Mehr Interaktivität im Kurs Content Management über h5p

h5p für CM

In den letzten Corona-Semestern konnten viele Kurse nur online angeboten werden. Dadurch sind auch im Kurs Content Management in den Studiengängen Informationsmanagement und Informationsmanagement berufsbegleitend einige Screencasts entstanden.

In einem nächsten Schritt haben wir die Screencast-Videos mit Interaktionselementen wie Wiederholungsfragen, Links, Inhaltsübersichten, Checklisten oder kleinen Quizzes über h5p ergänzt:

Inhaltsverzeichnis im Screencast-Video über h5p
Checklist mit h5p
Checkliste über h5p: Wie gut ist Ihr WordPress-Beitrag?

Im aktuellen Wintersemester 21/22 setzen wir die um h5p erweiterten Screencasts für Content Management das erste Mal aktiv in der Lehre ein und sind gespannt auf die Rückmeldung der Studierenden.

Stud.IP und h5p

Bisher fehlte uns eine zentrale Möglichkeiten der Bereitstellung von h5p-Lernmodulen, da unser Moodle diese Funktionalität nicht bietet. Die Erstellung und Bereitstellung von h5p über WordPress funktioniert zwar gut, aber ist etwas weit weg von unseren Lehrinhalten über separat notwendige WordPress-Installationen. Daher freuen wir uns über den Testbetrieb von Stud.IP seit diesem Semester an der Fakultät 3. In Stud.IP ist jetzt direkt in Veranstaltungen die Erstellung und Einbindung von h5p Lernmodulen möglich – ohne Medienbruch durch den Sprung zu einer separaten WordPress-Installation:

h5p Lernmodule in Stud.IP Veranstaltung

Austausch und Kompatibilität von h5p Lernmodulen

Die Kompatibilität und die Standardisierung von h5p Lernmodulen ist besonders hilfreich, wenn man die Lernmodule nachträglich auf verschiedene Arten bereitstellen möchte. Unabhängig davon, in welcher Umgebung h5p Lernmodule erstellt wurden (WordPress, Stud.IP, …), können sie jederzeit per Download und erneuten Upload in ein anderes System plattformübergreifend bereit gestellt und ausgetauscht werden.

Weitere h5p Lernmodule aus Studierendenprojekt

Studierende im Studiengang Informationsmanagement – berufsbegleitend widmeten sich in einem Studierendenprojekt unter Anleitung von Monika Steinberg der Konzeption und Umsetzung von h5p Lernmodulen zu bestehenden Lehrinhalten.

Im Ergebnis entstand eine Liste von möglichen h5p-Elementen und deren Anwendung sowie ein bunter Mix an Beispielen für deren Einsatz. Mehr dazu in einem Beitrag im QpLuS-IM-Blog:
h5p für interaktive Lernressourcen: Ergebnisse eines Studierendenprojekts

Libraries for Future – Nachhaltigkeit in Bibliotheken im Kontext der Agenda 2030

Nachhaltigkeit in Bibliotheken

 Autorin: Ann-Kathrin Wallmann


Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der uns derzeit so gut wie überall begegnet – auch im Bibliothekswesen wird das Thema seit ein paar Jahren präsenter. Oft wird es jedoch als eher abstrakt wahrgenommen, was beim Versuch der konkreten Umsetzung zu Problemen führen kann. Durch die Konkretisierung in Form der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 ist die Thematik zuletzt deutlich greifbarer geworden und findet bereits vermehrt Einzug in diversen Bibliotheken. Was genau es mit den Nachhaltigkeitszielen auf sich hat, was sie für Bibliotheken bedeuten und wie Institutionen schon mit geringem Aufwand einen Beitrag leisten können, wird im folgenden Artikel kurz vorgestellt.

Inhalt

  1. In 17 Zielen die Welt verändern – die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030
  2. Relevanz und Potenzial der Ziele für Bibliotheken
  3. Vorteile eines Engagements für mehr Nachhaltigkeit
  4. Biblio2030 – Inspiration, Unterstützung, Austausch für Bibliotheken
  5. Einstiegsprojekte für den ersten Schritt in Richtung nachhaltige Bibliothek
  6. Weitere Inspirationsquellen und Hilfsmittel

In 17 Zielen die Welt verändern – die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030


Ja, wir könnten jetzt was gegen den Klimawandel tun, aber wenn wir dann in 50 Jahren feststellen würden, dass sich alle Wissenschaftler doch vertan haben und es gar keine Klimaerwärmung gibt, dann hätten wir völlig ohne Grund dafür gesorgt, dass man selbst in den Städten die Luft wieder atmen kann, dass die Flüsse nicht mehr giftig sind, dass Autos weder Krach machen noch stinken und dass wir nicht mehr abhängig sind von Diktatoren und deren Ölvorkommen. Da würden wir uns schön ärgern.”

Marc-Uwe Kling, Auszug aus “Die Känguru-Apokryphen”


Die Ziele für nachhaltige Entwicklung wurden zuerst 2015 im Rahmen der „2030 Agenda“ festgelegt und dienen als Aufruf zum Handeln, um Armut zu beenden, den Planeten zu schützen und das Leben und die Perspektiven aller Menschen weltweit zu verbessern. Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen einigten sich dabei auf einen Katalog mit 17 übergeordneten Zielen aus den Bereichen der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung, die innerhalb von 15 Jahren erreicht werden sollen. 1 2

Die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 in Kachelansicht
Ziele für nachhaltige Entwicklung (© UN Sustainable Development Goals)

Da dafür nur noch knappe 10 Jahre bleiben, rief der UN-Generalsekretär 2019 alle Bereiche der Gesellschaft dazu auf, sich für ein „Jahrzehnt des Handelns“ auf folgenden drei Ebenen zu mobilisieren:

 

Die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 und ihre Umsetzung in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

Relevanz und Potenzial der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 für Bibliotheken


“Die größte Gefahr für unseren Planeten ist der Glaube, dass jemand anderes ihn rettet.”

Robert Swan


Inwiefern spielen nun die zuvor genannten Agenda 2030 Ziele eine konkrete Rolle in und für Bibliotheken? Auf diese Frage gibt es erst einmal mehr als nur eine (gute) Antwort. Abgesehen vom universalen Appell des UN-Generalsekretärs hat sich auch Deutschland als Mitgliedstaat der UN konkret dazu verpflichtet, an ihrer Umsetzung mitzuwirken. Da scheint es nur konsequent, dass deutsche Institutionen wie Bibliotheken diese Ziele ebenso verfolgen. Sie können als zentrale öffentliche Einrichtungen für Zugang zu Information und Bildung einen wichtigen Beitrag zum Erfolg der 2030-Agenda leisten und in diesem Sinne zu einer nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beitragen. 2

Ebenso werden das wachsende Interesse und Bewusstsein für die Thematik im Bibliothekswesen generell immer sichtbarer. Dies äußert sich neben den konkreten Initiativen einzelner Bibliotheken vor allem in strukturellen Neuerungen wie z.B. dem Aufstieg der IFLA-Interessensgruppe ENSULIB (Environment, Sustainability and Libraries) zur offiziellen IFLA-Sektion, der Einführung des Green Library Awards oder der Gründung des Netzwerk Grüne Bibliothek.
Im Kontext der Nachhaltigkeitsziele geht es oft vorrangig darum, auf welche Weise einzelne Institutionen zu ihrer Umsetzung beitragen können. Insbesondere Bibliotheken können nicht nur vieles zur Erreichung der Ziele beitragen, sie können auch selbst von diesem Prozess profitieren. 3 4 5

Tatsächlich kann das Engagement in Sachen Nachhaltigkeit ebenso nicht zu unterschätzende positive Nebeneffekte für Bibliotheken haben. Wird dieses Engagement auch gut wahrnehmbar kommuniziert, können sich infolgedessen zahlreiche positive Auswirkungen ergeben:
die Verbesserung in der öffentlichen Wahrnehmung, Vernetzung und Kooperationen mit Einrichtungen vor Ort, überregionale Vernetzung und Austausch mit anderen Bibliotheken, ebenso wie eine Grundlage für erfolgreiche Lobbyarbeit etc. – um nur ein paar zu nennen.

“Macht doch alles nur mehr Arbeit?” Vorteile eines Engagements im Sinne der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030


„Das Beste, was der Stadtbibliothek seit langem passiert ist“

Mitarbeiterin der Stadtbibliothek Heilbronn über das Nachhaltigkeitsprojekt “Treffpunkt Deutsch”


Der 2016 entstandene „Treffpunkt Deutsch“ der Stadtbibliothek Heilbronn hatte beispielsweise zum Ziel, freiwillige Mentor_innen und Menschen, die Deutsch lernen möchten, zusammenzubringen. Dies hat er auch sehr erfolgreich geschafft, darüber hinaus aber auch einen lebendigen Treffpunkt für Interessierte, einen Ort für regen Kulturaustausch und nicht zuletzt ein neues Stück Heimat geschaffen. Das zeigt, dass Projekte im Sinne der Nachhaltigkeitsziele auch dabei helfen können, das Potenzial der eigenen Einrichtung neu zu evaluieren. 6

“Treffpunkt Deutsch” der Stadtbibliothek Heilbronn (© Stadtbibliothek Heilbronn)

Grundsätzlich sind Bibliotheken durch Ihre Angebote und Dienstleistungen bereits in ihrem Kern nachhaltige Organisationen, werden aber selten primär als solche wahrgenommen. Diese Eigenschaft kann jedoch im Rahmen des Engagements im Sinne der Agenda 2030 besonders gut sichtbar gemacht und verstärkt werden. Ein Hinweis darauf, dass Bibliotheken und ihr Potenzial noch viel zu wenig im politischen Bewusstsein verankert sind, zeigt unter anderem eine Stellungnahme des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv). Anlässlich des Neuauflagenentwurfs der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, in dem Bibliotheken keine Erwähnung fanden, macht der dbv darin gezielt darauf aufmerksam, dass Bibliotheken bei der Umsetzung der Agenda-Ziele eine wichtige Rolle spielen können. Diese Aussage wird durch konkrete Beispiele für viele der 17 Nachhaltigkeitsziele veranschaulicht (siehe hierzu interaktive Grafik). 7 8

Biblio2030 – Inspiration, Unterstützung und Austausch für Bibliotheken

Nachhaltigkeit kann in Bibliotheken auf viele verschiedene Weisen umgesetzt werden – so viele, dass es zunächst sogar überfordernd wirken kann. Unterstützung und Orientierung bietet dabei unter anderem das Projekt Biblio2030. Die vom dbv betreute Webseite versammelt in ihrer Beispielsammlung hierzu diverse Best Practice Beispiele aus Nachhaltigkeitsprojekten von deutschsprachigen Bibliotheken jeder Ausrichtung und Größe. Dazu gibt es dort auch ein Upload-Portal, um eigene Projekte der Sammlung hinzuzufügen. Als kleinen Einblick in die Projektvielfalt im Folgenden eine Auswahl zu einigen Zielen9:

 

Auf der Biblio2030-Seite haben Bibliotheken außerdem Zugriff auf zahlreiche Materialien zum Download bzw. zur Bestellung, um auf die Agenda2030 und ihre Projekte aufmerksam zu machen. 10

Die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 - Beispiel für Nutzung der Biblio2030-Materialien Bücherei Geldern
Beispiel für Nutzung der Biblio2030-Materialien (© Bücherei Geldern)

Man muss nicht gleich die Welt retten – Kleine Einstiegsprojekte für einen ersten Schritt in Richtung nachhaltige Bibliothek

Auch wenn Biblio2030 und ähnliche Plattformen dafür sorgen, dass man nicht immer gleich das Rad neu erfinden muss, stehen nicht jeder Bibliothek die Ressourcen für umfassendere Projekte wie die Einrichtung von Makerspaces, Repaircafés oder ähnlichem zur Verfügung. Denn aller Anfang ist bekanntlich schwer – womit soll man beginnen und mit welchen Mitteln das Ganze umsetzen?

Im Folgenden dazu einige Beispiele, die auch mit geringen Ressourcen in der eigenen Bibliothek umgesetzt werden können:

Schwer zu tragen? Plastiktüten wiederverwenden!
Oft werden Plastiktüten nach ihrer Verwendung weggeworfen. In der Stadtbücherei Walldorf gibt es daher ein Fach, in dem Tüten gesammelt und für andere zur Nutzung weitergegeben werden.

Ganz auf Plastiktüten verzichten – Die Bio-Baumwoll-LeseStoffTasche zum Ausleihen!
Für die robusten Stofftaschen aus Bio-Baumwolle der Volksbücherei Fürth sind auch die größten Bücherstapel kein Problem. Turnbeutel und Tragetasche gibt es für je 2€ Leihgebühr – wenn die Tasche nicht mehr benötigt wird, kann sie wieder abgegeben werden und man bekommt die 2€ zurück.

Bio-Baumwoll-LeseStoffTasche © Städtische Volksbücherei Fürth

Wer frisst hier den Strom? Energiesparpakete verleihen!
In vielen Haushalten lässt sich einiges an Strom sparen, Elektrogeräte verbrauchen nämlich nicht nur in Benutzung, sondern auch im „Stand-by-Modus“ viel Energie. Wie viel genau, das kann man mit dem Energiesparpaket testen, dass Bibliotheken kostenlos beim Umweltbundesamt anfordern können.

Was grünt und blüht denn da? Saattauschbörse in der Bibliothek!
Saatgut aller Art kann in der Stadtbibliothek Alzenau abgegeben oder entdeckt werden – egal ob Blumen, Gemüse, Obst, Sprossen oder Kräuter, alles findet einen Platz in der Saatgut-Tauschbörse. Die Bibliothek stellt dazu auch vorgebastelte Tütchen bereit, die mit Sortennamen, Säh- und Erntezeitraum beschriftet werden können.

Babysteps in Richtung „Bibliothek der Dinge“ – Regenschirme zum Ausleihen!
Heute muss man nicht mehr alles besitzen, am besten sogar mehrfach. Wenn es regnet, geht man als Bibliothekskunde fix in die nächstgelegene Mülheimer Bibliothek und leiht sich kostenfrei einen Regenschirm aus!

Weitere Inspirationsquellen und Hilfsmittel

Mit den zuvor genannten Beispielen sollte ein erster Schritt in Richtung Nachhaltigkeit für alle möglich sein. Für Interessierte hier abschließend noch eine Liste mit weiteren Anlaufstellen für Informationen, Hilfestellung und Inspiration:

 Die Agenda 2030 und die Bibliothekswelt
Themenseite des Deutschen Bibliotheksverbands

 Bibliotheken und Nachhaltigkeit
Best Practice-Broschüre des Deutschen Bibliotheksverbands

Netzwerk Grüne Bibliothek
Initiative zur Vernetzung von Institutionen und zur Bündelung von Informationen über gezielten Einsatz für die 17 Nachhaltigkeitsziele in Bibliotheken

 17 Ziele als Herausforderung und Chance für Bibliotheken
Online-Seminar im Rahmen von #vBIB20

IFLA Library Map of the World
Interaktive Weltkarte, die u.a. Informationen über das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele in Bibliotheken weltweit verzeichnet

Quellen

1 United Nations (2020): The Sustainable Development Agenda. Online unter https://www.un.org/sustainabledevelopment/development-agenda/ [Abruf am 31.01.2021]

2 Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv) (2020): Die 2030 Agenda für weltweite Entwicklung. Online unter https://www.bibliotheksverband.de/dbv/themen/agenda-2030.html [Abruf am 31.01.2021]

3 International Federation of Library Associations (IFLA) (2020): ENSULIB granted permission in becoming an IFLA Section. Online unter https://www.ifla.org/node/93187 [Abruf am 31.01.2021]

4 International Federation of Library Associations (IFLA) (2021): IFLA Green Library Award. Online unter https://www.ifla.org/node/10159 [Abruf am 31.01.2021]

5 Netzwerk Grüne Bibliothek (2021): Herzlich willkommen im Netzwerk Grüne Bibliothek. Online unter https://www.netzwerk-gruene-bibliothek.de/ [Abruf am 31.01.2021]

6 Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv): Treffpunkt Deutsch in der Heilbronner Stadtbibliothek. Online unter https://www.biblio2030.de/treffpunkt-deutsch-stadtbibliothek-heilbronn/ [Abruf am 31.01.2021]

7 Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv) (2016): Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung-der Beitrag der Bibliotheken zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.Stellungnahme des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv). Online unter https://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/positionen/2016_07_31_Stellungnahme_Nachhaltigkeit_endg.pdf [Abruf am 31.01.2021]

8 Die Bundesregierung (2016): Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Neuauflage 2016. Online unter https://www.bundesregierung.de/resource/blob/975274/214552/bc6c3313d40dd1da060732d16310677a/2016-05-31-download-nachhaltigkeitsstrategie-entwurf-data.pdf?download=1 [Abruf am 31.01.2021]

9 Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv): Beispiele für nachhaltige Bibliotheksarbeit. Online unter https://www.biblio2030.de/beispielsammlung/ [Abruf am 31.01.2021]

10 Deutscher Bibliotheksverband e.V. (dbv): Materialien. Online unter https://www.biblio2030.de/materialien/ [Abruf am 31.01.2021]

 

Die Keywordrecherche: Der Grundstein des Online Marketings

Beitragsbild Keywordrecherche

Autor*in: Linda Khorami


Am Anfang steht die Keywordrecherche. Ob Blog, Onlineshop oder Unternehmenswebsite, die Onlinepräsenz spielt heutzutage eine immer größere Rolle und ist nicht mehr wegzudenken. [1] Du möchtest auch mit deiner Präsenz im Netz überzeugen und so viele Menschen wie möglich erreichen? Dann ist die Keywordrecherche genau das Richtige für dich! Finde heraus, worum es sich hierbei handelt und wieso sie so wichtig ist.

Keyword Recherche Titelbild
Quelle: Search Engine Land


Auf diese Infos kannst du dich freuen:


Was ist ein Keyword?

Im Vordergrund der Recherche stehen sogenannte Keywords, aber was genau ist ein Keyword?

Im Deutschen steht der Begriff Keyword für Such- und Schlüsselbegriff sowie Schlag- und Schlüsselwort und wird bei der Recherche im Internet in das Suchfeld einer Suchmaschine eingegeben. [2] Damit die passenden Ergebnisse für deine Suchanfrage rausgefiltert werden, gleicht die Suchmaschine die eingegebenen Keywords mit den Seiten aus dem Index ab. [3]

Arten von Keywords

Bevor du dich mit der Recherche befasst, ist es wichtig, zwischen den verschiedenen Arten und Nutzerintentionen von Keywords unterscheiden zu können. Im Folgenden findest du die wichtigsten Varianten. [4]

 

Fokus Keyword 

Das Fokus Keyword wird von dir definiert und ist der Hauptbegriff,  für den deine jeweilige Seite in den Suchergebnissen ranken soll. [5]

 

Nischen Keyword

Von einem Nischen Keyword ist die Rede, wenn ein Suchbegriff ein niedrigeres Suchvolumen, aber auch wenig Wettbewerb hat. Neben dem Fokus Keyword werden auch Nischenkeywords verwendet, da es hier einfacher ist mit diesen Suchbegriffen zu ranken. [6]

 

Brand Keyword

Von einem Brand Keyword ist die Rede, wenn du mit deiner Suchanfrage nach einer bestimmten Marke suchst. [7]

Google-Suche: Vans
Bildschirmfoto – Brand Keyword

Informationsorientiertes Keyword

Wenn nach einer bestimmten Information gesucht wird, werden informationsorientierte Keywords verwendet. [8]

Google-Suche: Was ist ein Podcast?
Bildschirmfoto – Informationsorientiertes Keyword

Navigationsorientiertes Keyword

Keywords sind navigationsorientiert, wenn du mit deiner Anfrage gezielt nach einer Seite suchst. [9]

Google-Suche: Vans.de
Bildschirmfoto – Navigationsorientiertes Keyword

Transaktionsorientiertes Keyword

Wie der Name bereits verrät, sind transaktionsorientierte Keywords Suchbegriffe, die das Durchführen einer Transaktion zum Ziel haben. [10]

Google-Suche: Schuhe kaufen
Bildschirmfoto – Transaktionsorientiertes Keyword

Compound Keyword

Ein Compound Keyword ist gemeint, wenn du mit deiner Eingabe mehrere Nutzerintentionen erfüllst. Schauen wir uns folgende Suchanfrage an:

Google-Suche: Vans old skool kaufen
Bildschirmfoto – Compound Keyword

Hier suchen wir nicht nur nach einer bestimmten Marke (Brand Keyword), sondern auch nach einer Möglichkeit, den Schuh zu kaufen (transaktionsorientiertes Keyword). [11]

Keywords und ihre Wortlänge

Keywords können zudem auch in ihrer Wortanzahl unterschieden werden.  Hierbei unterscheiden wir zwischen Short-, Mid- und Long Tail Keywords.

 

Short Tail Keyword

Das Short Tail Keyword besteht lediglich aus ein oder zwei Suchbegriffen. Diese haben in der Regel ein hohes Suchvolumen. Aufgrund der Wortanzahl handelt es sich bei den Suchergebnissen eher um unspezifische Treffer. [12]

Mid Tail Keyword

Eine weitere Variante ist das Mid Tail Keyword, welches aus 2 bis 3 Wörtern bestehen kann. Hiermit können Suchergebnisse bereits etwas konkretisiert werden. [13]

Long Tail Keyword

Beim Long Tail Keyword handelt es sich um die spezifischste Suchanfrage. Hier werden Phrasen mit mehreren Wörtern verwendet. [14]

Was ist eine Keywordrecherche?

Bei der Keywordrecherche handelt es sich um eine Methode, mit der du herausfinden kannst, welche Suchanfragen für dich, deinen Kunden oder für deine Zielgruppe wichtig sein können.  Zu beachten ist hier, welche Keywords am meisten gesucht werden und welche Nutzerintention diese haben, denn anhand dieser Informationen kannst du deine Website sinnvoll optimieren und weiter ausbauen. Die Keywordrecherche ist der erste und wichtigste Schritt für dein Optimierungsvorhaben und sollte daher fester Bestandteil deiner Arbeit sein. [15]

Dabei kann dir die Recherche helfen

Die Recherche von Keywords ist für den Erfolg einer Website von großer Bedeutung und daher ein fester Bestandteil des Online-Marketings. Du fragst dich trotzdem wieso du dich an einer Recherche versuchen solltest?  Hier findest du meine Top 4 Gründe:

 

1. Do it for the Blog!

Mit Hilfe der Recherche kann auch die Themenfindung für deinen Blog deutlich vereinfacht werden. Mit der Keywordrecherche kannst du herausfinden wonach deine Zielgruppe am meisten sucht. Schreibe deinen Blogbeitrag und pflege dabei Keywords ein. Starte mit dem Fokus Keyword und füge anschließend passende Nischenkeywords hinzu.

Achtung: Keywords sollten nicht nur verwendet werden, weil sie ein hohes Suchvolumen haben. Die Chancen auf ein gutes Ranking sind hier eher gering, da auch weitere Einflussfaktoren wie der Wettbewerb eine Rolle spielen. Trau dich ruhig Keywords mit etwas weniger Suchvolumen zu nutzen. Eine weitere Alternative wären Long Tail Keywords.[16] 

 

2. Werde dir über den Markt bewusst

Die Keywordrecherche hilft dir dabei den Markt besser kennenzulernen und zu verstehen, denn durch diese Methode können unter anderem Probleme und Ängste deiner Kunden offengelegt, neue Kunden dazugewonnen, Mitbewerber analysiert oder neue Märkte erschlossen werden.[17]

 

3. Für mehr Buzz: Advertising in Suchmaschinen  

Falls du Interesse an der Suchmaschinenwerbung (SEA) hast, wird dir die Recherche auch hier helfen, eine erfolgreiche Ads Kampagne auf die Beine zu stellen. Kampagnen mit den richtigen Keywords haben eine größere Reichweite und bringen dir zudem mehr Traffic.[18]

 

 4. Gib deiner Seite den letzten Schliff

Unabhängig davon, ob du einen Blog, Onlineshop oder einer Unternehmensseite führst, durch die Recherche kannst du wertvolle Erkenntnisse gewinnen, um deine Seite zu optimieren. Je besser deine Inhalte sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass deine Seite gefunden wird!

Tipp:  Setzte dich mit deinen Produkten oder deinen Dienstleistungen auseinander und schaue welche Suchbegriffe genutzt werden. Hier ist dein Verstand gefragt! [19]

Do it yourself!

Du bist neugierig geworden? Dann probier es einfach mal aus! Einen genauen Leitfaden findest du in diesem Video.

Hier findest du eine Übersicht der verwendeten Online-Tools aus dem Video sowie einige Alternativen:

Fazit

Die Keywordrecherche ist ein unverzichtbares Werkzeug im Online-Marketing und ist das A und O, wenn du deine Seite optimieren möchtest. Schöpfe das volle Potenzial deiner Seite aus, schreibe relevante Blogbeiträge, lerne den Markt und deine Kunden besser kennen oder plane eine erfolgreiche Ads Kampagne. Mit dieser Methode gelingt es dir bestimmt!


Quellen

1 vgl. cituro: Warum es so wichtig ist, online präsent zu sein. Online unter https://www.cituro.com/blog/online-auftritt [Abruf am 01.06.2020]

2 vgl. Seo-Küche: Was ist ein Keyword. Online unter https://www.seo-kueche.de/lexikon/keyword/ [Abruf am 15.05.2020]

3  vgl. Ryte Wiki: Keyword. Online unter https://de.ryte.com/wiki/Keyword [Abruf am 15.05.2020]

4  vgl. Seo-Küche: Was ist ein Keyword. Online unter https://www.seo-kueche.de/lexikon/keyword/ [Abruf am 15.05.2020]

5 vgl. ebd.

6 vgl. ebd.

7 vgl. Ryte Wiki: Keyword. Online unter https://de.ryte.com/wiki/Keyword [Abruf am 15.05.2020]

8 vgl. aufgesang(2020):Übersicht: Suchintention, Search Intent & Nutzerintention (Premium). Online unter https://www.sem-deutschland.de/blog/keywords-suchintention/ [Abruf am 15.05.2020]

9 vgl. ebd. 

10 vgl. ebd. 

11 vgl. ebd. 

12  vgl. Alpar, Andre; Koczy, Markus; Metzen; Maik (2015): SEO – Strategie, Taktik und Technik: Online-Marketing mittels effektiver Suchmaschinenoptimierung S. 142

13 vgl. ebd. S. 143

14 vgl. ebd. S. 143

15  vgl. SEMrush: Keyword-Recherche für SEO 2020 – der große Leitfaden. Online unter https://de.semrush.com/blog/keyword-recherche-seo-2020-leitfaden/#header2 [Abruf am 20.05.2020]

16  vgl. Blogmojo: Keywordrecherche. Online unter https://www.blogmojo.de/keyword-recherche/ [Abruf am 20.05.2020]

17 vgl. ebd

18  vgl. ebd

19 vgl. ebd


Dieser Beitrag ist im Studiengang Informationsmanagement an der Hochschule Hannover im Rahmen des Kurses Content Management (Sommersemester 2020, Andre Kreutzmann) entstanden.

Die besten Beiträge stellen wir Euch hier in den nächsten Wochen nach und nach vor.

Bibliotheken im digitalen Wandel: Von der Buchkarte zum digitalen Nutzerkonto

Autorinnen: Anna Pläp und Tamara Schaufler

Bibliotheken befinden sich im digitalen Wandel – in aktuellen Zeiten von Corona mehr denn je.  Dass viele Publikationen online verfügbar sind, wir unsere Medien am Verbuchungsautomaten selbst ausleihen können und diese über das Internet mit ein paar Klicks verlängern, ist für viele Bibliotheksnutzer:innen der ganz normale Alltag. So wird der digitale Wandel in Bibliotheken meist mit Zukunftsvisionen verbunden. Doch wie viel Digitalisierung von Bibliotheksdiensten gab es in den vergangenen Jahr(zehnt)en bereits, und wie sah es eigentlich früher aus? [1]

Inhaltsverzeichnis

Buchkarten und Katalogkarteien – konventionelle Ausleihverfahren

Manch eine:r erinnert sich noch daran: bevor digitale Ausleihsysteme Einzug in die Bibliothekswelt erhalten haben, gestaltete sich das Ausleihverfahren analog. Dies war zum Teil mit erheblichem Aufwand verbunden.

Hierzu gab es verschiedene Vorgehensweisen:

Die Buchkarte

Jedes ausleihbare Buch im Bestand der Bibliothek hatte eine Buchtasche an der vorderen oder hinteren Innenseite des Buchdeckels eingeklebt. Darin befand sich eine Buchkarte, auf der Signatur, Verfasser:in und Titel des Buches vermerkt waren. Ein Großteil der Karte war frei für die Eintragung der Nutzernummer und ggf. Fristdaten des Entleihenden. Wollte man es ausleihen, ging man zur Leihstelle der Bibliothek, wo durch eine:n Mitarbeiter:in die Nutzernummer und teilweise der Name der entleihenden Person auf die Buchkarte eingetragen wurde. Diese wurde anschließend nach Rückgabedatum in die sogenannte Fristkartei einsortiert. Auf dem Vorsatzblatt oder dem Rückcover des Buches gab es ein Fristblatt, worauf das Rückgabedatum gestempelt wurde. [2]

Für die Bibliotheksmitarbeiter:innen ergab sich somit der Aufwand, die Fristkartei regelmäßig manuell zu überprüfen. Waren Leihfristen überschritten, haben sie die Mahngebühren manuell erstellt. Verlängerungswünsche musste man als Kund:in für jedes Buch persönlich vortragen, um die Leihfrist anpassen zu lassen.

Leihscheine

Für die Ausleihe eines Buches hat der Entleihende einen Leihschein ausgefüllt. Dieser bestand in der Regel aus drei Teilen, in einigen Bibliotheken fand er zweiteilig Anwendung. Der erste Abschnitt (Stammabschnitt) enthielt die Daten des Bestellenden sowie Titel und Verfasser:in des Buches. Die beiden weiteren Abschnitte, der Kupon und der Löschabschnitt enthielten die Signatur des Buches und die Benutzernummer des Entleihenden. Bei zweiteiligem Leihschein entfiel der Löschabschnitt.

In der Leihstelle der Bibliothek gab es zwei Karteien: die Benutzerkartei und die Kuponkartei. Die Benutzerkartei war nach Namen oder Benutzernummer aufgestellt. Hier wurden der Stammabschnitt und der Löschabschnitt, gestempelt mit der Leihfrist, einsortiert. Die Kuponkartei war nach Signaturen aufgestellt, sodass anhand dieser festgestellt werden konnte, bei welchem Entleihenden sich ein bestimmtes Buch befindet.

Der Löschabschnitt kam bei der Rückgabe des Buches zum Einsatz. Anhand dieses Abschnitts wurde der Kupon aus der Kuponkartei gezogen. Den Stammabschnitt erhielt der Entleihende des Buches als Rückgabequittung.

Gab es keinen Löschabschnitt, wurde der Kupon anhand der Bücher selbst gezogen. Mitunter gab es keine Kuponkartei, folglich verblieb der Kupon als Repräsentant im Regal an der jeweiligen Stelle des Buches. [3]

Kartenkataloge

Erste Kartenkataloge (auch Zettelkataloge genannt) mit einfachsten Mitteln gab es bereits gegen Ende des 16. Jahrhunderts. Kartenkataloge, wie wir sie heute teilweise noch kennen, gab es seit Anfang der 1930er Jahre. [4]

Es gab teilweise mehrere Kartenschränke, in denen für jedes Buch im Bestand der Bibliothek eine Karte mit den bibliografischen Angaben lag. Diese wurde mit Hilfe einer Schreibmaschine angefertigt und teilweise handschriftlich ergänzt. Für die Recherche darin konnte nach Verfasser:in, Titel, Schlagwort, Standort (=Signatur) oder Regionen gesucht werden. Natürlich gab es für jede dieser Optionen einen eigenen Kartenschrank mit entsprechenden Karten. Für ein Buch gab es also mehrere Karten.

Viele Bibliotheken haben ihre Kartenkataloge digitalisiert, sodass darin weiterhin nach Altbestand gesucht werden kann.  Zwar sind die Daten zum Teil in digitale Datenbanken eingespielt worden, aufgrund der Vielzahl an Datensätzen jedoch nicht immer vollständig. Beispiele (anklicken, um auf die entsprechende Website zu kommen):

Kartenkatalog der ZBW

Kartenkataloge des Hauses Berliner Stadtbibliothek

Durch guten Content auf Platz 1 im Google-Ranking?

Beitragsbild

Autor*in: Vivien Hirschberger


Frage: Versteht Google meine Inhalte?
Antwort: Nein, noch nicht, aber das lässt sich ändern! Ich zeige dir wie.


Schritt für Schritt zum Ziel


Was ist das Ziel?

Auf der Website befinden sich…
Großartige, Originelle, Ordentliche, Greifbare, Leserliche Ergebnisse!

Und wie erreiche ich dieses?

Indem du deine Inhalte aus SEO-Sicht optimierst! Die nächsten Schritte erklären dir kurz und knapp, was du in Bezug auf deinen Content machen kannst, damit deine Website bei Google eine gute Bewertung erhält. Kommen wir zum Grundlegenden.

Warum sollte ich meine Inhalte für Google optimieren?

Durch Content an die Spitze
Der Weg zu einem besseren Ranking bei Google.

Zuallererst ist es wichtig, dass du den Grund für die Optimierung deiner Ergebnisse verstehst. Siehst du den freundlich lächelnden Smiley? Das bist du. Du hast eine Website, die mit Inhalten gefüllt werden muss. Der Begriff “Inhalt” ist jedoch sehr breit aufgestellt. Also kommen wir zur ersten eigentlichen Frage – welche Inhalte gibt es?

Content über Content

Wie du sicher schon bemerkt hast, wird der Inhalt einer Website meistens auch “Content” genannt. Hinter diesem Begriff verstecken sich allerhand Ergebnisse, die du auf deiner Website veröffentlichen kannst, um deine jeweilige Zielgruppe anzusprechen.

Jede dieser Inhaltsformen bringt besondere Anforderungen mit sich. Im nächsten Schritt erfährst du genauer, was du bei Bildern, Texten und Videos machen kannst, damit Google sagt: “Deine Website hat tolle Inhalte, sie bekommt den ersten Platz!”[1]


Bilder, Texte und Videos aus SEO-Sicht

Selbstverständlich gibt es außer Bildern, Texten und Videos noch weitere Inhalte, die du auf deiner Website platzieren kannst. Bei jeglichem Content ist es allerdings wichtig, dass du darauf achtest, dass dieser den Nutzern einen Mehrwert bietet. Das erreichst du im Allgemeinen, wenn der Inhalt einzigartig und auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtet ist. Dabei soll er bestenfalls zu Interaktionen, wie dem Klicken auf Buttons, Teilen oder Liken von Beiträgen oder dem Ausfüllen des Kontaktformulars führen[2]. Damit du dies in Bezug auf Texte, Bilder und Videos erreichst, gehe ich darauf nun detailliert ein.

Bilder optimieren

Fotos
Durch Bilder auf Platz 1

Es ist wichtig, dass du Bilder auf deiner Website nutzt, da diese zum einen die Optik deiner Seite sehr aufwerten, aber auch wichtige Informationen an den Nutzer bringen können. Das Ranking von bebilderten Websites ist einfach besser.

Dateiformat & Dateigröße  anpassen

In Bezug auf die Ladezeit deiner Website rate ich dir, auf Dateigröße und dennoch gute Qualität der Bilder zu achten. Dazu solltest du hochauflösende Bilder ggf. komprimieren und gängige Dateiformate nutzen, wie:

  • PNG
  • JPG
  • GIF
Richtige Datei-Metadaten nutzen

Wie Google den Inhalt deines Bildes erkennt? Durch den Dateinamen! Deshalb bitte das Motiv immer als Name verwenden und nicht einen Platzhalter, wie “Bild1”.  Trenne mehrere Wörter dabei mit Bindestrichen (keine Unterstriche verwenden!). Ein letzter Tipp zum Dateinamen – vermeide Großbuchstaben, Sonderzeichen und Umlaute.

Bei der Festlegung des Alt- und Title-Tags gibt es allerdings ebenfalls SEO-Möglichkeiten, du du nutzen solltest. Beim Title-Tag bitte den Dateinamen des Bildes verwenden, da Google dadurch einen Blick in den Bildinhalt erlangt. Den Title-Tag kann der Nutzer sehen, indem er mit der Maus über das Bild fährt.

Der Alt-Tag hingegen erscheint dem User, wenn das Bild nicht angezeigt werden kann. Zudem nutzen Programme diesen, um den Inhalt für Sehbehinderte zu umschreiben. Der Tag ist im Allgemeinen dazu da, das Bild thematisch zu beschreiben, sodass Google es einordnen kann. Dabei kannst du zum Beispiel Synonyme gut unterbringen.

Kontext & Thematik

Dein Bild sollte thematisch immer zum restlichen Inhalt deiner Website passen, da Google, wie zuvor erwähnt, den Bildinhalt erkennen kann und das bei dem Ranking der gesamten Seite berücksichtigt. Bei der Bildposition ist es von großer Bedeutung, dass sich das Bild immer auf den jeweiligen Text bezieht.

schummeln geht nicht

Da die Technologien von Google immer besser werden, kann die Suchmaschine mittlerweile, unabhängig von den Metadaten, grob erkennen, was sich auf deinem Bild befindet, sodass die Angabe falscher Metadaten sehr schädlich ist. Auch ist es besser, wenn du die Bilder selbst erstellst und keine Bilder nimmst, die schon sehr viel im Web herumschwirren. Lade jedes Bild aber bitte nur einmal, sonst handelt es sich um Duplicate-Content! Nichtsdestotrotz kannst du es mehrfach einbetten, wenn es passt”[3].

Suchmaschinenoptimierte Texte

Texte als Form des Contents
Mit Texten nach oben klettern

Auch Texte beinhalten einige Aspekte, die du beachten und optimieren solltest, damit deine Website bei Google nach oben klettern kann.

Text ist Text

Egal ob es sich bei deinem Text um eine Produktbeschreibung, einen Blogbeitrag oder Ähnlichem handelt – jeder Text sollte für die Suchmaschine aufbereitet und von dieser verstanden werden, um dein Ranking zu verbessern.

Keywords sind King

Bitte nutze Keywords in deinen Texten. Normalerweise geschieht das fast automatisch, wenn du deinen schriftlichen Content an deiner Zielgruppe ausrichtest. Allerdings solltest du Aspekte, wie die Keyworddichte  besonders beachten.

Die Keyworddichte beschreibt dabei das relative Verhältnis der Keywords zum restlichen Inhalt deines Textes. Diese sollte  ca. 3-4% betragen. Da die Texte in der Regel aber für die Nutzer deiner Website geschrieben werden, ist es ratsam, das Schriftstück nicht zu überladen. Beachte dabei:

  • Keywords in allen Abschnitten & in den Überschriften verwenden
  • Synonyme von Keywords nutzen
  • Kein zwanghafter Einsatz der Keywords
  • Grammatikalische Anpassungen & Füllwörter sind erlaubt
  • Benutzerfreundlichkeit ist das A und O!
Auf den Aufbau kommt es an
Die Hierarchie der Überschriften

Deine Überschriften müssen logisch aufgebaut sein. Dabei gibt es immer nur eine als <h1> (HTML) ausgezeichnete Headline. Anschließend kann es mehrere <h2> geben. Werden Abschnitte darunter nochmals gegliedert, kommen <h3> Überschriften zum Einsatz.

Absätze – nicht nur schick, sondern auch praktisch

Absätze sind nützlich, wenn du die Strukturierung deines Textes und die Lesbarkeit für den Nutzer verbessern möchtest. Zudem kannst du sogenannte Sprungmarken einbinden, damit der User zu bestimmten Textstellen springen kann. Diese sind möglicherweise ebenfalls Teil des Google-Suchergebnisses – eine Win-win-Situation!

Specials – Ausklappbare Elemente, Schriftart & Schriftfarbe

Nutzer lieben ausklappbare Texte, denn sie ermöglichen eine schnelle Navigation und Übersicht deiner Website. Gerade auf den mobilen Endgeräten ist das von großer Bedeutung. Wichtige Inhalte sollten jedoch gut sichtbar sein. Bezüglich der Schriftart und -farbe musst du ein paar Sachen berücksichtigen:

  1. Herkömmliche Browser müssen deine Schriftart darstellen können
  2. Nutzer müssen deine Schrift gut lesen können
  3. Schriftfarbe ungleich der Hintergrundfarbe verwenden
  4. Technisch: Den Text nicht über “display:none” verstecken
Die Länge ist alles (oder doch nicht?)

Bezüglich der Textlänge gibt es keine allgemeine Regel. Stattdessen musst du dich in deine Zielgruppe hineinversetzen und überlegen: “Warum sucht der Nutzer danach? Möchte er Informationen bekommen oder nur eine Transaktion abschließen?” Denn dein Text sollte so lang wie nötig, aber so kurz wie möglich sein. Das heißt, du musst die Suchanfrage deines Nutzers bestmöglich beantworten, ohne den Text künstlich durch Phrasen etc. zu verlängern [4].

Videos sind nicht gleich Videos

Filme als Form des Contents
Das Ranking pushen durch Videos

Videos können dein Ranking ebenfalls pushen, wenn du weißt wie. Hier ein paar Tipps und Tricks!

Das passende Storytelling

Jedes Video sollte dem Nutzer einen Mehrwert bieten, also inhaltlich wertvoll und aussagekräftig sein. Gestalte die Erzählweise spannend, damit der User lange auf dem Video verweilt, was bei Google und YouTube stark ins Ranking mit einfließt.

Videos zum Mitmachen

Feedback von den Zuschauern in Form von Kommentaren, positiven Bewertungen und Aufrufen wird von Suchmaschinen stark berücksichtigt, weil es einen Einblick in die Qualität und Relevanz des Filmchens gibt. Nichtsdestotrotz musst du dein Video auch aus technischer Sicht etwas aufpeppen, damit es gefunden und thematisch eingestuft werden kann.

Auch hier kommen Keywords zum Einsatz

Bereits zu Beginn solltest du ein Hauptkeyword festlegen. Dies ist dann der zentrale Begriff mit dem du im Ranking gegen Andere antrittst. Der Begriff sollte das Videothema dabei bestmöglich aufgreifen. Tipp: Vergleiche die Synonyme des Begriffs und achte dabei auf ihre Suchbeliebtheit, bzw. das sogenannte Suchvolumen. Das kannst du beispielsweise mit dem Google Keyword-Planner kostenfrei herausfinden.

Den richtigen Namen & Titel finden

Wie bei der Benennung anderer Inhalte ist es essenziell, dass sich der Name auf die Thematik des Videos bezieht und das Keyword enthält. Auch der Titel des Filmchens sollte das Hauptkeyword beherbergen, allerdings möglichst weit vorne, da es dann eine größere Relevanz hat. Beachte:

  • Der Titel sollte den Inhalt optimal benennen & Neugier wecken
  • Gestalte den Titel so kurz, wie möglich (max. 60 Zeichen)
Die Gestaltung der Description

Die Description, übersetzt Beschreibung, ist der begleitende Text deines Videos. Er ist am einfachsten zu indexieren und sollte aus mindestens 150-200 Zeichen bestehen. Nutze hier bitte ebenfalls Keywords! Die Reihenfolge spielt allerdings keine Rolle. Unterstütze dein Hauptkeyword durch Synonyme und Nebenkeywords, da es dadurch thematisch genauer eingeordnet werden kann.

Zusätzlich kannst du die Beschreibung dazu nutzen, um deine Ziele zu erreichen. So kannst du URLs  in ihrer vollen Läge zu Beginn einbinden, damit die User diese möglichst anklicken. Auch Hashtags (#) können zum Beispiel bei YouTube eingebunden werden und dienen dann automatisch als Links zur Suchergebnisseite. Die Hashtagverwendung bringt folgende Tipps mit sich:

  1. Die Hashtags müssen zum Inhalt passen
  2. Nicht mehr als 15 Stück verwenden
  3. Vor allem bei aktuellen Themen nutzen
Der erste Eindruck zählt – das Thumbnail

Das Vorschaubild muss so gestaltet sein, dass es den Nutzer neugierig auf den Inhalt des Videos macht. Dabei sollte es in Kombination mit dem Titel den Inhalt bzw. die Thematik ansprechend und bestmöglich veranschaulichen.

Videos überall

Internetseiten mit bewegtem Content erhalten bei Google eine größere Relevanz, als Seiten, die nur Text beinhalten. Deshalb bietet es sich an, eigene Videos auf der Website zu platzieren. YouTube kannst du in dem Fall gut als Hoster gebrauchen. Bestenfalls erscheinst du mit dem Video dadurch in den Google-Suchergebnissen mitsamt des Thumbnails. Folgendes kannst du zusätzlich machen:

  • Nutze zusätzliche Portale & Netzwerke, um Nutzer zu erreichen
  • Mache Werbung für dein Video über Social Media Kanäle

Es gibt auch  die Möglichkeit des Erwerbs von Reichweite, indem du Geld investierst [5].


Content Marketing – eine moderne Disziplin

Die Contentoptimierung in Bezug auf Internetseiten ist mittlerweile ein großer Bestandteil im Arbeitsleben von vielen SEO-Spezialisten geworden. Zum Abschluss hast du hier einen kleinen Überblick, was hinter diesem riesigen Bereich genau steckt und warum das Content Marketing so wichtig ist.


Ein kleines Quiz – teste dich!


Viel Erfolg!

Ich hoffe, dass du mit Hilfe von diesem Beitrag deinem Traum, ganz oben in den Suchergebnissen bei Google zu sein, ein Stückchen näher gekommen bist. Natürlich gibt es keinen goldenen Weg, da sich Technologien fortwährend weiterentwickeln und verändern. Doch hab Geduld, die Arbeit lohnt sich!


Quellen

1 Vgl. SEO-Küche: Was ist Content? Online unter https://www.seo-kueche.de/lexikon/content/ [Abruf 20.05.2020]

2 Vgl. textbroker: Suchmaschinenoptimierung von Content. Online unter https://www.textbroker.de/suchmaschinenoptimierung-von-content [Abruf 20.05.2020]

3 Vgl. t3n (2017): Bilder-SEO: Mit optimierten Bildern das Google-Ranking pushen. Zuletzt aktualisiert am 12.09.2017. Online unter https://t3n.de/news/bilder-seo-optimierten-bildern-855423/ [Abruf am 20.05.2020]

4 Vgl. Dziki, Luisa (2018): How To: So schreibst du einen SEO-Text. Herausgegeben von: Seokratie GmbH. Zuletzt aktualisiert am 06.09.2018. Online unter https://www.seokratie.de/seo-texte-schreiben/ [Abruf am 27.05.2020]

5Vgl. how2 AG (2014): Videos selbst Optimieren: Die 10 wichtigsten Punkte für ein besseres Ranking auf Google und YouTube. Zuletzt aktualisiert am 07.09.2014. Online unter https://how2.expert/blog/erklaervideo-video-seo.html [Abruf am 27.05.2020]


Dieser Beitrag ist im Studiengang Informationsmanagement an der Hochschule Hannover im Rahmen des Kurses Content Management (Sommersemester 2020, Andre Kreutzmann) entstanden.

Die besten Beiträge stellen wir Euch hier in den nächsten Wochen nach und nach vor.

Was sind interaktive Videos?

Interaktive Videos

Autor: Serkan Sarica


Was ein Video ist muss ich dir wohl nicht mehr erklären. Bewegte Bilder gibt es durch die Erfindung des Fernsehers bereits viele Jahrzehnte. Videos sind hingegen erst durch das Internet sehr populär geworden. YouTube hat dabei selbstverständlich eine riesige Rolle gespielt.

Bewegte Bilder wurden zunächst live übertragen und durch Videos schließlich auch vorgefertigt aufgezeichnet. Die Technik hat sich durch höhere Auflösungen und bessere Farben etc. deutlich verbessert, aber gab es wirklich revolutionäre Veränderungen für den Zuschauer? Wir sitzen vor dem Bildschirm und gucken nur zu. An der Technik haben wir doch schon so viel getan, warum nicht auch dem Zuschauer neue Funktionen geben? Bist du auch davon gelangweilt die Geschehnisse einfach hinzunehmen? Dann sind interaktive Videos genau das Richtige für dich.

Überblick

Klick dich gern durch den Beitrag:

Was sind interaktive Videos?

Wenn dir jemand mehr Kontrolle geben will, würdest du es ablehnen?
Interaktive Videos animieren den Nutzern Interaktion durchzuführen und ermöglichen somit Kontrolle über den Inhalt. Somit werden diese Art von Videos nicht passiv konsumiert – ganz im Gegenteil: Du als Zuschauer nimmst eine aktive Rolle ein und beeinflusst den Inhalt. Obwohl diese Videos schon seit Jahren existieren, sind sie immer noch kaum verbreitet.[1]

Einsatzmöglichkeiten

Diese Technik kann in vielen Bereichen eingesetzt werden.

Beispiele:

  • Lehre
  • Werbung
  • Entertainment

Vorteile von interaktiven Videos

Die Marketingagentur Room214 gibt mit ihrer Statistik an, dass die Click-Through-Rate bei interaktiven Videos bei 5-12 % liegt. Die üblichen Videos hingegen liegen bei nur 1-2 %. Außerdem wurden sie zu 90% vollständig angeschaut. Normale Videos wurden hingegen zu 50% – 85% komplett angeschaut. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Anzahl der Aufrufe steigt. Dies kommt zustande, weil verschiedene Szenarien auswählbar sind und die Neugier der Zuschauer somit steigt. Sie wollen nämlich wissen, wie das Video ausgeht, wenn sie einen alternativen Pfad auswählen.

Einsatz in der Lehre

Die Technik hat vor allem in der Lehre sein Nutzen. Es ermöglicht über interaktive Punkte die Aufmerksamkeit zu fokussieren. Dadurch können die Inhalte des Videos vertieft werden.

„Diese interaktiven Punkte erlauben es, die Aufmerksamkeit der lernenden Person auf eine bestimmte Sequenz oder ein bestimmtes Detail des Videos zu lenken und tragen damit zum Verständnis des Videoinhalts bei. Auf diese Weise können die Lernenden das Maß an
Informationen regulieren und damit eine kognitive Überlastung vermeiden.“
Mehrwert darstellen
Abb. 1.: Mehrwert von Videos und interaktiven Videos aus der Sicht von Lehrpersonen[3]

Vor allem für Lernende mit wenig Vorstellungskraft ist diese Technik somit besonders hilfreich!

Beispiele

Honda Presents The Other Side

Beim folgenden Video handelt es sich um eine Werbung von Honda. In diesem Video kannst du parallel zwei Geschichten erleben. Per Mausklick oder R-Taste kannst du entscheiden, welche Story du sehen möchtest.

360° Video New Lipton Magnificent Matcha Tea Takes You Inside the Cup

In diesem Fall dachte sich Lipton „Warum nicht mit einem 360° Video unseren Tee vermarkten?“. Diese Technik ermöglicht dir das Video aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Außerdem kannst du entscheiden, was du dir genauer anschauen möchtest.

Star Wars: Welche Farbe hat dein Lichtschwert?

Star Wars Fans aufgepasst, denn dieses Beispiel ist etwas Besonderes! Hierbei handelt es sich um eine Reihe von Videos die zusammen eine Interaktive Geschichte bilden. Du kannst nämlich am Ende des Videos selbst wählen, wie die Geschichte weitergeht. Dafür wirst du zu einem nicht gelisteten Video weitergeleitet. Am Ende erfährst du welche Farbe dein Lichtschwert hat.

Fazit

Interaktive Videos sind die Weiterentwicklung von Web Videos. Auch wenn die Technik noch nicht sehr verbreitet ist, zeigt sie sehr viel Potential für die Zukunft. Immer mehr Streamingdienste bieten bereits interaktive Titel an, denn die Nachfrage steigt. Video ohne Interaktionen mit dem Zuschauer können in naher Zukunft deutlich an Beliebtheit verlieren. Anbieter wie auch Nutzer profitieren von dieser Technik. Die Nutzung macht nicht nur Spaß, sondern hat viele Vorteile für beide Seiten. Eins ist klar, interaktive Videos werden das Internet revolutionieren!

Quellen

1 Pink University (2016): Interaktives Video in der Weiterbildung – Formate und Vorteile. Online unter https://www.pinkuniversity.de/blog/e-learning-interaktives-video-interaktives-schulungsvideo-in-der-weiterbildung/ [Abruf am 14.07.20]

Beitragsbild: Photo by Donovan Silva on Unsplash.


Dieser Beitrag ist im Studiengang Informationsmanagement an der Hochschule Hannover im Rahmen des Kurses Content Management (Sommersemester 2020, Andre Kreutzmann) entstanden.

Die besten Beiträge stellen wir Euch hier in den nächsten Wochen nach und nach vor.

Tutorial: Prototype erstellen mit Figma – So funktioniert’s!

Beitragsbild

Autor*in: Anna Selitski und Anna-Lisa Voigt


User Experience Scala
Von einer very bad zu einer exzellenten User Experience ©Olivier Le Moal – stock.adobe.com

Einen Prototype in dem Designertool Figma zu erstellen ist eine sehr schnelle und einfache Sache. Vielleicht kennst du auch die Bezeichnung Klickdummy für Prototype. Wenn du mal Screens für eine App oder eine Webseite erstellst, kannst du einfach mit einem Klickdummy die User Experience und die User Journey darstellen.  Aber wie funktioniert das Erstellen von einem Prototype mit Figma? Und was sind Figma und die User Journey überhaupt? Das und weitere spannende Informationen zu diesem Thema zeigen wir dir in dem folgenden Beitrag!

Dieser Beitrag im Überblick:

Eine Einführung zu Figma

Fangen wir erst einmal mit Figma an. Figma ist ein Web-basiertes Programm, welches zum Designen von Screens für eine App oder Webseite gedacht ist. Vielleicht kennst du auch das Tool Sketch. Dort kannst du auch leicht und unkompliziert Designs erstellen, jedoch spätestens wenn man zu zweit an einem Projekt arbeitet, kann man sich dort schnell in die Quere kommen. Figma hingegen ermöglicht dir das Designen von Screens mit vier oder mehr Händen! Du fragst dich wie das gehen soll? In Figma können mehrere Designer gleichzeitig an ihrem eigenen Gerät und an derselben Datei arbeiten, ohne sich dabei zu stören.

Fünf Gründe für Figma[1]

Fünf Gründe für Figma - Prototype erstellen
Das sind die wichtigsten fünf Gründe für Figma. ©Song_about_summer – stock.adobe.com

  1. Das Interface von Figma:
    Wer mit Figma arbeitet merkt schnell, dass das Interface dieses Tools von Designern für Designer entwickelt wurde. Aber auch für Anfänger ist das Bedienen der Software, nach ein paar Stunden Einarbeitung, kein großes Problem mehr. Die zahlreichen Shortcuts sind unserer Meinung nach unbezahlbar! Shortcuts? Das sind unzählige Tastenkombinationen für verschiedene Werkzeuge. Somit bleiben dir Klicks und Zeit erspart!
  2. Schnell zum Ergebnis mit wenig Aufwand:
    Wie schon erwähnt ist Figma ein nutzerfreundliches Tool und du kannst den Umgang mit dem Programm schnell lernen. Aber kennst du das Problem, wenn du in einer großen Gruppe arbeitest und du immer alles hin und her schicken musst, um auf dem aktuellsten Stand zu bleiben? Und dann musst du auf das Dokument deines Gruppenmitglieds warten, um mit deiner Arbeit anfangen zu können. Tja, bei Figma kommt sich bei einer Gruppenarbeit keiner mehr in die Quere, denn jeder kann an seinem Gerät in der gemeinsamen Datei arbeiten! Wir finden das großartig, denn so kann jeder die Schritte des anderen verfolgen und dementsprechend seine Arbeit anpassen. Somit musst du nicht mehr auf die anderen warten, bis du mit deiner Aufgabe anfangen kannst.
  3. Verknüpfungen:
    Jetzt fragst du dich sicherlich was Figma nicht kann? Figma ist ein Tool für die interaktive Gestaltung von Screens, hat aber auch seine Schwächen. Diese umgeht Figma mit Verknüpfungen zu anderen Tools, wie Sketch oder Photoshop. So kannst du ganz leicht Funktionen von anderen Programmen über Figma verwenden.
  4. Für jeden und zu jeder Zeit verfügbar:
    Du verspürst mitten in der Nacht den Drang, an deinen Screens weiterzuarbeiten, aber dein Gerät liegt auf der Arbeit? Mit Figma kannst zu jederzeit und überall auf deine Dateien zugreifen, solange du einen Internetzugang und deine Zugangsdaten hast.
  5. Immer aktuell sein:
    Das lästige Problem mit der Aktualität der Dateien ist mit Figma Geschichte. Kein ständiges Fragen mehr, welche Version die aktuellste ist, denn es gibt nur noch die eine Version, die online ist! Auch das selbstständige Speichern von Figma erleichtert deine Arbeit und Ergebnisse können nicht mehr verloren gehen. Perfekt, oder?!

Prototype, User Journey – Was genau ist das?

Ein Klickdummy wird für ein Projekt erarbeitet
Du kannst einen Prototype erstellen, um die Funktionen und den Sinn von Interaktionsmodulen deiner zukünftigen App zu zeigen.  ©artursfoto – stock.adobe.com

Einen Prototype benötigst du dann, wenn du Funktionen und Sinn von bestimmten Buttons und Interaktionsmodulen zeigen möchtest. Du kannst einen Klickdummy auch für die Darstellung der User Journey, also der Weg, den der Nutzer in deiner App oder auf deiner Webseite beschreiten soll, zeigen[2].
Sowas ist dann nützlich, wenn du zum Beispiel die Screens  deinem Auftraggeber vorstellen möchtest. Mit einem Klickdummy kann sich der Auftraggeber besser vorstellen, welche Funktionen ein Button auslöst, wenn der Nutzer darauf klickt. Außerdem ist so ein Prototype auch dann sinnvoll, wenn du deine Logik der User Experience überprüfen möchtest. Denn es kann schon mal vorkommen, dass man zum Beispiel vergisst, einen Zurück-Button einzubauen und der Nutzer nicht mehr den Weg nach Hause – also zur Home Seite – findet.

Tutorial: Wie erstelle ich einen Prototype in Figma?

Jetzt fragst du dich wie das gehen soll? Kein Problem, zu Beginn musst du dafür die Figma Datei öffnen. Wenn  du dort noch keine Screens angelegt hast, machst du das jetzt erst einmal.  Du wirst die Screens benötigen, welche du anschließend miteinander zu einem Prototype verbinden möchtest.

Schritt 1:

Hast du die Screenshots angelegt? Falls du mit ja antwortest, klickst du einfach oben rechts auf das Symbol Prototype. Du weißt nicht genau wo? Siehst du den orangen Pfeil im Screenshot? Er zeigt dir genau den Bereich, den du auswählen solltest. Der Prototype Bereich öffnet sich anschließend nach der Auswahl rechts in Figma (Schritt 1).

Prototype erstellen
Schritt 1: Klicke oben rechts auf Prototype (zum Vergrößern anklicken) ©Voigt; Selitski

Schritt 2:

Jetzt klickst du  auf das gewünschte Objekt, also die Stelle, wo der Nutzer hinklicken wird (Schritt 2).

Prototype erstellen über Figma
Schritt 2: Wähle das gewünschte Objekt aus (zum Vergrößern anklicken) ©Voigt; Selitski

Schritt 3:

Nun siehst du um das ausgewählte Objekt herum den Umriss eines blauen Vierecks. Klicke auf den Punkt, der sich auf der rechten Kante des Vierecks befindet und halte dabei deine Maustaste gedrückt. Ziehe nun deine Maus auf den nächsten Screen, der danach angezeigt werden soll. Jetzt kannst du einen blauen Pfeil sehen, der von dem ausgewählten Objekt auf den nächsten Screen zeigt (Schritt 3).

Prototype erstellen
Schritt 3: Der blaue Pfeil zeigt auf den nächsten Screen Kalender. Jetzt sind die Screens miteinander verbunden (zum Vergrößern anklicken) ©Voigt; Selitski

In dem von uns dargestellten Beispiel, wählten wir die App Kalender von dem Screen Startscreen aus. Die Kalenderapp soll sich nun bei einem Klick oder Touch mit dem Finger öffnen, dies zeigt jetzt der blaue Pfeil, welcher auf den nächsten Screen Kalender zeigt.

Auf diese Art und Weise kannst du nun weitere Screens mit den vorherigen verbinden und so die User Journey des Nutzers in deiner App oder Webseite darstellen. Genauso kannst du ganz schnell und einfach einen Prototype in Figma erstellen!

Schritt 4:

Pass dabei auf, dass du die richtigen Objekte mit den richtigen Screens zusammenführst. Sodass der Prototype die richtige, und von dir gewünschte, Reihenfolge anzeigt. Um die richtige Reihenfolge zu kontrollieren, kannst du dich an den blauen Pfeilen orientieren (Schritt 4).

Prototype erstellen
Schritt 4: Kontrolliere die Reihenfolge deines Prototypes anhand der blauen Pfeile (zum Vergrößern anklicken) ©Voigt; Selitski

In unserem Beispiel zeigen wir dir, dass wir vom Startscreen anfangen und auf das App-Symbol des Kalenders drücken. Daraufhin öffnet sich der Kalender, jetzt wollen wir einen Kalendereintrag hinzufügen. Dafür drücken wir auf das runde Plus-Icon und der Kalendereintrag öffnet sich.

Schritt 5:

Wenn du alle Schritte erfolgreich erledigt hast und die Pfeile soweit stimmen, ist es an der Zeit, den Klickdummy zu starten. Dafür klickst du einfach oben links, bei dem ersten Screen, auf das blaue Viereck mit dem weißen Dreieck (Schritt 5).

Prototype erstellen - Schritt 5
Schritt 5:  Klick nun oben links auf das blaue Viereck (zum Vergrößern anklicken) ©Voigt; Selitski

Daraufhin öffnet sich in einer neuen Datei der, von dir erstellte, Prototype. Jetzt kannst du auf die Objekte klicken, die du zuvor ausgewählt hast. Wenn daraufhin der nächste angezeigte Screen der Richtige ist, stimmt deine User Journey überein und der Prototype ist bereit für die Vorstellung bei deinem Auftraggeber!

Prototype erstellen – Alle Schritte auf einem Blick

  1. Klicke auf Prototype oben rechts bei den Werkzeugtools.
  2. Wähle das gewünschte Objekt, welches du in dem Prototype anklicken möchtest.
  3. Klicke auf den Punkt innerhalb des blauen Vierecks und ziehe diesen zum gewünschten Screen.
  4. Wiederhole jetzt die gleichen Schritte (Schritt 2) für die nächsten Screens.
  5. Klicke oben rechts auf den Pfeil, um den Prototype zu starten.

Etwas hat nicht geklappt, oder hast du vielleicht einen Schritt vergessen? Keine Panik! Im folgenden Video Prototype / Klickdummy über Figma erstellen zeigen wir dir, die einzelnen Schritte per Desktopaufnahme.

Das Prototype-Testing mit Figma Mirror

Du kannst den Klickdummy und die User Journey auch mit der App Figma Mirror testen. Dies bringt dir den Vorteil, dass du deine erstellten Screens auch auf deinem Smartphone sehen kannst. So kannst du das Look and Feel deiner Screens auf deinem Smartphone bekommen. Auch die Größe von deinen Objekten und Texten kannst du so überprüfen.

Dafür brauchst du nur Figma Mirror aus dem Play Store oder dem App Store auf dein Smartphone/Tablet herunterladen. Anschließend meldest du dich mit deinen gewohnten Daten aus Figma an. Zu guter Letzt klickst du in deiner Arbeitsmappe auf den Startscreen deines Prototypes, dieser wird dir nun auf deinem Smartphone angezeigt. Jetzt kannst du auf deine ausgewählten Objekte tippen und so überprüfen, ob der darauffolgende Screen der Gewünschte ist und ob die User Journey mit der gezeigten Reihenfolge übereinstimmt.

Ein Tipp von uns: Wenn du die User Journey von einer App darstellen möchtest, nimm am besten dafür dein Smartphone. Möchtest du  dir aber eine Webseite anschauen, welche noch nicht responsiv ist, verwende dafür lieber die App auf einem Tablet.

Viel Erfolg!

great user experience
Mit einer exzellenten User Experience hast du auch zufriedene Nutzer ©blacksalmon – stock.adobe.com

Wir hoffen, dass wir dir mit der Anleitung für die Erstellung eines Prototypes mit Figma helfen konnten und du damit deine User Journey darstellen kannst!


Quellen

Auf die [Hochzahl] klicken, um zum zugehörigen Absatz zurückzukehren.

1 Vgl. Ornella (2018): Designen mit vier Händen: 5 Gründe warum du Figma brauchst. Online unter https://www.dieproduktmacher.com/blog/designen-mit-vier-haenden-5-gruende-warum-du-figma-brauchst [Abruf am 06.06.2020]

2 Vgl. usability.de (o. J.): User Experience ganzheitlich verstehen und optimieren. Online unter https://www.usability.de/leistungen/methoden/user-journey-mapping.html [Abruf am 06.06.2020]


Dieser Beitrag ist im Studiengang Informationsmanagement an der Hochschule Hannover im Rahmen des Kurses Content Management (Sommersemester 2020, Andre Kreutzmann) entstanden.

Die besten Tutorials stellen wir Euch hier in den nächsten Wochen nach und nach vor.

SEO: Unterschied zwischen Onpage- und Offpage Optimierung

WebLab HsH: SEO

Autor*in: Julia Solohub


Zusammenfassung was SEO ausmacht
Zusammenfassung was SEO ausmacht

SEO. Vielleicht bist auch du über diesen Begriff gestolpert, aber wusstest nie was er bedeutet. In diesem Beitrag versuche ich es dir mal zu erklären. Stell dir vor du würdest nach Informationen für deine Präsentation im Internet suchen.  Wahrscheinlich suchst du dafür in Google so wie es die Mehrheit tut. Dazu gibst du deine Suchanfrage in die Suchmaschine ein und erhältst innerhalb weniger Sekunden eine Überflutung an Webseiten. Die Ergebnisse sind dann auf mehreren Seiten verteilt. Bestimmt ergeht es dir wie den meisten und du klickst die ersten Ergebnisse an. Doch wie schaffen es genau diese Webseiten auf den ersten Seiten einer Suchmaschine zu erscheinen? Dafür ist SEO verantwortlich. Aber was ist denn nun SEO? Und wie funktioniert es? Das erfährst du hier.

Orientierungshilfe 

Definition von SEO

SEO ist die Abkürzung für Search Engine Optimization, zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung. Es ist ein Teil des Suchmaschinenmarketings und wird für das Online Marketing angewendet. Dabei stehen das Erzielen von Umsatz, Steigerung der Popularität und der Besucherzahl sowie die Erhöhung der Reichweite im Fokus. Bei SEO werden Maßnahmen ergriffen, damit Webseiten und deren Inhalte in Suchmaschinen besser aufgefunden und als eine der ersten Treffer (Ranking) platziert werden. Dies gilt nicht nur für Webseiten, sondern auch für Bilder und Videos [4]. Hierfür werden verschiedene Rankingfaktoren beachtet und nach denen optimiert.

Steigerung der Reichweite im Diagramm
Steigerung der Reichweite

SEO wird in zwei Bereiche unterteilt: In die Onpage Optimierung und in die Offpage Optimierung. Im Folgenden wird zunächst auf die Onpage Optimierung und danach auf die Offpage Optimierung näher eingegangen

Onpage Optimierung

Unter Onpage Optimierung versteht man Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung, die auf der eigenen Webseite vorgenommen werden. Hierbei sollen die Faktoren Technik, Inhalt und Struktur der Webseite nach Suchmaschinenkriterien verbessert werden. In der Regel sind das Faktoren für Google [2]. “Ziel der Onpage Optimierung ist es vor allem, ein möglichst gutes Ranking in Suchmaschinen zu erreichen” [8].

Rankingfaktoren der Onpage Optimierung

In diesem Abschnitt werden ein paar Beispiele für Rankingfaktoren aufgelistet.

Rankingfaktor Inhalt

Einzigartige, aktuelle und hochwertige Inhalte beeinflussen diverse Rankingfaktoren und sind der Schlüssel zu einer hohen Kundenzufriedenheit” [8]. Sie steigern die Verweildauer und senken die Absprungsrate [8].
Um guten Inhalt zu verfassen, muss man sich in die Sicht des Nutzers hineinversetzen. Daher müssen folgende Fragen beantwortet werden: Löst der Inhalt ein Problem? Ist er individuell gestaltet und geschrieben? Unterscheidet er sich zu anderen Webseiten? Wird überhaupt nach dem Problem gesucht?

Zu dem Inhalt zählt ebenfalls wie dieser strukturiert ist. Die Verwendung aussagekräftiger Überschriften spielt hierbei eine große Rolle. Als Hauptüberschrift der Webseite muss eine H1 Überschrift verwendet werden. Für Überschriften der zweiten Ordnung die H2 Überschrift und so weiter. Ebenfalls sollte der Text gut lesbar sein. Komplizierte Satzstruktur und Rechtschreibfehler sollten vermieden werden.  Ebenfalls erleichtern Absätze dem Nutzer das Lesen.  Des Weiteren muss auf die Formatierung geachtet werden. Wenn sie nötig ist, sollte sie eingesetzt werden wie z.B. bei Aufzählungen oder Tabellen. Ebenfalls ist für die Orientierung ein Inhaltsverzeichnis von Vorteil.  Als positiv gewertet wird auch das Einbinden einer Interaktionsmöglichkeit. Das weckt das Interesse des Nutzers und bindet ihn in den Inhalt ein. Dies kann dazu führen, dass der Text somit verständlicher ist. Beispiele für Interaktionsmöglichkeiten sind ein Quiz am Ende des Textes oder freie Felder für Kommentare [9].

Für das Auffinden der Webseite müssen Keywords eingesetzt werden, die man bei der Suchanfrage verwenden würde. Diese müssen möglichst häufig im Text vorkommen. Dies gilt ebenfalls für die URL, bei der der Besucher sofort weiß, auf welcher Webseite er sich befindet und wovon diese handelt.

Damit sich die Verweildauer der Besucher erhöht, ist es gut Multimedia Elemente, wie Bilder oder Videos, auf deine Webseite zu platzieren [2]. Bei Bildern müssen einige Kriterien beachtet werden. Bilder müssen komprimiert und auf die richtige Größe zugeschnitten werden. Bei der Bildbenennung sollten Keywords sowohl im Titel als auch im Dateinamen enthalten sein. Hinzu kommt das Nutzen von Titel und ALT-Attributen, um das Bild zusätzlich zu beschreiben [9].

Rankingfaktor Technik

Die Inhalte deiner Webseite müssen gut lesbar sein. Dies bedeutet, dass die Webseite an mobile Endgeräte angepasst werden muss. Dazu zählen z.B. Handys und Tablets. Ebenso muss der Zugang zur Webseite gewährleistet sein (Barrierefreiheit). Weiterhin ist eine hohe Ladegeschwindigkeit wichtig, damit der Besucher auf der Webseite verweilt [2].

Studien haben gezeigt, dass die durchschnittliche Wartezeit beim Laden einer Webseite 3 Sekunden beträgt [1]. Also immer daran denken! Ebenfalls muss man an die Nutzerfreundlichkeit der Webseite denken. Das bedeutet jeder muss sich auf der Webseite gut zurechtfinden. Eine gute Navigation muss gegeben sein. 

Des Weiteren helfen Interne Verlinkungen innerhalb einer Webseite nicht nur bei dem Zurechtfinden, sondern auch zur Nachverfolgung, wo man sich aktuell befindet. Dies kann man durch eine verlinkte Menüführung, Links zu Unterseiten oder Breadcrumbs erreichen. Breadcrumbs ist eine Unternavigation, die zur Orientierung dient. Dabei wird ein Pfad von Seiten angezeigt, die man durchklicken muss, um auf die aktuelle Seite zu gelangen. Solche Breadcrumbs wirken sich im Suchmaschinenranking bei Google positiv aus.

Je schneller ein Besucher die benötigte Seite auf einer Webseite erreicht, desto besser. Dies bedeutet, wenn der Benutzer durch wenig Durchklicken an sein Ziel kommt, wirkt es sich positiv auf das Ranking aus. Das heißt durch wenig Deep Links gelangt der User an sein Ziel [2].

⇒ “Richtwert: von der Homepage zur Zielseite in drei Klicks”[2].

Rankingfaktor Struktur

HTML Kenntnisse sind hier von Vorteil. Das Nutzen von Tags und Überschriften sowie die Strukturierung des Textes fließen in das Ranking mit ein [2]. Ebenso ist das Einsetzen von Meta-Tags wichtig. Hierzu ein paar Beispiele:

  • Verwendung von Keywords im Title Tag, das als Seitenbenennung und Überschrift in Suchergebnissen dient, vermittelt dem Nutzer den Inhalt der Seite
  • Zum Ranking zählt ebenfalls die Beschreibung des Inhalts durch das Einsetzen von Meta-Description Tags
  • Ein weiteres Beispiel ist die Benennung von Bildern durch das (IMG)Title Tag. Dies erleichtert Google das Verstehen des Bildinhalts
  • Der Tag kann auch für Verlinkungen verwendet werden [8].

 

Dieses Video erläutert nochmal das Gelesene [6].

Offpage Optimierung

Bisher war die Rede nur von Onpage Optimierung. Dabei gibt es einen zweiten Bereich von SEO: Die Offpage Optimierung. Was ist denn nun der Unterschied zwischen den beiden Bereichen? Der Unterschied liegt bei den Maßnahmen der Optimierung. Hierbei werden Maßnahmen ergriffen, die außerhalb der eigenen Webseite stattfinden.  Ein weiterer Unterschied ist, dass im Gegensatz zu der Onpage Optimierung, die Offpage Optimierung nicht aktiv beeinflussbar ist. 

Wir erinnern uns: Das Ziel von SEO ist es dem User die passenden und besten Ergebnisse zu seiner Suchanfrage zu liefern.  Dafür müssen Suchmaschinen, korrekte und gute Inhalte auf die ersteren Plätze der Trefferseite platzieren. Jedoch können Suchmaschinen die Inhalte weder lesen noch deren Richtigkeit beurteilen. Aus diesem Grund kommen andere Nutzer ins Spiel.

Wird eine Webseite mehrmals verlinkt und von anderen Webseiten empfohlen, signalisiert das der Suchmaschine, dass der Inhalt einer Webseite gut sein muss. Die mehrfachen Verlinkungen sind so genannte Backlinks. Wenn eine Webseite mehrere Backlinks erhält, entsteht eine externe Verlinkungsstruktur. Aus diesem Grund steigt die Reichweite und der Bekanntheitsgrad. Dies ist das Hauptziel von Offpage Optimierung. Doch wie veranlasst man nun am besten die Bildung von Backlinks? 

Methoden der Offpage Optimierung

Persönliche Kontakte

Wenn man Kontakte hat, die selber Webseitenbetreiber sind oder Webseitenbetreiber im Bekanntenkreis haben, kann man sie fragen, ob sie die Webseite verlinken [2].

Linkbuilding

Beim Linkbuilding soll eine Website so viele Backlinks wie möglich erhalten. Vor allem gut für das Ranking ist es, wenn die Website organisch die Backlinks aufbaut. Das signalisiert der Suchmaschine, dass die Nutzer gerne und von selbst die Seite aufgrund ihres Inhalts verlinken. Gekaufte Backlinks werden von Google erkannt und können abgestraft werden. Ebenso wirken sich der Linktext, die Linkposition und die Anzahl der Links von einer Quelle auf die Stärke der Verknüpfung aus. Nach diesen Faktoren wertet Google die Stärke der Verknüpfung aus [11]. Ein guter Trick für die Erzeugung von Backlinks ist, wenn man selbst Verlinkungen von anderen Webseiten auf seiner eigenen Webseite setzt. Die Webseitenbetreiber können das sehen und einen auf der eigenen Webseite zurück verlinken [2]. Hier ein paar Beispiele für gute Backlink-Quellen: Social Media, Artikeltexte, Verzeichnisse, Kommentare und Foren [10].

Soziale Netzwerke

Verlinkungen in Kommentaren oder Posts auf verschiedenen sozialen Netzwerken, wie Instagram, Twitter, YouTube, können gute Backlinks einbringen [2]. Nutzer können mit den Inhalten interagieren und sorgen durch den viralen Effekt dafür, dass sich dieser verbreitet und dadurch viele weitere Nutzer auf die Website aufmerksam werden [10]. “Ein hohes Suchvolumen nach einem Markennamen oder die häufige Erwähnung eines Unternehmens im Netz könnten darauf hindeuten, dass eine Marke über hohe Brand Awareness verfügt und bekannt ist. Zudem lassen sich viele Backlinks und eine hohe Aktivität sowie hohe Followerzahlen in Social Media als deutliche Hinweise auf eine erfolgreiche Marke anführen” [11]. Diese „Social Signals“ werden von Google positiv bewertet und fördern das Ranking der Website [10].

Social Media trägt einen großen Teil zu Verlinkungen bei. Um den oben genannten Punkt zu verdeutlichen zeigt diese Tabelle einen Ausschnitt der Anzahl der Nutzer von den meist genutzten sozialen Netzwerken (Stand: Januar 2019) [3].

 

 Soziales Netzwerk Userzahl
Facebook 2,27 Milliarden
YouTube 1,900 Milliarden
Instagram 1,000 Milliarden
Twitter 360 Millionen
Branchenbücher

Durch das Eintragen einer Webseite in Branchenbücher, wird dem Nutzer verholfen die Webseite online über die Branche zu finden. Somit können ebenfalls Backlinks erzeugt werden [2].

 

Dieses Video erläutert nochmal das Gelesene [7].

Eine kurze Zusammenfassung in Form einer Infografik verschafft dir einen besseren Überblick über die SEO Maßnahmen [5].

SEO und UX

SEO und die User Experience hängen miteinander zusammen und auch voneinander ab.  Google kann mittlerweile die Inhalte der Webseiten semantisch erfassen und zuordnen. Ebenso kann die Suchmaschine die Bedienbarkeit einer Webseite bewerten.  Dazu zählen z.B.  versteckte Inhalte hinter Tabs, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Jedoch erkennt Google solche Inhalte und kann sie dementsprechend positiv oder negativ bewerten. In Bezug auf die Rankingfaktoren von Google, zeigt sich ein Zusammenhang zwischen SEO und UX. Setzt man bestimmte Rankingfaktoren um, steigt die UX. Hier einige Beispiele:

  • Durch den Einsatz von HTTPS wird die Sicherheit der Seitenbesucher erhöht
  • Kurze Ladezeiten machen das Abrufen von Webseiten leichter
  • Durch Anpassung an mobile Endgeräte wird ein Abruf von Webseiten auf Smartphones und anderen Geräten ermöglicht
  • Webseiten, die wenig Werbung und viele hilfreichen Inhalten enthalten, helfen dem Nutzer das zu finden, wonach er sucht
  • Durch eine Einteilung der Webseite in Kategorien wird das Auffinden der Webseite erleichtert.

Je einfacher Google es hat, wie ein Nutzer die Webseite zu bedienen, desto besser ist die User Experience sowie die ergriffenen Maßnahmen von SEO. In Folge dessen steigt die Webseite im Ranking [12].

Fazit

Die Onpage- und Offpage Optimierung sind ein wichtiger Teil der Suchmaschinenoptimierung. Bei Onpage Optimierung dreht sich alles um das Auffinden einer Webseite in einer Suchmaschine (meistens Google), indem man die Webseite nach verschiedenen Rankingfaktoren optimiert. Das kann aktiv beeinflusst werden und passiert gezielt auf der Webseite. Technische, strukturelle und inhaltliche Aspekte zählen zu diesen Rankingfaktoren. Ein wesentlicher Vorteil der Onpage Optimierung ist die Erhöhung des Traffic der eigenen Webseite. Zudem dreht sich dabei alles um die Usability [8].

Zusätzlich zu der Onpage Optimierung hilft die Offpage Optimierung die Webseite und die eventuell damit verbundene Marke bekannt zu machen und die Reichweite zu steigern. Hierfür sind Backlinks für Google ein wichtiges Rankingkriterium. Insbesondere die Verlinkungen auf den sozialen Medien wirken sich auf das Ranking aus. Im Gegensatz zu der Onpage Optimierung ist die Offpage Optimierung nicht aktiv beeinflussbar ist. Hierfür spielen die Nutzer eine große Rolle. Sie interagieren mit den Inhalten und verbreiten diese viral. Dadurch werden weitere Nutzer auf die Webseite aufmerksam. Infolgedessen entscheiden und bewerten sie den Inhalt der Webseite und teilen diese. Entscheidend für das Verbreiten und somit das Erzeugen von Backlinks sind guter Content, Nutzerfreundlichkeit und starke Interaktion mit den Kunden/Nutzern. All dies sorgt für bessere SEO-Ergebnisse [11].


Quellenverzeichnis

1: Quietsch, Phillip (o. J.): Google Report: verschenktes Conversion-Potenzial durch lange mobile Ladezeiten. Online unter https://www.effektiv.com/mobile-ladezeiten-2714.html [Abruf am 04.12.2019]

2: Roth, Carina (2018): SEO: Was ist Onpage- und Offpage-Optimierung?. Online unter https://www.digitionell.de/547-onpage-offpage-unterschied-seo/ [Abruf am 04.12.2019]

3: Statista GmbH (2019): Ranking der größten sozialen Netzwerke und Messenger nach der Anzahl der monatlich aktiven Nutzer (MAU) im Januar 2019 (in Millionen). Online unter https://de.statista.com/statistik/ daten/studie/ 181086/umfrage/die-weltweit-groessten-social-networks-nach-anzahl-der-user/ [Abruf am 04.12.2019]

4: Kopp, Olaf (2019): Was ist SEO? Suchmaschinenoptimierung einfach erklärt. Online unter https://www.sem-deutschland.de/seo-firma/seo-glossar/suchmaschinenoptimierung-seo/ [Abruf am 04.12.2019]

5: Wohllebe, Atilla (2014): Infografik: So erstellt Google sein Ranking. Online unter https://onlinemarketing.de/news/infografik-so-erstellt-google-sein-ranking [Abruf am 29.01.2020]

6: Fairrank TV (2017): Was ist OnPage-Optimierung? | Fairrank TV. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=QWaJ_Q5oPvw&feature=emb_title [Abruf am 04.12.2019]

7: Fairrank TV (2017): Was ist OffPage-Optimierung? | Fairrank TV. Online unter https://www.youtube.com/watch?v=eCoDEqw6oPI&feature=emb_title [Abruf am 04.12.2019]

8: Sario Marketing GmbH (2020): Onpage Optimierung. Online unter https://www.textbroker.de/onpage-optimierung [Abruf am 25.01.2020]

9: PageRangers.com (o. J.): Onpage Optimierung. Online unter https://pagerangers.com/seo-handbuch/onpage-optimierung [Abruf am 25.01.2020]

10: Hanseranking (2020): Offpage SEO. Online unter https://www.hanseranking.de/seo/offpage.html [Abruf am 25.01.2020]

11: Sario Marketing GmbH (2020): Offpage Optimierung. Online unter https://www.textbroker.de/offpage-optimierung [Abruf am 25.01.2020]

12: Kunz, Christian (2018): Google: SEO ergibt sich aus guter User Experience. Online unter https://www.seo-suedwest.de/3454-google-seo-ergibt-sich-aus-guter-user-experience.html [Abruf am 28.01.2020]

BestOf Bachelor: Ein WordPress-Plugin für den Vergleich von Veranstaltungen

Bachelorarbeit von Lukas Fischer: Ein Festival-Plugin für WordPress

In der Bachelorarbeit von Lukas Fischer (2020) mit dem Titel “Konzeption und Anwendung eines WordPress-Plugins für den Vergleich von Veranstaltungenwird thematisiert, wie WordPress über ein selbstentwickeltes Plugin für den komfortablen Vergleich von Festivals eingesetzt werden kann.

In seinem Abstract schreibt Lukas:

“Plugins erweitern die Funktionalität von WordPress und helfen Webseitenbetreibern beim Hinzufügen neuer Elemente oder Funktionen. Dabei muss der Betreiber selbst keinen komplexen Programmcode schreiben. Auch können diese Erweiterungen als Erleichterung bei der Pflege von Informationen und Inhalten dienen. In der vorliegenden Bachelorarbeit wird die Konzipierung, Umsetzung und Anwendung eines solchen Plugins für den Vergleich von Veranstaltungen beschrieben. Dabei findet es Anwendung auf einer Internetseite zum Thema Festivals. Die Informationen bezüglich der Festivals werden per Import in einer Tabelle gespeichert und für den Vergleich dargestellt. Eintragungen können auch händisch getätigt werden, woraus sich schließlich ergibt, dass das Plugin mit seiner Importfunktion eine zeitsparende und sinnvolle Erweiterung ist.”

Die Bachelorarbeit von Lukas wurde vorbildlich über SerWisS veröffentlicht und ist als Volltext zu finden unter:

Das praktische Ergebnis der Bachelorarbeit kann unter https://www.konzertkalender.net/ ausprobiert werden.
 

Data Mining bei der Warenkorbanalyse

WebLab HsH: Data Mining und Warenkorbanalyse

Autori*nnen: Judith Hauschulz und Verena-Christin Schmidt

Oder: Werden Windeln und Bier wirklich oft zusammen gekauft?

Die Warenkorbanalyse gehört zum Data Mining und ist ein Anwendungs-gebiet der Assoziationsanalyse. Wenn du diese Begriffe hörst, ist dir wahrscheinlich klar, dass es um Daten geht. Aber das klingt nun vielleicht etwas trocken, deshalb fangen wir nochmal neu an:

    • Du wolltest schon immer wissen, warum Data Mining Beispiel: Bier und Windelndir beim Online-Shopping “passende” Artikel vorgeschlagen werden?
    • Dich interessiert, wieso sich die Süßigkeiten im Supermarkt immer auf dem Weg zur Kasse befinden?
    • Oder du willst einfach endlich erfahren, was da eigentlich dahintersteckt?

Dann bist du hier genau richtig! Wir erklären dir, wie das funktioniert. Doch dazu fangen wir erst einmal beim Allgemeinen an: dem Data Mining.

Was bedeutet Data Mining?

Eigentlich heißt Data Mining nur „Datenschürfen“. Dabei soll aus Daten Wissen erzeugt werden.1 Mit Wissen ist hier ein Muster gemeint, das für NutzerInnen interessant ist oder auch interessant sein kann. Ein Muster besteht dann wiederum aus Beziehungen zwischen Daten oder Regelmäßigkeiten und wird Datenmustererkennung genannt. 2

In der Graphik kannst du den Ablauf des Data Minings ablesen. Das Ganze stellt einen Prozess dar, bei dem das Ziel ist, dass man neue Erkenntnisse gewinnt. Dabei beschränkt man zuerst eine große Menge an Rohdaten auf eine kleinere Auswahl, sodass sie anschließend verarbeitet werden können. So dienen sie also als Grundlage für die Muster, die das Data Mining aufdecken soll.3

Von den Rohdaten zum Wissen
Abb.: Von den Rohdaten zum Wissen

Es gibt sehr viele Verfahren im Data Mining. Wir erklären dir aber nur die Assoziationsanalyse, weil sie relevant für die Analyse von Waren ist. Sie zählt zu den bekannteren beziehungsweise typischen Methoden des Data Minings.4

Assoziationen im Data Mining

"Die Assoziationsanalyse gehört zu einem der grundlegendsten Verfahren in der Datenanalyse und spielt im wirtschaftlichen Bereich eine große Rolle." 5

Mit der Assoziationsanalyse kannst du Abhängigkeiten und Zusammenhänge in großen Datenmengen ermitteln. Dazu benutzt man sogenannte Items. Stell sie dir am besten wie Produkte im Supermarkt vor! Mit diesen Items können wir dann Berechnungen durchführen. Wir könnten also schauen, ob zwei von ihnen auffällig oft gemeinsam vorkommen.

Es kann aber auch passieren, dass ein Item besonders dann auftritt, wenn ein anderes Item vorhanden ist. Ein Item kann sogar das Vorkommen eines anderen Items begünstigen. Wenn das eintritt, lassen sich da-raus Assoziationsregeln ableiten.1 Aus ihnen können wir beispielsweise Vorhersagen treffen oder Empfehlungen aussprechen.

Als Ergebnis erhalten wir Regeln, die folgende Form haben:

"Wenn Item A vorliegt, dann tritt in X Prozent
der Fälle auch Item B auf.
"6

Diese Regeln der Assoziationsanalyse können wir benutzen, um zum Beispiel Wechselwirkungen verschiedener Medikamente zu erforschen. Und auch wenn man Zusammenhänge bei der Wahl von Anlageformen bei Banken aufdecken möchte, ist sie nützlich.7 Ein wesentlich bekannteres Beispiel ist aber die Empfehlung von Artikeln im Online-Handel. Wenn wir einen Artikel aufrufen, dann zeigt uns die Seite oft, was andere KundInnen noch gekauft haben.8 Solche Vorhersagen lassen sich auch aufgrund von Warenkorbanalysen treffen.

Warenkorbanalyse mit Bier und Windeln

In einer Folge der SerieNumb3rs – Die Logik des Verbrechens geht es um ein beliebtes Beispiel der Warenkorbanalyse. Windeln und Bier werden hier sehr oft zusammen gekauft. Auch wenn es erstaunlich erscheint, so haben sie eine logische Erklärung dafür: Männer, die von ihren Frauen zum Windelkauf aufgefordert werden, kaufen gerne noch Bier dazu. Damit haben sie etwas, worauf sie sich nach der „Arbeit mit dem Kind“ freuen und was sie genießen können. Darum kommt es zu dem Ergebnis, dass das Bierregal auf dem Weg von den Windeln zur Kasse platziert und so der Umsatz gesteigert wird.9

Die Warenkorbanalyse unter den Data Mining-Verfahren

Bei der Warenkorbanalyse wertet man die Einkäufe von KundInnen aus, um dadurch verschiedene Items zu untersuchen. Die Items bestehen hier aus den Artikeln von zum Beispiel Supermärkten. Alle Kaufaktionen zusammengefasst ergeben die Datenbasis.7

Fast alle Unternehmen, die Waren verkaufen, haben die Daten, die für das Data Mining mit der Warenkorbanalyse nötig sind. Schon einige Kassenbons reichen aus und es wird kein spezielles System benötigt. Damit lassen sich dann stark nachgefragte Produkte ermitteln oder Verbindungen zwischen verschiedenen Waren untersuchen.10 Mit der Analyse können wir also auch erfahren, wie oft ein Produkt mit einem anderen im Warenkorb landet. Um dabei die „Spreu vom Weizen“ zu trennen, werden Assoziationsregeln erstellt.11 Aber wie können wir denn nun Muster finden?

Einkaufswagen Warenkorb EinkaufslisteWenn Menschen Lebensmittel einkaufen gehen, haben sie meistens eine Einkaufsliste dabei, damit sie nichts vergessen. Auf manchen Listen befinden sich viele gesunde Produkte, wohingegen auf anderen eher Bier und Chips stehen. Daraus können wir schon Muster erkennen, durch die sich die Waren im Supermarkt entsprechend sortieren lassen.12

Werden Bier und Windeln wirklich oft zusammengekauft?

Wenn wir Zusammenhänge und Abhängigkeiten berechnen wollen, müssen wir (leider) etwas mathematisch werden. Aber keine Angst, wir benutzen dafür ein leicht verständliches und nachvollziehbares Beispiel.

Zuerst brauchen wir die drei Kennzahlen Support, Konfidenz und Lift. In der Tabelle steht ein Beispiel, dass dir helfen wird, um diese Kennzahlen zu verstehen. Bei uns geht es lediglich um zwei Produkte. Insgesamt untersuchen wir hier aber 1.000.000 Transaktionen beziehungsweise Einkäufe. Darin kommen auch 200.000-mal der Kauf von Bier und 50.000-mal der Kauf von Windeln vor. Die KundInnen dieses Supermarkts haben Bier und Windeln sogar 20.000-mal gleichzeitig gekauft.

Anzahl Waren
1.000.000 Transaktionen insgesamt
200.000 Bier
50.000 Windeln
20.000 Windeln und Bier

Los geht die Warenkorbanalyse…

Wie oft werden Bier und Windeln denn nun zusammen gekauft? Um das zu erfahren, berechnen wir den Support. Dafür setzen wir zuerst die Anzahl der Käufe von Bier und Windeln separat ins Verhältnis aller vorliegenden Einkäufe. Danach machen wir das genauso mit der Anzahl der gemeinsamen Käufe, sodass wir einen Support von 2% erhalten.

Support Windeln Bier Warenkorbanalyse

Die Konfidenz sagt uns, wie oft eine Assoziationsregel („Wenn Bier gekauft wird, dann werden auch Windeln gekauft”) richtig ist. Sie gibt außerdem einen Hinweis darauf, wie stark der Zusammenhang zwischen Bier und Windeln ist.11

Wenn wir die Konfidenz berechnen wollen, brauchen wir die Support-Werte. Zu Beginn teilen wir dabei den gemeinsamen Support durch den einzelnen Support des Biers. Daraus ergibt sich eine Konfidenz von 10%. Weil das noch nicht besonders viel ist, drehen wir die Assoziationsregel einfach mal um. Somit ergibt sich eine Konfidenz von 40%, da nun die Anzahl der Windel-Einkäufe die Bezugsgröße darstellt.

Konfidenz Windeln Bier Warenkorbanalyse

Die zweite Regel zeigt also ein Muster auf, das der Supermarkt so nutzen kann: Wenn das Bier in Sichtweite der Windeln positioniert wird, dann wird beides häufiger zusammen gekauft werden.7

Ob der Kauf von Bier und Windeln nun wirklich zusammenhängt, verrät der Lift. Er sagt uns auch, um wieviel wahrscheinlicher Windeln den Kauf von Bier machen. Dafür müssen wir den gemeinsamen Support durch das Produkt der einzelnen Support-Werte teilen.

Lift Windeln Bier Warenkorbanalyse

Das Ergebnis ist ein Lift von 200%. Das heißt, dass der Kauf von Windeln die Wahrscheinlichkeit für den zusätzlichen Kauf von Bier sogar verdoppelt!

Zur Erklärung: Ein Lift von 100% würde stattdessen bedeuten, dass beide Items unabhängig voneinander sind. Bei einem Lift, der kleiner als 100% ist, ist es unwahrscheinlich ist, dass beide Items zusammen auftreten.11

Was bringt die Warenkorbanalyse?

Wie du siehst, ist es eigentlich doch ganz einfach, Muster und Abhängigkeiten zu entdecken. Wenn wir uns aber nicht nur mit zwei, sondern mit allen Artikeln eines Supermarkts beschäftigen würden, so wäre es deutlich schwieriger. Wir hätten dann ja viel mehr Daten, wodurch sich der Umfang der Berechnungen massiv erhöhen würde. Umso besser ist aber dadurch das Endergebnis. Aus einer großen und umfangreichen Warenkorbanalyse gewinnt man nämlich nicht nur ein paar Muster, sondern das gesamte Einkaufsverhalten der KundInnen. Das können Unternehmen für Dinge nutzen, wie zum Beispiel:

    • Regalplatzierungen
    • Preisgestaltung
    • Rabatt-Aktionen
    • zielgerichtetes Marketing12

Sobald Unternehmen die Warenkorbanalyse benutzen, geht es aber auch immer darum, das Angebot zu optimieren und den Umsatz zu steigern.10

Data Mining und Warenkorbanalyse

Gut aufgepasst? Überprüfe jetzt dein Wissen mit dem Quiz zum Data Mining mit der Warenkorbanalyse!

Wenn du mehr darüber erfahren willst, warum wir diesen Beitrag geschrieben haben, dann lies dir doch unser Konzept durch. Darin erklären wir auch, wie wir beim Verfassen von “Data Mining mit der Warenkorbanalyse” vorgegangen sind.

Quellenverzeichnis

1 vgl. Cleve, Jürgen; Lämmel, Uwe (2016): Data Mining. 2. Auflage. Berlin, Boston: De Gruyter Saur

2 vgl. Bissantz, Nicolas; Hagedorn, Jürgen (1993): Data Mining (Datenmustererkennung). In: Wirtschaftsinformatik Jg. 35, H. 5, S. 481–487

3 vgl. Reutterer, Thomas; Hahsler, Michael; Hornik, Kurt (2007): Data Mining und Marketing am Beispiel der explorativen Warenkorbanalyse. In: ZFP. Journal of Research and Management. Jg. 29., H. 3, S. 163-179

4 vgl. Beekmann, Frank (2003): Stichprobenbasierte Assoziationsanalyse im Rahmen des knowledge discovery in databases. Wiesbaden. Deutsche Universitäts-Verlag

5 Begerow, Markus u.a. (2019): Assoziationsanalyse. Online unter https://www.datenbanken-verstehen.de/lexikon/assoziationsanalyse/ [Abruf am 20.12.2019]

6 Beekmann, Frank (2003): Stichprobenbasierte Assoziationsanalyse im Rahmen des knowledge discovery in databases. Wiesbaden. Deutsche Universitäts-Verlag

7 vgl. Bankhofer, Udo; Vogel, Jürgen (2008): Datenanalyse und Statistik. Eine Einführung für Ökonomen im Bachelor. Wiesbaden: Gabler

8 vgl. Zaki, Mohammed J. ; Meira Jr., Wagner (2013): Data Mining and Analysis. Fundamental Concepts and Algorithms. Online unter https://repo.palkeo.com/algo/information-retrieval/Data%20mining%20and%20analysis.pdf [Abruf am 16.12.2019]

9 vgl. Swoyer, Stephen (2016): Beer and Diapers. The impossible correlation. Online unter https://tdwi.org/articles/2016/11/15/beer-and-diapers-impossible-correlation.aspx [Abruf am 17.12.2019]

10 vgl. Poliakov, Vladimir (2019): Data Science. Warenkorbanalyse in 30 Minuten. Online unter https://www.heise.de/developer/artikel/Data-Science-Warenkorbanalyse-in-30-Minuten-4425737.html [Abruf am 13.12.2019]

11 vgl.Rabanser, Alexander (2018): Warenkorbanalyse Teil 1. Analytische Grundlagen und Korrelationsanalyse in Excel. Online unter https://linearis.at/blog/2018/04/06/warenkorbanalyse-teil-1-analytische-grundlagen-und-korrelationsanalyse-in-excel/ [Abruf am 13.12.2019]

12 vgl. Ng, Annalyn; Soo, Kenneth (2017): Data Science – Was ist das eigentlich?! Algorithmen des maschinellen Lernens verständlich erklärt. Berlin, Heidelberg: Springer


Dieser Beitrag ist im Rahmen der Lehrveranstaltung Content Management im Wintersemester 2019/20 bei Andre Kreutzmann (und Monika Steinberg) entstanden.