitsplätze durch KI entstehen.
Risiken von künstlicher Intelligenz
Allerdings birgt der Einsatz von KI im Arbeitsmarkt auch Risiken. Eine Gefahr besteht darin, dass bestimmte Berufsgruppen durch KI-Systeme ersetzt werden. Dies kann insbesondere bei einfachen und routinemäßigen Aufgaben der Fall sein. Ein Beispiel hierfür sind Callcenter-Mitarbeiter, die durch KI-Systeme ersetzt werden können.
Ein weiteres Risiko besteht darin, dass KI-Systeme Entscheidungen treffen können, die für Menschen nicht nachvollziehbar sind. Dies kann zu Problemen im Bereich der Verantwortung und Haftung führen.
KI im Arbeitsmarkt am Beispiel der Automobilindustrie
Bild via Pixabay (CC Lizenz)
Die Automobilindustrie hat in den letzten Jahren stark von der KI profitiert. Einige der Auswirkungen der KI in der Automobilindustrie sind:
Verbesserung der Fahrsicherheit durch den Einsatz von Technologien wie autonomes Fahren und Fahrerassistenzsystemen.
Erhöhung der Effizienz durch den Einsatz von KI in Produktionsprozessen und Supply Chain Management.
Entwicklung von personalisierten Angeboten durch den Einsatz von KI in der Vermarktung und im Kundenservice.
Reduktion der Emissionen durch den Einsatz von KI-Systemen zur Optimierung des Kraftstoffverbrauchs und der Abgasemissionen.
Entwicklung neuer Geschäftsmodelle durch den Einsatz von KI in Car-Sharing-Diensten und anderen innovativen Mobilitätslösungen.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Auswirkungen von KI in der Automobilindustrie auch negative Aspekte haben, wie zum Beispiel den Verlust von Arbeitsplätzen durch Automatisierung und die Herausforderungen, die mit der Einführung von autonomen Fahrzeugen einhergehen, wie zum Beispiel die Regulierung und die ethischen Implikationen.
Fazit
Insgesamt lässt sich sagen, dass der Einsatz von KI im Arbeitsmarkt sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Um diese Risiken abzufedern, ist es wichtig, dass Unternehmen und Regulierungsbehörden eng zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass der Einsatz von KI im Arbeitsmarkt sinnvoll gestaltet wird. Dies kann beispielsweise durch die Schaffung von Weiterbildungsmaßnahmen für betroffene Berufsgruppen erreicht werden, um ihnen den Übergang in andere Berufe zu erleichtern. Es ist auch wichtig, dass Unternehmen ihre Verantwortung im Umgang mit KI-Systemen wahrnehmen und sicherstellen, dass diese ethisch und sozial verantwortungsvoll eingesetzt werden.
Außerdem, müssen wir uns auf die Tatsache einstellen, dass KI-Systeme die Arbeitswelt verändern werden und dass es wichtig ist, uns darauf vorzubereiten. Dies bedeutet, dass wir uns auf die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt vorbereiten müssen und uns Gedanken darüber machen, wie wir sicherstellen können, dass die Vorteile von KI die Risiken aufwiegen.
Die COVID-19-Pandemie zwang Lehrkräfte, ihre Unterrichtsmethoden zu ändern. Da Massenlockdowns weltweit die Norm waren, gewannen Videokonferenzplattformen wie Zoom, BigBlueButton und Microsoft Teams plötzlich an Beliebtheit. Dies veränderte die Unterrichtsatmosphäre für viele Lehrkräfte und Studierende schlagartig und brachte eine Vielzahl neuer Herausforderungen mit sich.
Diejenigen, die Online-Kurse und -Tutorien unterrichten müssen, können bestätigen, dass die Moderatoren häufig ins Leere sprechen. Dies liegt einerseits an Hardwarebeschränkungen, andererseits auch an einem gewissen Unwillen, Kameras oder Mikrofone einzuschalten. Dies wird durch die sogenannte „Zoom fatigue“ (Zoom-Müdigkeit) noch weiter verstärkt.1 Einem Artikel der Stanford-Universität zufolge gibt es vier Hauptgründe, warum Menschen eine Zoom-Müdigkeit bekommen. Diese sind:
Ein übermäßiger enger Augenkontakt ist sehr intensiv. .
Sich bei Videochats ständig in Echtzeit zu sehen ist ermüdend. .
Videochats schränken unsere gewohnte Beweglichkeit drastisch ein. .
Die kognitive Belastung ist bei Videochats viel höher.2
Ein Forschungsbericht von René Riedl aus dem Jahr 2021 stimmt mit diesen Punkten überein und fügt noch einige weitere hinzu, wie z. B. die Versuchung, während Videokonferenzen Multitasking zu betreiben, was an sich schon Stress und Müdigkeit verursachen kann.3
Eine mögliche Lösung für diese Probleme könnte die Nutzung unkonventionellerer Plattformen sein, die Gamificationmit Lernen verbinden. Aus Gründen der Vereinfachung wird sich dieser Artikel auf Gather konzentrieren.
Um Verwechslungen zwischen dem Unternehmen und dem Produkt zu vermeiden, wird die Plattform in diesem Artikel als Gather.Town bezeichnet.
Was ist Gather.Town?
Gather.Town ist eine browserbasierte Webkonferenzsoftware mit Pfiff. Im Gegensatz zu traditionellerer Webkonferenzsoftware wie Zoom oder BigBlueButton ermöglicht Gather.Town dem Veranstalter einen virtuellen Raum zu schaffen, in dem sich die Gäste mithilfe kleiner personalisierter Avatare bewegen können.4 Gather.Town ist zwar nicht die einzige Konferenzsoftware dieser Art (vgl.Wonder.me), aber der Charme von Gather.Town liegt in der Pixel-Videospielgrafik, die an ältere zweidimensionale Spiele der 80er und 90er Jahre erinnert.
Das interaktive Bild unten zeigt den Gather.Town-Raum, den wir für diesen Artikel erstellt haben. Sie können auf die Info-Symbole klicken, um mehr über die verschiedenen Funktionen zu erfahren.
Ihre Attraktivität
Auch der Kostenfaktor spielt eine große Rolle bei der Attraktivität von Gather.Town, da das Erstellen eines Raums für bis zu 25 Teilnehmende kostenlos ist. Der virtuelle Raum kann in verschiedene Räume aufgeteilt und ganz an die individuellen Bedürfnisse des Veranstalters angepasst werden, z. B. ein Breakout-Bereich, Vortragssaal oder ein Raum für Gespräche und Entspannung für Teilnehmende, die sich von den Sehenswürdigkeiten und Geräuschen der Veranstaltung erholen wollen. Von den Wänden über die Böden bis hin zu den Gegenständen und Texten in den Räumen kann alles individuell gestaltet werden. Bei größeren Konferenzen können diese Räume miteinander verbunden werden.5
Einem Raum beizutreten ist ebenfalls sehr einfach. Gather.Town-Mitglieder und Gäste können auf verschiedenen Arten in den Raum eingeladen werden:
durch Eingabe der URL für den Bereich. .
durch den Veranstalter, der einen eindeutigen Link oder einen Link zu einem bestimmten Tagungsort erstellt. .
über die Gather.Town-Plattform selbst.
. Optionale Passwörter stellen außerdem sicher, dass nur die eingeladenen Personen die virtuellen Räume betreten können. Dies geschieht alles über den Browser, sodass weder der Veranstaltende noch die Teilnehmenden zusätzliche Software herunterladen müssen.6 Die meisten modernen Computer sollten in der Lage sein, Gather.Town ohne Probleme auszuführen. Bestimmte Einstellungen können zudem ein- und ausgeschaltet werden, um die Leistung zu verbessern. Eine Liste der Systemanforderungen steht auf der Entwicklerwebsite zur Verfügung.
Ihre Highlights
Dank Funktionen wie Spotlighting ist Gather.Town ideal für Präsentationen. Wenn der*die Moderator*in auf einer Spotlight-Kachel steht oder manuell angestrahlt wird, kann jede*r im Raum ihn*sie hören und sehen. Spotlight-Kacheln ermöglichen es einer oder mehreren Personen, ihre Audio-, Video- und/oder Bildschirminhalte für alle im Raum zu übertragen. Personen, die im Spotlight stehen, werden an den oberen Rand des Videokarussells gepinnt. Wenn der Avatar einer Person nicht auf einer Spotlight-Kachel steht, richtet sich die Audio-/Videoanzeige nach der Nähe zu anderen Teilnehmenden oder danach, ob sie sich gemeinsam in einem privaten Bereich befinden.7
Das folgende Video gibt einen kleinen Einblick in die Welt von Gather.Town.
Wie kann Gather.Town zur Verbesserung des Lernumfelds beitragen?
Durch die Tatsache, dass sowohl Lehrende als auch Lernende seit der Coronapandemie viel mehr auf Bildschirme schauen und auch viel mehr in Videokonferenztools sitzen, kommt natürlich auch die Frage auf, wie man das Lernumfeld verbessern kann. Gather.Town bietet durch die Tatsache, dass man sich wie im realen Leben bewegen kann und nicht mit jedem kommunizieren muss, eine informelle Möglichkeit Kontakte zu knüpfen (zum Beispiel die grünen Wiesen Potsdams bei der 8. Jahrestagung des Verbands „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“, ausgerichtet von der Universität Potsdam und der Fachhochschule Potsdam).8 Damit bietet sich eine gute Möglichkeit barrierefrei mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.
Apropos Barrierefreiheit: laut der offiziellen Website (Online-Leitfaden) von Gather Presence, Inc. arbeiten sie aktiv an der Verbesserung der Gather.Town-Erfahrung für Menschen, die zusätzliche Unterstützung bei der Navigation und/oder dem Verständnis durch Dolmetschende benötigen.9
Auch durch die ganzen interaktiven Pixelbilder – wie Mikrofon, Tischgruppen und Flipcharts – wird eine Spielatmosphäre geschaffen und jede*r kann selbst entscheiden, wann er*sie was lernen möchte und mit wem er*sie dies tun will. Dadurch, dass sich die Kameras und Mikrofone erst bei Gruppenbildung einschalten, kann man auch den in der Einleitung genannten Punkten sehr gut entgegenwirken, weil man immer noch selber entscheiden kann, ob man noch fit genug für eine weitere Videokonferenz ist oder ob man lieber erst mal eine Pause einlegen will. Auch bewirkt Gather.Town, dass man zwischendurch auch einmal aufstehen kann ohne die Kamera ausschalten oder um eine Pause bitten zu müssen. Die farbenfrohe und reichhaltige Welt bietet darüber hinaus gerade genug Anreiz, damit die Teilnehmenden weniger geneigt sind, während der Vorträge bzw. Vorlesungen zu einer anderen Website zu wechseln oder Multitasking zu betreiben.
Erfahrungen aus Bildungseinrichtungen
Gather.Town ist noch nicht lange auf dem Markt, sodass die Erfahrungen aus den Bildungseinrichtungen noch nicht sehr umfangreich sind, aber es soll trotzdem versucht werden, einen kleinen Einblick in die Erfahrungen zu geben.
Staff Weeks sind in universitären Einrichtungen mittlerweile sehr beliebt, um den Austausch auf (inter)nationaler Ebene zu ermöglichen. Die SUB Göttingen hat 2021 eine virtuelle Staff Week veranstaltet. Sie wollten aber auch versuchen, das soziale Leben, welches bei solchen Veranstaltungen immer automatisch außerhalb der Vorträge entsteht, auch in den virtuellen Raum zu übertragen. Zoom und BigBlueButton haben sich nicht dafür angeboten, sodass sie einen virtuellen Konferenzraum mit Gruppentischen über Gather.Town eingerichtet haben. Sowohl die Teilnehmenden als auch die Veranstaltenden zogen ein (sehr) positives Fazit. Die SUB Göttingen gibt auch anderen Einrichtungen über das Magazin O-Bib wertvolle Tipps für eine Online-Staff Week.10
Ein Tweet über die Open Access Staff Week 2021
Gather.Town wird auch Bildungseinrichtungen vorgestellt und auch diese sind begeistert.11 Besonders interessant ist, dass trotz der Kürze der Zeit schon einige Universitäten Gather.Town nutzen und Schulungen/Anleitungen anbieten. Hier werden exemplarisch drei genannt: die Uni Konstanz, die Uni Weimar und die Uni Mainz. Natürlich wird Gather.Town auch außerhalb Deutschlands genutzt, beispielsweise von der Uni Bern.
Internationale Bildungseinrichtungen
Mit Blick auf die internationale Universitätslandschaft wurde zwischen 2020 und 2021 eine Fallstudie an der Queen’s University Belfast in Nordirland durchgeführt, um die Wirksamkeit von Gather.Town als Plattform für die Vermittlung praktischer Fähigkeiten zu ermitteln. Es zeigte sich, dass die teilnehmenden Studierenden Gather.Town gegenüber alternativen Online-Systemen für ihre Lehrveranstaltungen bevorzugten. Sowohl die Lehrkräfte als auch die Studierenden gaben an, dass die Hauptvorteile von Gather.Town in der Möglichkeit liegen, maßgeschneidertes und selbstbestimmtes Lernen zu unterstützen. Beide Gruppen betonten auch, dass ein wichtiges Element der Plattform darin besteht, dass sie die Möglichkeit bietet, mit anderen zu diskutieren und das Engagement der Teilnehmenden zu fördern.12 Eine andere Fallstudie, die am Karlsruher Institut für Technologie durchgeführt wurde, zeigt, dass Aufgaben mit hoher Interaktivität in ihrem Fall in Gather.Town besser funktionierten als in einer Präsenzumgebung.13
Fazit
Dieser Fachartikel soll nur einen kleinen Einblick in die Möglichkeiten von Gather.Town bieten. Insgesamt lässt sich sagen, dass Gather.Town eine „schöne Spielwiese“ ist, um der Digitalisierung etwas Spielerisches und etwas anderes als die typischen Videokonferenztools zu ermöglichen und Abwechslung hineinzubringen. Auch kann man in Gather.Town die Realität besser abbilden als in anderen Tools. Natürlich muss diese Art von Videokonferenztools noch bekannter werden. Dann dürften sie aber gute Alternativen zu den bisher bekannten sein.
Wenn Sie Gather.Town selbst testen möchten, können Sie Ihren eigenen virtuellen Raum kostenlos erstellen oder den für diesen Fachbeitrag erstellten Raum testen. Viel Spaß!
Jetzt ist es an der Zeit, Ihr Wissen zu testen. Sie haben den Artikel gelesen, das Video gesehen und den virtuellen Raum getestet. Machen Sie unseren Test und lassen Sie uns wissen, wie Sie abgeschnitten haben!#HS Hannover
Fußnoten
1 vgl. Riedl 2022, S. 155-157 2 vgl. zu diesem Abschnitt Ramachandran 2021 3 vgl. Riedl 2022, S. 163-164 4 vgl. Gather Presence, Inc. 2022b 5 vgl. Gather Presence, Inc. 2022a 6 vlg. zu diesem Abschnitt Eisenberg 2021 und Gather Presence, Inc. 2022c 7 vgl. Gather Presence, Inc. 2022e 8 vgl. Mischke 2022 S. 216 9 vgl. Gather Presence, Inc. 2022d 10 vgl. zu diesem Abschnitt Schneider 2021 11 vgl. Mittelhessen 2022 12 vgl. Williams u. McClure 2021, S. 1 und 8 13 vgl. Standl u. a. 2021, S. 87-88
Riedl, René (2022): On the stress potential of videoconferencing: definition and root causes of Zoom fatigue. In: Electronic markets, Jg. 32, H. 1, S. 153–177. Online unter https://doi.org/10.1007/s12525-021-00501-3
Schneider, Hannah; Kirchner, Andreas; Heber, Maximilian (2021): Netzwerken geht auch Online. In: O-Bib Jg. 8, H.2. Online unter: https://www.o-bib.de/bib/article/view/5709 [Abruf am 20.Oktober 2022]
Standl, Bernhard; Kühn, Thomas; Schlomske-Bodenstein, Nadine (2021): Student-Collaboration in Online Computer Science Courses. An Explorative Case Study. In: International Journal of Engineering Pedagogy, Jg. 11, H. 5, S. 87–104. Online unter https://online-journals.org/index.php/i-jep/article/view/22413
Williams, Paul N.; McClure, Colin Derek (2021): Gather.town: An opportunity for self-paced learning in a synchronous, distance-learning environment. In: Compass: Journal of Learning and Teaching, Jg. 14, H. 2. Online unter https://doi.org/10.21100/compass.v14i2.1232
„OBS Studio“ kurz für „Open Broadcaster Software Studio“ ist eine kostenlose Recorder-Software mit der man Audio und Video aufnehmen und auch live ins Netz streamen kann. Die Open Access Software kann man beispielsweise für E-Learning, Online-Vorlesungen, Online-Konferenzen oder auch für das Erstellen von eigenen Videos benutzen, die man anschließend über Portale wie YouTube hochladen kann. Zudem kann man als Gamer auch seine „Let’s Play’s“ live über Twitch streamen (vgl. zu diesem Absatz CHIP (2023)).
Um OBS Studio zu installieren, muss man sich die Software über: Herunterladen | OBS (obsproject.com) herunterladen. Dort wählt ihr euer Betriebssystem. Für Windows benötigt ihr mindestens Windows 8, für MacOS mindestens Version 10.12! Linux Nutzer können sich auf der Seite informieren was die Voraussetzungen sind. Auf der Webseite wird erklärt, wie die Software zu installieren ist. Da die Software eine Open Access Software ist, steht sie für alle kostenlos zur Verfügung, die die oben genannten technischen Voraussetzungen erfüllen (vgl. zu diesem Absatz Dietze, Axel (2020)).
Bildschirm aufzeichnen
Wie ihr OBS für die Aufnahme von Videos nutzen könnt wird euch hier erklärt:
Da ich selbst auch schon OBS Studio genutzt habe, kann ich euch versichern, dass es wichtig ist vorher ein paar Grundeinstellungen zu treffen. Ganz wichtig sind dabei die Ausgabeeinstellungen für Streaming, Aufnehmen und Audio (vgl. zu diesem Absatz Flemming, Constantin (2021)).
Es gibt zwei verschiedene Ausgabemodi „Einfach“ und „Erweitert“. Unter „Einfach“ wird die Videobitrate (also die Qualität deines Videos) festgelegt. Dieser Wert legt fest wie gut die Aufnahmequalität ist. Der Standardwert liegt bei 2.500 kbps, was eine gute Qualität bedeutet. Allerdings setzt dies auch eine gute Internetverbindung voraus. Solltet ihr keine gute und/oder stabile Internetverbindung haben, solltet ihr den Wert nach unten setzen. In der Regel sollte das aber ausreichen, da ein Wert von bis zu 3.000 kbps heutzutage Standard ist. Höhere Werte bedeuten natürlich eine bessere Bildauflösung und Aufnahmequalität ohne Ruckler, erfordern allerdings auch eine höhere Internetbandbreite. Und das nicht nur bei euch, sondern auch bei euren Zuschauern. Bei 5.000 kbps braucht ihr schon eine sehr gute Leistung und einen sehr leistungsstarken PC (vgl. zu diesem Absatz Flemming, Constantin (2021)).
Twitch empfiehlt z.B. folgende Grundeinstellungen für einen optimalen Stream, je nachdem wie gut euer Gerät (PC, Tablet oder Smartphone) ist über das ihr streamt (vgl. Flemming, Constantin (2021)):
Full-HD=1080 Pixel (p) mit 60 frames per second (fps) : 6.000 kbps
Full-HD=1080p mit 30fps: 4.500 kbps
HD=720p mit 60fps: 4.500 kbps
HD=720p mit 30fps: 3.000 kbps
Livestream
Der Livestream auf YouTube oder Twitch wird euch hier erklärt:
Künstliche Intelligenz und Roboter sind seit langem schon in der Industrie im Einsatz. In Informationseinrichtungen wie Bibliotheken rückt die Künstliche Intelligenz somit nun immer mehr in den Fokus. Daraus resultierend werden humanoide Roboter in den Servicebereich von Bibliotheken integriert, wohingegen es eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten für humanoide Roboter in Bibliotheken gibt. Dadurch kann die Attraktivität bei Bibliotheksnutzern gesteigert werden.
KI bedeutet Künstliche Intelligenz und kann ausgewählte Aufgaben selbstständig ohne menschliche Unterstützung lösen. Mithilfe von Computersystemen wird KI entwickelt. Um aber in der Lage zu sein, anspruchsvolle Aufgaben zu lösen, benötigt es die menschlichen Fähigkeiten für die Umsetzung. 4
Als Landkarte der KI nach Humm BG 2020 werden die menschlichen Fähigkeiten des Wahrnehmens, Lernens, Wissens, Denkens, Kommunizierens und Handels nachgeahmt. 4
Abb. 1: Landkarte der KI
Wie kann KI in Bibliotheken verwendet werden
Zur Entlastung alltäglicher Arbeitsabläufe in Informationseinrichtungen wie auch in Bibliotheken kann KI gut genutzt werden. KI kann insbesondere für die Routineaufgaben in Bibliotheken, beispielsweise beim Büchertransport, Selbstbedienungsterminals in der Ausleihe und Rückgabe von Medien ein tatsächlicher Zugewinn sein. Die Datenbank des Deutschen Bibliothekswesens (DABI) zeigt Beispiele von Anwendungsfällen auf, in denen der Einsatz von KI gute Lösungsansätze bietet. Somit ist der Einsatz von Robotern in der MPI Luxemburg, in der Stadtbibliothek Köln und der TH Wildau ist folglich beispielgebend. Der Transportroboter Hase und Igel mit ihrem 15-jährigen Jubiläum aus der HU Berlin ist außerdem erwähnenswert. 7
Was ist Robotik?
Die Robotik befasst sich mit dem Entwurf, der Gestaltung, der Produktion und Inbetriebnahme von Robotern. Der Roboter ist zudem längst ein fester Bestandteil im Tagesgeschäft der Industrie. Das Interesse an Servicerobotern nimmt immer mehr zu. In der heutigen Zeit gibt es alle Arten von Robotern die für den Haushalt, die Überwachung, die Gastronomie, der Landwirtschaft und dem medizinischen Bereich genutzt werden. Auch der Einsatz in Bibliotheken steigt stetig an. 1
Welche Roboter gibt es?
Humanoide oder Industrieroboter agieren als Assistenzsysteme. Bei der Thematisierung naheliegender Fokussierungen und gesellschaftskritischer Diskurse, beispielsweise der Transparenz und Ethik von Künstlicher Intelligenz werden Roboter eingesetzt. Sie sollen Hilfestellungen beim Lesen lernen geben oder eigene Ergebnisse in der Programmierarbeit veranschaulichen. Roboter werden seit 2016 immer mehr in Bibliotheken eingesetzt. 8
„Sind Roboter für Bibliotheken adaptiert und vielleicht sogar einmal dafür konfektioniert einsetzbar, können sie ein etabliertes Serviceangebot sein wie heute der Online-Katalog, die Bibliotheks-App oder RFID-Automaten.“ 7
Einsatzmöglichkeiten von Robotern in Bibliotheken
Statistische Ergebnisse von 2022 stellen dar, bei welchen Alltagstätigkeiten sich Menschen von einem humanoiden Roboter wie Pepper helfen lassen würden.
Abb. 2: Peppers Einsatzmöglichkeiten
„Moderne Bibliothekare sind Informations- und Wissensverwalter. Jedoch müssen sie aber auch tägliche Routineaufgaben erfüllen, wie etwa Bücher etikettieren, Bücher in die Regale sortieren oder eine Inventur des Bestands durchführen, um nur wenige zu nennen. Die Abgabe dieser routinemäßigen Verpflichtungen an einen Roboter würde eine Menge Zeit sparen; dann könnte man sich wichtigeren Aufgaben widmen.“ 2
Pepper
Der humanoide Roboter Pepper kann als Serviceroboter Bibliotheken bei der Beratung und Orientierung in der Einrichtung unterstützen. Pepper ist in folgenden Bibliotheken bereits im Einsatz:
Fragerunde mit Karlotta aus der Stadtbibliothek Karlsruhe
Projekt „Ein Roboter führt durch die Bibliothek“ in der Stadtbibliothek Hannover
Nao
NAO ist ein weiterer humanoider Roboter der in Bibliotheken zum Einsatz kommt. Anhand der Stimmlage erkenntNAO die emotionale Verfassung des Menschen. Durch seine Körpergröße und angenehmen Gesichtszüge erzeugt er Sympathie bei den Nutzern.6
Die Transportautomaten Hase und Igel haben in der Naturwissenschaftlichen Bibliothek der Humboldt-Universität (HU) in Berlin die Aufgabe Bücherkisten innerhalb des Gebäudes zu transportieren oder diese von der Theke abzuholen. 3
TORY
TORY fährt selbständig durch die Regalreihen der Bibliothek TU Dortmund. Er findet Bücher die am falschen Platzim Regal stehen. Insgesamt sind es vier Inventurroboter. Mit Hilfe von 16 Antennen erkennt TORY das RFID-Signal im Buch, die auf unterschiedlichen Höhen platziert sind. Der Roboter kann die Position jedes Mediums auf 50 Zentimeter genau ermitteln. Die erfassten Daten werden gesammelt und an einen Server geschickt. Fehlt ein Buch oder liegt es am falschen Platz, können die Mitarbeitenden handeln. In Zukunft könnte TORY Studierenden sogar zu den gesuchten Büchern führen. 10
Mobile Leseantenne
Die Kunstbibliothek der Stiftung Sitterwerk in St. Gallen hat durch ein Pilotprojekt, die Bücher in ihrem Bestand mit RFID-Tags ausgestattet. Mithilfe einer Mobilen Leseantenne, die auf einer Schiene am Bücherregal entlang fährt, werden die Tags in den Büchern über Nacht ausgelesen. Auf diese Weise wird der aktuelle Standort des Buches ermittelt und in digitale Bibliothekskataloge übermittelt. 9
Ausblick der zukünftigen Entwicklung von Robotern in Bibliotheken
Viele technische Herausforderungen kommen auf die Bibliotheken zu, diesen gilt es sich mit Ausdauer zu stellen. KI-Technologien können gleichwohl ein etabliertes Serviceangebot von Bibliotheken sein, wie der heutige Online-Katalog, die Bibliotheks-App oder RFID-Automaten. 7 Besucher von Bibliotheken können durch innovative und moderne KI-Anwendungen in der Bibliothek mit der Thematik in Berührung kommen und diese ausprobieren. Eine Möglichkeit als attraktiver Dienstleister wahrgenommen zu werden, bietet der Einsatz von Robotern und weiteren KI-Anwendungen. Dies kann als Chance genutzt werden das Bibliotheksimage positiv zu beeinflussen. 5
4 Gethmann, Carl Friedrich; Buxmann, Peter; Distelrath, Julia und weiter (2022): Definition von KI. In: Künstliche Intelligenz in der Forschung. Neue Möglichkeiten und Herausforderungen für die Wissenschaft. Berlin: Springer, S. 8 – 17
5 Korthals, Julia ; Seidl, Tobias ; Vonhof, Cornelia (2020): Ein Blick in die Zukunft. In: Forum Bibliothek und Information. 2020, Jahrgang 72, Heft 07, S. 413. Online unter: https://b-u-b.de/fileadmin/archiv/jahrgang_2020/2020-07.pdf [Abruf am 04.01.2023]
9 Stiftung Sittenwerk (2013): Die Dynamische Ordnung der Kunstbibliothek. Kunstbibliothek, Werkstoffarchiv, Atelierhaus. Online unter: https://www.sitterwerk.ch/De/Dynamische-Ordnung [Abruf am 04.01.2023]
10 Technische Universität Dortmund (2022): In der Universitätsbibliothek suchen vier Service-roboter verschollener Bücher. Zuletzt aktualisiert am 29.04.2022. Online unter: [Abruf am 04.01.2023]
Abbildung 1: Gethmann, Carl Friedrich; Buxmann, Peter; Distelrath, Julia und weiter (2022): Definition von KI. In: Künstliche Intelligenz in der Forschung. Neue Möglichkeiten und Herausforderungen für die Wissenschaft. Berlin: Springer, S. 17
Did you ever wonder how fictional animated movies and arts are produced?
With constant development of digital technologies, we are more and more mesmerized by their capabilities. Pictures and paintings are not no longer created only by colors and brushes anymore. Now they are being created by lines of code, design software, and touch panels. In this blog, we are going to walk through several products of virtual reality and 3D printing, which are expanding opportunities for artists and expanding their audience. We will also discuss the impact of digital transformation on the marketing world and potential implications for the future.
Contents
What is digital transformation ?
The wide variety of digital arts
Digital technology is a new powerful marketing tool
The term digital transformation is known as the integration of digital technology across all functions of an organization, and it significantly alters how you do business and provide value to consumers. Digital transformation in art refers to the use of technology to change the way art is created, shared and experienced. This can include the use of digital tools such as computer software and mobile apps to create digital art, online platforms to share and sell art, and virtual and augmented reality experiences to view art in new ways. The goal of digital transformation in art is to make art more accessible, interactive, and engaging for people, and to open up new possibilities for artists to create and share their work.
2. The wide variety of digital arts
When it comes to exhibitions, museums, ballet, and opera, there are also new art experiences that are influenced by digital art. It is a promising technique that has been utilized to create these experiences, virtual reality. For instance is the Van Gogh museum in Atelier des Lumières. Situated in the romantic city of Paris, visitors get a chance to experience a different world of arts, where they are surrounded by a Van Gogh painting. With the help of enormous videos and light projections, art lovers can walk through the picture and other major works by varying artists here.
Taking the digital art to another level is the movie „Avatar 2“ which was lately released. It is considered one of the most complex and ambitious films ever made with a lot of technological advancements and innovations that are now widely used in the film industry. The movie Avatar was made using a combination of cutting-edge technology and traditional filmmaking techniques.
Techniques to bring the film’s alien world of Pandora to life, according to The film’s director, James Cameron
Performance Capture: Actors‘ movements and facial expressions were captured using motion capture technology and then translated onto computer-generated characters.
Virtual Cameras: Cameron used virtual cameras to pre-visualize the film’s scenes and plan out the camera work before filming.
Computer-Generated Imagery (CGI): The film’s alien creatures, landscapes, and environments were created using CGI and rendered using powerful computers.
Motion-Control Photography: Cameron used motion-control photography to capture the live-action elements of the film, such as the human characters.
3D Filming: The film was shot in 3D, which added depth and immersion to the film’s visuals.
Special Effects: The film’s many special effects, including explosions and flying creatures, were created using a combination of practical effects and CGI.
Moving on to the game industry, this field is also known for utilizing the advanced technologies to generate games. For instance, „Horizon Forbidden West“ is a highly-anticipated video game developed by Guerrilla Games for the PlayStation 5. The game is made using a combination of cutting-edge technology and extensive game development processes. The development process likely involves multiple stages, including:
KENZO Paris is a French luxury fashion house established in 1970 by Japanese designer Kenzo Takada. The company is utilizing 3D visualization to improve the presentation of its products and online experiences to customers. This technology offers a detailed and interactive portrayal of the products. It also includes all the important elements required to effectively advertise them, such as lighting, textures, angles, and color shades.
The use of 3D visualization is widespread across various industries, including e-commerce, media and advertising, 3D animation and printing, design, and architecture. This is due to the belief that 3D visualization is more effective for attracting and engaging customers. It’s because the human brain processes visuals much faster than text and 80% of the information we process is visual.
Marketers believe that using this technology in their marketing strategies is the key to success, as it allows customers to customize the product according to their preferences and lifestyle. It is estimated that 25-30% of consumers have a high level of interest in purchasing custom-made products.
Why can 3D visualization do?
3D visualization enables customers to preview items from a 360° angle, interact with it, and make changes if necessary. Customers can now choose their preferred design, color, material, accessories, and even personalize the product with engraving or messages. With just a few clicks, they can order and pay for their customized product.
Another benefit of 3D visualization is its ability to streamline the purchasing process. Once the customer is satisfied, they can order and pay in just a few clicks. This type of technology is particularly useful in the fashion industry, where customers often struggle with sizing and fit. By offering a detailed and interactive preview of the product, 3D visualization technology helps customers to make informed purchasing decisions and reduces the risk of returns and dissatisfaction.
The marketing efforts of KENZO Paris is a smart move that will likely result in increased sales and customer engagement. As consumers continue to demand more personalized and interactive shopping experiences, companies that invest in this type of technology will have a competitive advantage. KENZO Paris is setting the standard for innovative and effective marketing in the fashion industry.
The latest 3D visualization trend for E-Commerce platform
Interactive Product Demonstrations: 3D visualization is allowing e-commerce companies to provide customers with interactive product demonstrations, allowing them to explore products from every angle, zoom in to see details and even virtually try on items like clothing or jewelry.
Virtual Reality (VR) and Augmented Reality (AR) experiences: These technologies allow customers to experience products in a more immersive way, through either a fully-realized virtual environment or by overlaying digital information on the physical world.
Customizable Products: With 3D visualization, customers can now co-design products that better fit their needs and preferences, choosing designs, colors, materials, accessories, and personalizing products with engravings or messages.
360° Product View: 3D visualization provides customers with a 360° view of products, enabling them to see the product from all angles and helping to build trust and confidence in their purchasing decision.
4. Conclusion
In conclusion, digital transformation has had a significant impact on the art world. The advent of digital tools and technology has opened up new possibilities for artists, allowing them to create and share their work in ways that were previously impossible. Digital art has also enabled greater access to art education and resources, making it more inclusive and democratizing the art world.
With the help of digital tools, artists can reach a wider audience and create art that is interactive, immersive and dynamic. Digital art also has the potential to extend the shelf-life of artworks, making it more accessible to future generations. However, it’s important to note that digital transformation also has its downsides, such as dependence on technology, limited lifespan and limited originality. As digital art continues to grow in popularity, it will be important to strike a balance between utilizing the benefits of digital technology while also preserving the tradition, essence and value of art. Artists and art institutions must adapt to digital transformation by embracing the opportunities it provides, while also being mindful of its limitations and potential challenges.
About the author:
Linh Nguyen studies Informationsmanagement in her third semester with the main focus on marketing, media and communication. She is also a template developer for the KKH insurance company with the head office in Hannover, Germany.
Shion Kimu is in his third semester majoring in the Informationsmanagement. His main focus is Web Science and IT. Currently he is working as a web developer for Activelaw Company in Hannover, Germany.
Literature
apviz (2021): How 3D marketing can help raise your conversion rates. Available on https://apviz.io/blog/3d-marketing/ [Accessed on 01.01.2023]
Explore France (2019): Van Gogh im Atelier des Lumières in Paris. Available on . [Accessed on 25.12.2022]
In einem TikTok-Video berichtet eine etwa 30-jährige Frau von einem tragischen Vorfall.
Ein 16 Jahre alter Junge namens Daniel engagierte sich ehrenamtlich in einer Flüchtlingsunterkunft. Als Daniel jedoch in Gegenwart der ukrainischen Flüchtlinge russisch sprach, wurden einige von ihnen aggressiv und schlugen den Jungen zusammen. Dieser starb an seinen Verletzungen. Die Täter wurden straffrei zurück in ihre Unterkunft geschickt.
Die Frau berichtete in Ihrem Video den Vorfall sehr detailliert und emotional. Sie brach in Tränen aus und verstand nicht, wie so etwas passieren konnte.
Was geht in Ihnen vor, wenn Sie das lesen? Verwirrung? Wut? Mitleid? Es ist ganz normal, dass man einem so aufrichtigen Statement zunächst erst einmal Glauben schenkt und nicht weiter hinterfragt.
Die Rede ist von dem Mord in Euskirchen, der nie stattgefunden hat.
Die Bundespolizei NRW bezieht zeitnah Stellung zum geschilderten Vorfall.
Zahlreiche Nachrichtenagenturen berichten von dieser Falschmeldung, wie z.B. die Frankfurter Allgemeine[1], t-online[2] und der ZDF[3].
Zusammenhang
Doch was hat der Gefühlsausbruch der TikTokerin mit KI-Bots zu tun?
Die Dame, die die o.g. Falschmeldung verbreitet hat, erklärte, sie habe diese Information über mehrere Ecken erfahren und hätte selbst fest geglaubt, dass es wahr sei. Sie hat also in erster Linie darauf vertraut, dass eine Meldung, die Freunde von ihr teilten, wahr sein müsste und deshalb nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden müsse.
Ferngesteuerte Demonstrationen
Am 21. Mai 2016 fand eine größere Demonstration gegen die Islamisierung in Texas statt. Diese wurde von der Facebook-Gruppe “Heart of Texas” organisiert. Dem entgegen organisierte die Gruppe “United Muslims of America“ einen Gegenprotest[4].
Durch diese Positionierung wurde das politische Augenmerk auf das Thema Muslime gelenkt und andere Themen verschwanden aus dem Fokus.
Aber ausgelöst und organisiert wurden die Demos pro und kontra Muslime von Menschen, bzw. Rechnern, die in Petersburg stehen. Es wurde keiner der Organisatoren vor Ort gesichtet, weil alles inszeniert war.
Es versammelten sich echte Menschen, weil für sie relevante Themen angesprochen, verschärft und anschließend durch Social-Bots kommentiert, geteilt und geliked werden. So werden sie gesehen und je mehr Interaktion stattfindet, desto offizieller kommt die Information beim Konsumenten an.
Hasskommentare sind ebenfalls ein fester Bestandteil von Social-Bots. Oft sind diese sehr polarisiert, wenig kreativ und schnell verfasst. Ihr Ziel ist es, Vertreter einer ungeteilten Meinung zum Schweigen zu bringen. Selbst vor Morddrohungen wird nicht zurückgeschreckt.
Einen Blick in die Vergangeneit
Es ist in Ordnung, anderer Meinung zu sein. Aber warum gibt sich jemand die Mühe, mehrere Menschen zu beschäftigen, damit sie ausgewählte Nachrichten teilen, oder gegen bestimmte Personen anzugehen?
Häufig wird bei den organisierten Troll-Aktionen auch von Propaganda gesprochen.[6]
So ähnlich wurde bereits der zweite Weltkrieg eingeläutet. Durch Falschmeldungen hatte man glauben lassen, dass Polen Deutschland angegriffen habe und dass der erste Angriff lediglich eine Gegenmaßnahme sei .[7] In der damaligen Zeit konnte man noch nicht so einfach wie heute durch das Internet überprüfen, wie hoch der Wahrheitsgehalt einer Nachricht sein kann. Jedoch ist es heute umso leichter eine Falschmeldung zu verbreiten und jeder Rechercheaufwand ist eben mit einem Aufwand verbunden.
Doch das Ziel solcher Aktionen wird mit einem Vergleich klar. Der Hintergrund von Fake-News ist die Lenkung von politischen Positionen.
Bot-Produktion
Nun wurden in diesem Artikel oft die “Social-Bots” genannt. Aber woher kommen diese Social Bots und wie viel Mensch und wie viel KI steckt dahinter?
Zunächst werden Bots von einem Menschen erstellt und mit verschiedenen Accounts versorgt. Ein Algorithmus mit typischen wenn-dann-Abfolgen lässt diese dann auf Sozialen Netzwerken interagieren. Bestimmte Wörter triggern diese Bots zu vorgeschrieben Ineratkionen, wie einem Kommentar, einem Like oder das Teilen bestimmter Beiträge.[8]
Nicht alle werden dafür genutzt, Meinungen zu manipulieren. Viel häufiger werden Social-Bots zu Marketing-Zwecken genutzt. Die einfachste Form ist, einen Anbieter entsprechender Bots dafür zu bezahlen, um eine erste Followerschaft zusammenzustellen. Das heißt, dass mehrere Hundert Fake-Accounts einem Unternehmen folgen und mit Beiträgen interagieren. Diese Interaktion ist zwar nicht komplex, reicht aber, um eine gewisse Nachfrage und Bekanntheit vorzugaukeln und den Algorithmus der Plattform zu triggern, wodurch die eigenen Beiträge öfter von verschiedenen Menschen gesehen werden.
Wie erkenne ich einen Bot?
Ein Erfolgsrezept existiert leider nicht.
Aber obwohl man es niemals wirklich wissen kann, gibt es ein paar Anhaltspunkte, an denen man sich orientieren kann. Wie allgemein ist die Account-Beschreibung gehalten und wie neu ist der betreffende Account? Bei prominenten Persönlichkeiten gibt es Merkmale zur Verifizierung, wie es den blauen Haken bis vor kurzem bei Twitter gab. Wenn ein Account neu ist und sehr viel Zeit nur mit dem Verfassen von Kommentaren und dem Teilen von Beiträgen verbringt, ist es ein weiteres Indiz, dass ein Social-Bot dahinterstecken könnte. Manchmal ist ein Antworttext in sekundenschnelle Geschrieben, obwohl man so aktiv ist und Lesen und Verfassen i.d.R. mehr Zeit in Anspruch nehmen müsste. Zudem scheitert ein Bot, wenn eine Unterhaltung komplexer wird, da die geschriebenen Programme nicht jede Eventualität, die ein Gespräch einschlagen kann, berücksichtigen.[9]
Wir befinden uns im digitalen Zeitalter und die Digitalisierung in Schulen ist ein Thema, das bereits seit einigen Jahren sehr präsent ist. Die Coronapandemie hat gezeigt, wie schlecht Schulen teilweise ausgestattet sind, wenn es um die Bereitstellung einer digitalen Infrastruktur geht, doch spätestens seit der DigitalPakt Schule des Bundes beschlossen wurde, kommen Schulclouds zunehmend zum Einsatz.
Digitale Technologien haben längst Einzug in den Alltag gefunden, deshalb sollte auch der Stellenwert der digitalen Bildung steigen. Es ist durchaus sinnvoll im schulischen Kontext einen bewussten und sozial verantwortbaren Umgang mit digitalen Technologien zu lehren und bereits erworbene Kenntnisse zu fördern.[1] Mit dem Einsatz von Schulclouds kann so eine Grundlage geschaffen werden, die nachhaltig, zukunftsoffen und datenschutzkonform ist und zu einer digitalen Umwandlung des deutschen Schulsystems beitragen kann.[2] Der Einsatz von Schulclouds kann dabei nicht nur als Ergänzung im Unterricht dienen, sondern auch eine große Unterstützung für organisatorische Aufgaben von Schulleitung und Lehrpersonen sein.
„In den Unterrichtsstunden entlastet mich die Schulcloud: Ich kann viel von den normalerweise anfallenden strukturellen und organisatorischen Aufgaben abgeben, weil ich das im Vorfeld schon vorbereite. Somit habe ich im Unterricht selbst freie Kapazitäten für die Lernbegleitung.“
Am Beispiel des OSZ Gastgewerbes in Berlin wird deutlich, wie vielseitig Schulclouds eingesetzt werden können, dass sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrpersonen davon profitieren.
Einsatz der schul.cloud im OSZ Gastgewerbe in Berlin
Chancen
Durch Schulclouds ist der Zugang zu Lern- und Lehrmaterialien mit entsprechender Hard- und Software jederzeit und überall möglich.[4] Schülerinnen und Schüler können gemeinsam an Lösungen arbeiten, da ihre Aufgaben zentral abrufbar sind. Lehrpersonen haben die Möglichkeit die Aufgaben individuell an das Lerntempo der Lernenden anzupassen.[5] Das selbstständige, selbstgesteuerte und kooperative Arbeiten in Clouds, ermöglicht nicht nur eine individuelle Förderung von Lernprozessen[6], sondern begünstigt auch binnendifferenzierten Unterricht und Inklusion.[7] Zusätzlich erwerben Schülerinnen und Schüler digitale Medienkompetenzen, die auch für den späteren Berufsalltag hilfreich sind, da diese immer häufiger gefordert werden.[8]
Herausforderungen
Natürlich bringen Clouds nicht nur Vorteile mit sich. Nachteilig zu nennen ist unter anderem die kostenintensive Anschaffung digitaler Geräte, welche die Lernenden zum Arbeiten benötigen. Auch eine gute Internetverbindung muss für die Nutzung durch Schülerinnen und Schüler jederzeit vorhanden sein. [9] Des Weiteren gelten mehr rechtliche Grundlagen als beim Einsatz analoger Medien. Dabei müssen nicht nur die umfangreichen Bestimmungen zum Schutz personenbezogener Daten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) eingehalten werden, sondern auch die Datenschutzvereinbarungen des jeweiligen Bundeslandes.[10] Beim Einsatz von Cloud-Software muss dazu noch die Zustimmung der Lehrkräfte und Eltern eingeholt werden, damit das Recht auf informationelle Selbstbestimmung nicht verletzt wird. [11] Die Schulen sind dann angehalten, ein Angebot mit alternativer Software zur Verfügung zu stellen, sollte die Zustimmung ausbleiben. [12] Die praktische Vernetzung der Schülerinnen und Schüler, kann zu einem Rückgang des sozialen Austauschs führen, was wiederum Probleme wie soziale Ungleichheit verstärken. [13]
Verwendete Clouds in den einzelnen Bundesländern
Im System des deutschen Föderalismus liegt die Hoheitsgewalt über die Bildung in der Verantwortung der einzelnen Bundesländer. Deshalb gibt es bei der Verwendung von Clouds und Lernplattformen auch keine bundeseinheitliche Lösung. Immerhin haben drei der 16 Bundesländer sich zusammengetan. Brandenburg, Niedersachsen und Thüringen nutzen als Basis für ihre landeseigene Cloudlösung die HPI Schul-Cloud, die vom Hasso-Plattner-Institut entwickelt wurde. Seit 2021 werden diese drei Clouds von der dbildungsclouds gehostet, doch aufgrund unterschiedlicher Ansprüche wie beispielsweise dem Datenschutz, gibt es weiterhin länderspezifische Versionen der Cloud. [14] Andere Bundesländer, wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen, verwenden ebenfalls landeseigene Lösungen oder greifen auf vorhandene Software von Moodle oder itslearning zurück. Die Entscheidung, welche Software von den Schulen letztendlich verwendet wird, liegt bei den Schulen oder den Trägern der Schulen selbst mit Ausnahme des Landes Bremen. [15]
Übersicht der genutzten Schulclouds und Lernplattformen in Deutschland[16]
Bundesminsterium für Bildung und Forschung (o.J.): Die Schul-Cloud: Digitale Lernangebote für den Unterricht. Online unter: [Abrufdatum: 30.12.2022] ➔[3] ➔[4]
Meinel, Christoph (2020): Die HPI Schul-Cloud: Eine zukunftssichere IT-Infrastruktur für das deutsche Bildungswesen. In: Ternès von Hattburg, Anabel; Schäfer, Matthias (Hg.): Digitalpakt – was nun? Ideen und Konzepte für zukunftorientiertes Lernen. Berlin: Springer VS, S. 81-87. Online unter: https://doi.org/10.1007/978-3-658-25530-5 S. 83 ➔[1] ➔[7]; S. 82 ➔[2]
Schön, Nadine (2020): Digitalkompetenz für die Bildung der Zukunft. In: Ternès von Hattburg, Anabel; Schäfer, Matthias (Hg.): Digitalpakt – was nun? Ideen und Konzepte für zukunftorientiertes Lernen. Berlin: Springer VS, S. 9-19. Online unter: https://doi.org/10.1007/978-3-658-25530-5 S.15 ➔[5]
Spratt, Annie (2020): Young teen doing schoolwork at home after UK schools close due to the Coronavirus. Online unter: https://unsplash.com/photos/V_yEK9wOuPw [Abrufdatum: 30.12.2022]
Progressive Web Apps (PWA) sind Websites, die Eigenschaften nativer Apps mit sich bringen. Richtig eingesetzt bringt die immer noch recht neue Technologie einige Vorteile mit sich wie schnelle Ladezeiten, Offline-Funktionalität und eine bei Bedarf einfache Installation. Außerdem werden PWA wie „normale“ Websites über eine URL aufgerufen. Da Inhalte so für Suchmaschinen zugänglich sind, macht sie diese Eigenschaft auch interessant für den Einsatz von Suchmaschinenoptimierung (SEO). In diesem Artikel geht es deshalb darum, wie Progressive Web Apps zu einem guten Suchmaschinenranking beitragen können.
Progressive Web App – was ist das überhaupt?
Zunächst soll die Frage geklärt werden, um was es sich bei Progressive Web Apps überhaupt genau handelt.
PWA verknüpfen die Eigenschaften von Websites mit den Merkmalen nativer Apps, sie sind quasi Website und App in einem. So wie eine native App können PWA Funktionen des Gerätes wie etwa Kamera, Mikrofon oder GPS-Ortung nutzen.1 Jedoch lassen sie sich über eine URL im Browser aufrufen, womit sie grundsätzlich unabhängig vom Betriebssystem sind und keine Installation über einen App-Store voraussetzen.2 Gleichzeitig lassen sie sich über eine Anzeige bei Bedarf auch wie eine gewöhnliche App auf Handy, Tablet oder Desktop installieren:
Installation der ZDF-Mediathek im Edge-Browser. Mobil ist der Button ebenfalls verfügbar.
Da im Hintergrund aber immer noch der Browser zum Einsatz kommt, müssen sich Benutzer nicht um Installation von Updates kümmern. Insofern unterscheiden sich PWA auch vom bereits existierenden Prinzip der Hybrid-Apps und Web-Apps: Anders als bei Hybrid-Apps ist keine Installation notwendig. Web-Apps laufen hingegen zwar ebenfalls browserbasiert, im Unterschied zu ihnen passen sich PWA aber dem Nutzungsrahmen an. Konkret bedeutet dies, dass Benutzer, deren Geräte und/oder Browser nicht mit allen Funktionen kompatibel sind, die App dennoch nutzen können.2
Technisch gesehen basieren PWA wie auch Websites auf den Sprachen HTML, CSS und JavaScript. Eine Besonderheit ist die Integration sogenannter Service Worker. Diese werden im Hintergrund des Browsers ausgeführt und bei erstmaliger Anwendung mit dem dazugehörigen Cache im Browser gespeichert. Durch das Aufrufen von Inhalten aus Cache ermöglichen die Service Worker schnelle Ladezeiten oder auch die Nutzung ganz ohne Internetverbindung.1
Weitere Informationen zu technischen Einzelheiten und der Erstellung von PWA bietet eine Playlist der Google Chrome Developers. Google fördert die Entwicklung von PWA besonders.2
Playlist Progressive Web App Training der Google Chrome Developers
Progressive Web Apps und SEO: Gibt es da einen Zusammenhang?
Da PWA eine URL besitzen, können sie wie gewöhnliche Websites durch Suchmaschinen indexiert werden. Beachtet werden muss an dieser Stelle nur, dass PWA in der Regel viel JavaScript enthalten, welches die Suchmaschinen-Crawler lange Zeit nur begrenzt richtig lesen konnten. Zwar hat sich die Situation in den letzten Jahren verbessert, will man jedoch sicher gehen, dass alle Suchmaschinen PWA richtig und schnell interpretieren, sollte man sich mit der Fragestellung beschäftigen. Eine mögliche Lösung ist der Einsatz sogenannten dynamischen Renderings, durch das Suchmaschinen Seiten als vorgerenderte HTML ausgegeben bekommen.3
Verbessert nun alleine der Einsatz von PWA das Suchmaschinenranking? Diese Frage lässt sich recht simpel mit einem nein beantworten, zumindest ergeben sich alleine durch die PWA-Eigenschaft keine bekannten oder vermuteten Benefits. Google verneint eine Bevorzugung gegenüber konventionellen Websites sogar explizit.4 Vorteile entstehen vielmehr mittelbar: PWA bieten im Optimalfall eine sehr gute User Experience, welche dann das Ranking in den Suchmaschinen positiv beeinflusst.
Warum User Experience wichtig für SEO ist
Inwiefern ist also User Experience wichtig für ein gutes Suchmaschinenranking? Generell erklärte Marktführer Google bereits 2011:5
„Our advice for publishers continues to be to focus on delivering the best possible user experience on your websites and not to focus too much on what they think are Google’s current ranking algorithms or signals.“
Amit Singhal, Google Fellow
Gleichzeitig beharrte Google aber darauf, dass das Nutzerverhalten keinen Einfluss auf das Ranking nehmen soll. Dies dürfte aber nur die halbe Wahrheit darstellen: Schließlich trainiert Google seine Ranking-Algorithmen mit Sicherheit auch mit Nutzerdaten und nutzt dann das Trainingsergebnis als Rankingfaktor. So fließt Nutzerverhalten schließlich nicht direkt, aber doch mittelbar in das Ranking ein – nämlich indem die Algorithmen nach Merkmalen suchen, die auf ein positives Nutzererlebnis hinweisen.6
Im Jahr 2021 führte Google mit der sogenannten Page Experience schließlich offiziell einen Rankingfaktor ein, der Merkmale, die sich zur User Experience zählen lassen, erfasst. Zu den aufgezählten Signalen, die auf eine gute Page Experience hindeuten, gehören zum einem die Core Web Vitals. Dies sind Kennzahlen, die Ladezeiten, Interaktivität und visuelle Stabilität bewerten. Daneben sind aus Google-Sicht eine Optimierung der Seite für mobile Geräte, die Verwendung von HTTPS und der Verzicht auf störende Popup-Werbungen wichtig.7 Details lassen sich direkt bei den Google Developers nachlesen.
Zusammengefasst ist User Experience also wichtig für ein gutes Suchmaschinenranking, da sie für Zufriedenheit beim Nutzer sorgt und sich dies positiv auf das Ranking auswirkt. Hinweise darauf, was aus Google-Sicht weiterhin auf eine gute User Experience hindeutet, geben im Übrigen eine Reihe von „UX Playbooks“. In den Playbooks finden sich zusammengefasst folgende konkrete Kennzahlen:6
Time on Site (Verweildauer): Bleiben Benutzer länger auf der Seite, spricht dies dafür, dass die Erwartungen erfüllt wurden
Page Views (Seitenaufrufe): Je mehr Seitenaufrufe Benutzer auf einer Seite machen, desto höher scheint das Interesse zu sein
Bounce Rate (Absprungrate): Verlassen Benutzer eine Seite gleich wieder nach Aufruf, ist er vermutlich nicht fündig geworden
Mit Progressive Web Apps eine gute User Experience gewährleisten
Viele Eigenschaften von PWA lassen sich mit den eben genannten Merkmalen, die auf gute User Experience hindeuten, in Verbindung bringen. Beispiele finden sich viele: PWA sorgen für schnelle Ladezeiten, verfolgen für gewöhnlich den Mobile-First-Gedanken und können Benutzer durch Interaktion zu längerer Verweildauer motivieren, etwa durch Push-Benachrichtigungen wie bei gewöhnlichen Apps. Allgemein sorgt das Aussehen und die Handhabung einer nativen App für eine schnelle und flüssige Interaktion mit der Website; durch die Offline-Verfügbarkeit können Nutzer auch ohne oder mit nur schwacher Verbindung auf Websites zugreifen. Weiterhin nutzen sie das HTTPS-Protokoll.8
Aufgepasst werden sollte bei PWA allerdings, wenn sie zusätzlich zu einer klassischen Variante der Website angeboten werden. Wird auf beiden Seiten derselbe Inhalt verwendet, könnten Suchmaschinen dies als Duplicate Content werten und dann eine oder beide Seiten abwerten. Vermieden werden kann dies jedoch durch ein rel=canonical im Header der URL.9
Fazit
Alleine durch den Einsatz von Progressive Web Apps ergeben sich noch keine Vorteile im Suchmaschinenranking. Sie können aber richtig eingesetzt für eine sehr gute User Experience sorgen und sich so auch im Suchmaschinenranking gegenüber anderen Websites absetzen. Dafür müssen die Stärken von PWA ausgespielt werden, ohne aber gleichzeitig die sonst auch üblichen Faktoren der Suchmaschinenoptimierung zu missachten.
Im Zeitalter der Selbstoptimierung gibt es unzählige Apps, die das Leben einfacher machen. Gesundheits-Apps werden genutzt, um zum Beispiel Kalorien zu zählen oder Sportübungen zu tracken, aber auch um mithilfe von Zyklus-Apps den Menstruationszyklus zu dokumentieren. Nutzende berichten, dass solche FemTech-Apps ein wertvolles Mittel sind, um mehr über sich und die eigene Gesundheit zu erfahren und den eigenen Körper besser kennenzulernen.[1][2]
Der Begriff FemTech wurde 2016 von Ida Tin geprägt und in den letzten Jahren ist die Bandbreite an sogenannten FemTech-Apps, also nutzerzentrierten und technologischen Lösungen, die sich an feminine Bedürfnisse richten, stark gewachsen.[3]
Sie versprechen Autonomie und werden als empowerndes Tool vermarktet.[4] FemTech-Apps werden folglich genutzt, um die Menstruation und die eigene Fruchtbarkeit zu überwachen. So helfen sie dabei, unabhängig und selbstbestimmt agieren zu können, denn die App nimmt die lästige und zeitaufwendige Arbeit des Zählens und Dokumentierens ab. Dadurch fällt es vielen Menschen leichter, dies längerfristig und regelmäßig zu tun.[5]
Noch angenehmer fühlt es sich an, wenn man nichts dafür bezahlen muss. Aber das stimmt nur bedingt, denn auch bei kostenlosen Apps wird in Daten bezahlt und der Preis kann erschreckend hoch sein.[6] Personenbezogene Daten sind wertvoll und die Daten einer schwangeren Frau zum Beispiel noch mehr. Nutzt sie eine FemTech-App, werden diese Daten nicht zwingend ihr privates Eigentum bleiben.[7] Aber warum ist das eigentlich ein Problem?
Profite durch sensible Daten
Wenn wir betrachten, was FemTech-Apps machen, dann wird schnell klar, dass die gesammelten Daten intimer und persönlicher kaum sein können. Es entstehen große Mengen an Datensätzen, in denen neben Geburtsdaten auch Daten wie z.B. Gefühle und Stimmung, Ausfluss und andere körperliche Begleiterscheinungen oder sogar sexuelle Aktivitäten festgehalten werden.[8]
Screenshot aus der App ‚Flo‘
Folglich sollte es also eigentlich selbstverständlich sein, dass solche Daten nur durch die nutzende Person weitergegeben werden dürfen. Tatsächlich sind sich die meisten aber häufig nicht über die Tragweite der Datenweitergabe bewusst.[9] Denn anders als bei Krankenakten, die bei den Ärzten und Krankenhäusern der Schweigepflicht unterliegen, gibt es keine Klarheit, wie datenschutzrechtlich mit den sensiblen Daten umgegangen werden soll.
Das bedeutet, dass es FemTech-App-Anbietern freisteht, welche Daten sie wie sammeln[10] oder welche Informationen sie an Werbepartner weitergeben, um personalisierte Werbung für bspw. Windeln zu schalten oder neue Nutzende zu rekrutieren.[11]
Aber es gibt doch Datenschutzbestimmungen!
Natürlich könnte man meinen, dass jede Person, die eine FemTech-App nutzt und durch die Nutzung den Datenschutzbestimmungen dieser spezifischen App explizit oder implizit zustimmt, auch weiß, worauf sie sich einlässt. So einfach ist es allerdings nicht. Das liegt an verschiedenen Gründen.
Zum einen sind Datenschutzerklärungen sprachlich so gestaltet, dass sie schwer zu verstehen sind und ein gewisses sprachliches Niveau Voraussetzung ist, um ihren Inhalt zu durchschauen. Zum anderen sind sie auch nicht immer offensichtlich und es gibt auch keine Möglichkeit, den Datenschutzerklärungen zu widersprechen.[12] Die Mozilla Foundation hat festgestellt, dass in der Mehrheit der FemTech-Apps Datenschutz nicht gewährleistet werden kann.[13]
Das heißt, auch wenn die Datenschutzbestimmungen gesehen, gelesen und verstanden wurden, heißt es noch nicht, dass sie positiv für die Nutzenden sind oder es bleiben.
Datenschutzbestimmungen sind angepasst worden im Verlauf der Lebensdauer der Apps, da es immer wieder kontrovers diskutiert worden ist, ob die sensiblen Daten sicher sind.
Erst 2021 gab es Empörung, als bekannt wurde, dass die meist genutzte Menstruations-App Flo Daten an Dritte weitergab.[14] Als Reaktion darauf hat Flo die Daten anonymisiert.
Und nun: Apps löschen oder behalten?
Es stellt sich letztendlich die Frage, wie unter diesen Gesichtspunkten mit FemTech-Apps verantwortungsvoll und doch persönlich bereichernd umgegangen werden kann. Gerade im Verlauf des Umwurfs von Roe vs Wade in den USA haben sich viele Nutzende dazu entschieden, die Apps zu löschen, da im schlimmsten Fall die Daten an Strafverfolgungsbehörden weitergegeben werden können.[15] Wenn nicht klar ist, was mit den Daten passiert, wird sich zu der Lösung entschieden, erst gar keine Daten zu generieren.
Welche Folgen der Eingriff in die Privatsphäre im Zusammenhang mit dem Fall Roe vs. Wade haben könnte, wurde in diesem Video gut zusammengefasst:
Auch wenn FemTech-Apps keinen optimalen Datenschutz bieten, so ergeben sich dennoch Vorteile, die viele Personen nicht aufgeben möchten, denn der Nutzen ist für sie unumstritten.[16] FemTech blind gegenüber den Problematiken zu nutzen ist allerdings auch keine gute Idee. Apps müssen die Privatsphäre der Nutzenden wahren.
Ausblick
Anstatt auf absolute Lösungen zu setzen, sollte die Informationskompetenz der Nutzenden gefördert und für die Datenflüsse sensibilisiert werden. Die Risiken und der Nutzen müssen gegeneinander aufgewogen und eine persönliche Entscheidung getroffen werden,[17] die fundiert und informiert getroffen werden kann. Da diese Apps auch ein Bestandteil von reproduktiver und sexueller Selbstbestimmung und Freiheit sein können, brauchen wir Wege, die weiter gehen, als eine „ganz oder gar nicht“ Entscheidung.
Es werden Apps mit freier und offener Software benötigt und es braucht Transparenz, welche Daten verarbeitet und gesammelt werden. Das Verantwortungsbewusstsein für die Sensibilität der Daten sollte nicht nur bei den Nutzenden liegen, sondern auch bei denen, die diese Apps erstellen und anbieten.
Quellen
Amelang, Katrin (2022): (Not) Safe to Use: Insecurities in Everyday Data Practices with Period-Tracking Apps. In: New Perspectives in Critical Data Studies. Palgrave Macmillan, Cham, S. 297-321. Online unter https://doi.org/10.1007/978-3-030-96180-0_13 S. 307 ➔[2]➔[16]
Bretschneider, Richard A. (2015): A Goal- and Context-Driven Approach in Mobile Period Tracking Applications. In: Springer, Cham, S. 279287. Online unter https://doi.org/10.1007/978-3-319-20684-4_27 S. 283-284 ➔[8]
Epstein, Daniel A.; Lee, Nicole B.; Kang, Jennifer H.; Agapie, Elena; Schroeder, Jessica; Pina, Laura R.; Fogarty, James; Kientz, Julie A.; Munson, Sean (2017): Examining menstrual tracking to inform the design of personal informatics tools. In 2017/05/02. ACM. Online unter https://doi.org/10.1145/3025453.3025635 S. 6. ➔[1]
Fowler, Leah R.; Gillard, Charlotte; Morain, Stephanie R. (2020): Readability and accessibility of terms of service and privacy policies for menstruation-tracking smartphone Applications. In: Health promotion practice, Jg. 21, H. 5, S. 679-683. Online unter https://doi.org/10.1177/1524839919899924 S. 681 ➔[12] ; S. 682 ➔[9]
Gilman, Michele Estrin (2021): Periods for profit and the rise of menstrual surveillance. In: Columbia Journal of Gender and Law, Jg. 41, H. 1, S. 100-113. Online unter https://doi.org/10.52214/cjgl.v41i1.8824 S. 100 ➔[4] ; S. 103 ➔[6]
Healy, Rachael L. (2020): Zuckerberg, get out of my uterus! An examination of fertility apps, data-sharing and remaking the female body as a digitalized reproductive subject. In: Journal of Gender Studies, Jg. 30, H. 4, S. 406-416. Online unter https://doi.org/10.1080/09589236.2020.1845628 S. 411 ➔[11]
Siapka, Anastasia; Biasin, Elisabetta (2021): Bleeding data: the case of fertility and menstruation tracking apps. In: Internet Policy Review, Jg. 10, H. 4. Online unter https://doi.org/10.14763/2021.4.1599 S. 2 ➔[5]
Pflegeroboter sollen zukünftig vermehrt in Altenheimen eingesetzt werden. Vielleicht denken Sie auch darüber nach? Erwarten Sie nicht nur Freudenschreie seitens der Senioren[1]. Wahrscheinlich werden Ihnen mindestens so viel Skepsis und Ängste wie Neugierde entgegenschlagen. Die gute Nachricht ist: Sie können ganz viel dafür tun, die Hemmschwelle für Ihre Bewohner zu senken und somit die Akzeptanz von Pflegerobotern bei Senioren erhöhen.
Schauen Sie zunächst auf Ihre eigene Einstellung zum Pflegeroboter. Hoffen Sie insgeheim, im Gerät einen Ersatz für eine menschliche Pflegekraft zu finden? Das sollten Sie ändern. Erstens ist Ihre Hoffnung aus technischer Sicht unhaltbar, denn ein Roboter „spürt“ nichts und folgt strikt seiner Programmierung. Daher ist er geeignet für wiederkehrende, langweilige Aufgaben.
Der Care-O-bot 4 ist ein Beispiel eines Pflegeroboters des Fraunhofer-Instituts. Das Video wird in doppelter Geschwindigkeit abgespielt.
Er transportiert (sehr langsam – siehe Video!) Dinge von A nach B und kann unterhaltend sein. Jedoch wissen Sie aus eigener Erfahrung, was gute Pflege ausmacht: den Menschen in seiner Ganzheit zu sehen und mit allen Sinnen wahrzunehmen[2]. Das können Menschen. Maschinen scheitern bereits an der intuitiven Aufgabe den schmalen Grat zwischen einspringender und vorausspringender Fürsorge zu erkennen[3] .
Heben Sie zweitens das Gerät sprichwörtlich in den Himmel, können bei den Zupflegenden die unerwünschten Worte „Qualitätsminderung“ und „Kostensenkung“ ankommen[4]. Erzählen Sie vielmehr, dass der Roboter dem Personal freie Zeit schafft, die wiederum den Senioren zu Gute kommt. Und noch wichtiger: Handeln Sie auch so.
Ein weiterer Grundsatz ist, dass Sie aus ethischer Sicht niemanden zum Umgang mit einem Pflegeroboter zwingen dürfen[5]. Auch können Ihre Bewohner eine Patientenverfügung mit dem Themenbereich „Robotik“ haben, wie sie Oliver Bendel vorschlägt[6]. Beachten Sie daher, dass sich die Akzeptanz von Pflegerobotern bei Senioren mit einem freiwilligen Kontakt erhöht.
Gewohnheit & Vertrauen der Senioren
Bei der heutigen Altersheimgeneration handelt es sich um einen Personenkreis, der nicht wie selbstverständlich einen Staubsaugerroboter und ein Sprachassistenzsystem (z.B. Alexa / Siri) sein eigen genannt hat. Entsprechend unsicher ist unter Umständen der Umgang mit diesen Geräten.
Laut einer Studie neigen technikferne Menschen dazu, mit Robotern zu reden wie mit Menschen. Sie nutzen lange verschachtelte Sätze und möglicherweise den lokalen Dialekt[7]. Mit dem Ergebnis, dass der Roboter den Wunsch nicht befolgt. Das kann Ihre Bewohner enttäuschen oder sie resignieren ganz. Andersherum verstehen Senioren die Sprachausgabe des Pflegeassistenten nicht, wenn die Lautstärke zu leise ist oder aber die Bedeutung seiner Worte unklar bleiben[8]. Auch andere körperliche Beeinträchtigungen können die Bedienung verhindern. Achten Sie daher auf die passende Einstellung und üben Sie mit den Senioren den Umgang mit dem Gerät. So stehen die Chancen gut, dass sich bald ein gewisses Vertrauen einstellt[9].
Persönlichkeit des Pflegeroboters
Alle Übungen im Umgang sind jedoch zwecklos, wenn das Verhalten und die „Persönlichkeit“ des Pflegeroboters unpassend zum Einsatzgebiet ist[10]. Ein aggressiv-wirkendes Assistenzsystem wird kaum Sympathien erwecken können. Denn obwohl das Handeln des Roboters auf seine Programmierung zurückzuführen ist, werden die Senioren der Maschine menschliche Attribute wie Fleiß, Neugierde, Abenteuerlust oder eben Aggressivität ect. zuschreiben. Sie werden dem Roboter eine Persönlichkeit zuschreiben wie bei einem Menschen. Wissenschaftler nennen diese Gleichbehandlung von künstlichen und natürlichen Gegenüber „Media Equation“[11]. Dabei muss der technische Interaktionspartner nicht einmal eine menschenähnliche Gestalt haben. Auch „fleißige“ Staubsaugerroboter, genießen den Status einer Persönlichkeit, leben als Familienmitglied und haben einen Namen. Ebenso schimpfen wir mit dem „dummen“ Drucker. Vielleicht möchten Sie zusammen mit den Bewohnern einen Namen für den Pflegeroboter aussuchen?
Eine weitere wichtige Erkenntnis ist das „Uncanny Valley“ . Dabei handelt es sich um ein Phänomen, das erstmals von Masahiro Mori beschrieben wurde. Werden Roboter zu menschenähnlich gruseln sie uns. Wir erkennen, dass etwas im Gegenüber fehlerhaft ist und lehnen es ab[12]. Sind sie hingegen mit großen Kulleraugen auf „niedlich“ und mit ihren Körpern auf „ungefährlich“ getrimmt, dulden Menschen sie eher in ihrer Nähe. Das Design macht also für die Akzeptanz von Pflegerobotern bei Senioren einen großen Unterschied.
„Ein zentraler Punkt ist die Frage des Gefühls beim Menschen – ob er das Gegenüber als Roboter wahrnimmt und sich in seinen Bedürfnissen wahrgenommen fühlt. Verniedlichung ist zum Beispiel ein Weg dorthin zu kommen.“[13]
(Professor Dr. Jan Ehlers, 2020)
Schauen Sie sich an, welche weiteren Faktoren einen Roboter sympathisch oder unsympathisch werden lassen:
Nutzen für Senioren
Für die Akzeptanz von Pflegerobotern bei Senioren spielt die empfundene Nützlichkeit eine Rolle[18]. Das wäre beispielsweise bei intimen Situationen der Fall, bei denen auf die Anwesenheit eines Menschen verzichtet werden könnte (z.B. Waschen, Toilettengang, etc.)[19] [20]. Der Pflegeroboter ist in der Lage in diesen Situationen zeitunabhängiger, vertrauensvoller und gelassener zu wirken als eine menschliche Pflegekraft. Beachten Sie dabei die Individualität Ihrer Schützlinge. So hat eine Umfrage ergeben, dass Patienten im Krankenhaus Pflegeroboter bei bestimmten Aufgaben annehmen (z.B. Getränke servieren), jedoch bei ähnlichen Tätigkeiten (z.B. Medikamente bringen) ablehnen[21].
Die Ablehnung eines Pflegeroboters kann ebenso von der persönlichen Einstellung herkommen: „So ein Hilfsmittel brauche ich nicht, so alt bin ich noch nicht“[22]. Der Roboter steht in diesem Fall symbolisch als Zeichen für eine Schwäche, ähnlich wie ein Rollator. Im Gegensatz zum Rollator kann er jedoch körperlich unabhängigen Menschen durch seine Unterhaltungsfunktionen dienen oder durch das Sportprogramm Verletzungen vorbeugen. Allerdings ist das Erlernen der neuen Technologie für ältere Menschen anstrengend, nicht zuletzt weil kognitive Fähigkeiten nachlassen[23]. Ihre Senioren werden genau abwägen, ob sich der Aufwand lohnt. Verdeutlichen Sie daher bei der Einführung jedem Ihrer Schützlinge worin für ihn der Vorteil in der Roboternutzung besteht.
Fazit
Insgesamt tragen viele verschiedene Ansätze dazu bei die Akzeptanz von Pflegerobotern bei Senioren in Ihrem Altenheim maßgeblich zu steigern. Dafür müssen die Funktionen und die Einsatzmöglichkeit für die nutzenden Personen ersichtlich sein. Kostensenkung und Personalersatz sollten für Sie nicht im Vordergrund stehen, sondern die Entlastung des Personals. Freigewordene Zeit lassen Sie am besten den Heimbewohnern zu Gute kommen. Verbale und nonverbale Körpermerkmale des Pflegeroboters sind entscheidend für die Sympathie und sollten bei der Wahl, sowie bei der Programmeinstellung beachtet werden. Grundsätzlich sollten Sie niemanden zum Umgang mit dem Pflegeroboter zwingen. Viel Erfolg.
Literaturverzeichnis 1vgl. SRG SSR (2018): Halten Sie den Einsatz von Betreuungs-Robotern in Altersheimen und Spitälern für gut?. In: Statista Online unter: Schweiz – Einsatz von Betreuungs-Robotern in Altersheimen und Spitälern 2018 | Statista [Letzter Abruf am 30.11.2022] 2vgl. Maio, Giovanni (2018): Mittelpunkt, Mensch, Lehrbuch der Ethik in der Medizin. Mit einer Einführung in die Ethik der Pflege. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Schattauer, S. 280 u. 282 3vgl. Schiff, Andrea; Dallmann, Hans-Ulich: Ethische Prinzipien in der Pflege. In: Ethik in der Pflege. München : Ernst Reinhardt Verlag (Pflege studieren),S. 48-49 4vgl. Afflerbach, Thomas (2021): Serviceroboter : Digitalisierung von Dienstleistungen aus Kunden-, Mitarbeiter-, und Managementperspektiven. Wiesbaden: Springer Gabler. (essentials), S. 32 5vgl. Misselhorn Catrin (2019): Grundfragen der Maschinenethik. 4., aktualisierte Auflage. Stuttgart: Reclam (Reclams-Universalbibliothek, Bd. 19583), S. 155 6vgl. Bendel, Oliver (2017): Ergänzende Patientenverfügung zum Einsatz von Robotern. Online unter: https://www.informationsethik.net/wp-content/uploads/2017/03/PV_Robots_V_1_0.pdf [Letzter Abruf am 22.12.2022] 7vgl. Früh, Michael; Gassner, Alina (2018): Erfahrungen aus dem Einsatz von Pflegerobotern im Alter. In: Bendel, Oliver (Hg.): Pflegeroboter. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 54 8vgl. ebenda, S. 55 9vgl. Bleuler Tanja; Caroni, Pietro (2021): Roboter in der Pflege . Welche Aufgaben können Roboter heute schon übernehmen? In: Serviceroboter. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 449 10vgl. Remmers, Peter (2021): Humanoide, animaloide und dingliche Roboter. Begriffliche, ethische und philosophische Aspekte. Bendel, Oliver (Hg.): Pflegeroboter. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 220 11vgl. Watson, Richard (2014): Uncanny Valley — Das Phänomen des „unheimlichen Tals“. In: 50 Schlüsselideen der Zukunft. Springer Spektrum, Berlin, Heidelberg. Online unter https://doi.org/10.1007/978-3-642-40744-4_35 [Letzter Abruf am 28.11.2022] 12vgl. Mori, Masahiro; MacDorman, Karl F.; Kageki, Norri (2012): The uncanny valley [from the field]. In: IEEE Robotics & Automation Magazine. Jg.19, H.2. Onliner unter: . DOI: 10.1109/MRA.2012.2192811 [Letzter Abruf am 31.11.2021], S. 100 13Sieger, Heiner (2020): Soziale Roboter: „Der fühlt ja nichts!. Zuletzt aktualisiert am 21.12.2020. Online unter: https://digitales-gesundheitswesen.de/soziale-roboter/ 14 vgl. Paetzel-Prüsmann, Maike (2021): Komm schon, gib dir doch etwas mehr Mühe. Wie wir die Persönlichkeit von Robotern wahrnehmen und verändern können. Bendel, Oliver (Hg.): Pflegeroboter. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 368 15vgl. ebenda, S.373 16vgl. ebenda, S. 370 17vgl. Bleuler Tanja; Caroni, Pietro (2021): Roboter in der Pflege . Welche Aufgaben können Roboter heute schon übernehmen? In: Serviceroboter. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 454 18vgl. Chatzopoulos, Annika et al (2018): Roboter Akzeptanz in der Pflege : Untersuchung der Akzeptanz bei der Pflege durch Roboter mit dem Fokus auf körperliche Interkation. In: Valdez, André Calero (Hg.): Akzeptanz autonomer Robotik : Einsatz in Industrie, Büro und Pflege. 1. Auflage. Aachen : Apprimus Verlag (studentische Reihe; Stu 1), S. 26 19vgl. Deutscher Ethikrat (Hg.) (2020): Robotik für gute Pflege. Stellungnahme. Berlin: Deutscher Ethikrat. https://www.ethikrat.org/fileadmin/Publikationen/Stellungnahmen/deutsch/stellungnahme-robotik-fuer-gute-pflege.pdf [Letzter Abruf am 22.3.2022] [E-Book], S. 39-40 20vgl. Gisinger, Christoph (2018): Pflegeroboter aus Sicht der Geriatrie. Bendel, Oliver (Hg.): Pflegeroboter. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 113-114 21vgl. Honekamp, Ivonne et al (2019): Akzeptanz von Pflegerobotern im Krankenhaus : eine quantitative Studie. In: Ta TU-uP: Zeitschrift für Technikfolgenabschätzung in Theorie und Praxis. Jg.28, H.2. Online unter: https://www.tatup.de/index.php/tatup/issue/view/9/10 [Letzter Abruf am 28.11.2022], S. 62 22vgl. Früh, Michael; Gassner, Alina (2018): Erfahrungen aus dem Einsatz von Pflegerobotern im Alter. In: Bendel, Oliver (Hg.): Pflegeroboter. Wiesbaden: Springer Gabler, S. 53 23vgl. Seifert, Alexander; Ackermann, Tobias (2020): Digitalisierung und Technikeinsatz in Institutionen für Menschen im Alter. Studie im Auftrag von CURAVIVA Schweiz. Zürich: Zentrum für Gerontologie. Online unter: https://www.zora.uzh.ch/id/eprint/185291/1/Sonderauswertung_Alter_20200131_5.pdf [Letzter Abruf 7.12.2022]