Projektarbeit:  H5P für interaktive Lernressourcen 

Autor:innen:  Katharina Deymann, Alisa Held, Katharina Kroupa, Yannick Pollmann, Friederike Roth, Luise Scheiding, Nathan Scheulen, Madeleine Schütz und Marieke Tödter


In ihrer Projektarbeit haben sich neun Studierende des 6. Semesters im Studiengang Informationsmanagement berufsbegleitend damit befasst, wie bestehende Lernressourcen didaktisch sinnvoll mit H5P angereichert werden können.

Insgesamt wurden der Projektgruppe digitale Lerninhalte aus sechs unterschiedlichen Moodle-Kursen unterschiedlicher Dozent:innen und Fachmodule bereitgestellt.

Diese Lernressourcen wurden im Zuge des Projekts mit H5P interaktiver gestaltet. Durch H5P können Lerninhalte dank interaktiver Elemente so aufbereitet werden, dass den Lernenden eine intensivere Auseinandersetzung mit den Inhalten ermöglicht wird, die zu einem tieferen Erkenntnisgewinn führen soll. Die Open Source Software H5P (HTML5 Package) ermöglicht es, im Browser interaktive Lerninhalte (interaktive Videos, Quizze, etc.) zu erstellen und plattformunabhängig zu teilen und nachzunutzen. Dabei kann es als Plugin z.B. in LMS wie in Moodle oder in Content Management Systemen (CMS) wie WordPress eingebunden werden.

Das Endziel des Projekts ist, die bereitgestellten Studienmaterialien in Anlehnung an die Lernziele nach Bloom’s Digital Taxonomy so aufzubereiten, dass sie als Open Educational Ressources (OER) unter einer CC-BY-3.0-Lizenz veröffentlicht werden können. 

Einzelheiten und Ergebnisse zum Projekt sowie eine sehr hilfreiche Übersicht aller H5P Inhaltstypen samt Zuordnung des Bloomschen Levels, Priorität und dem möglichen Einsatzbereich befindet sich als Anhang im Bericht:

Die mit H5P aufbereiteten Lernressourcen sind im TestWebLab einzusehen.

H5P in digitalen Lernplattformen

Autorinnen: Lisa Sommer und Leonora Zullufi

Im Gegensatz zum statischen Content wird bei interaktiven Inhalten der dynamische Content herangezogen. Das heißt, dass es nicht nur gewöhnliche Texte zum Lesen gibt oder Bilder nur betrachtet werden. Bei interaktiven Inhalten wird der Benutzer auch aktiv in das Geschehen eingebunden. Dadurch wird die Aufmerksamkeit erregt und gewonnen. Daher steigt auch die Motivation sich mit den Inhalten des jeweiligen Themas auseinanderzusetzen. Doch wie kommen diese interaktiven Inhalte zustande? Dafür ist es wichtig zu verstehen, was H5P ist, was es anbietet und wie es funktioniert.

Was ist H5P?

  • Optimierung Ihrer Website mit H5P
  • Mobilfreundlicher Inhalt
  • Reichhaltige Inhalte teilen
  • Kostenlos zu verwenden
  • Vorteile von H5P

Anwendungsmöglichkeiten

  • Arten der H5P-Einbettung
  • Content Typen

H5P in Moodle einfügen

  • Plug-ins einfügen
  • Erstellen einer H5P Aktivität 



Was ist H5P?

H5P [b]

In den letzten Jahren hat H5P zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dabei handelt es sich um eine Open-Source-Software, die von der Firma Joubel im Jahr 2013 im Auftrag der NDLA (“Norwegian Digital Learning Arena”) entwickelt wurde. Für den Einsatz in (Hoch-)Schulen bietet H5P seit einigen Jahren einen kostenpflichtigen Hosting-Dienst mit zusätzlichen hochwertigen Funktionen an. Diese sind auch für den Einsatz in der Firmenumgebung interessant.

H5P basiert auf modernen Standards wie HTML5, CSS3 und Javascript. Der H5P-Kern ist dabei teils in Javascript, teils in einer Server-spezifischen Programmiersprache wie z. B. PHP geschrieben. Da aber die meisten Funktionalitäten aus Javascript stammen, ist der Teil des H5P-Cores, der portiert werden muss, so klein wie möglich gehalten. H5P kann somit auf unterschiedliche Web-Publishing-Systeme portiert und mit vorhandenen LMS („Lern-Management-Systemen“), wie Moodle, Totara, WordPress oder Drupal, integriert werden. Mittlerweile bieten auch proprietäre LMS, wie etwa Neon LMS, eine H5P-Integration.[1]

Optimierung Ihrer Website mit H5P

H5P macht es einfach, HTML5-Inhalte und -Anwendungen zu erstellen, teilen und wiederverwenden. H5P ermöglicht es jedem, reichhaltige und interaktive Weberlebnisse effizienter zu gestalten– alles, was Sie dazu benötigen, ist ein Webbrowser und eine Website mit einem H5P-Plug-in.[2]

Mobilfreundlicher Inhalt

H5P-Inhalte sind reaktionsschnell und mobilfreundlich. Das bedeutet, dass Benutzer auf Computern, Smartphones und Tablets dieselben reichhaltigen interaktiven Inhalte erleben.[2]

Reichhaltige Inhalte teilen

H5P ermöglicht es bestehenden CMS und LMS, reichhaltigere Inhalte zu erstellen. Mit H5P können Autoren interaktive Videos, Präsentationen, Spiele, Werbung und mehr erstellen und bearbeiten. Inhalte können importiert und exportiert werden. Zum Anzeigen oder Bearbeiten von H5P-Inhalten wird lediglich ein Webbrowser benötigt. H5P-Inhaltstypen und -Anwendungen werden auf H5P.org geteilt. Sie können auf jeder H5P-fähigen Website wie H5P.com oder Ihrer eigenen Drupal- oder WordPress-Website, mit installiertem H5P-Plug-in, erstellt werden.[2]

Kostenlos zu verwenden

H5P ist eine völlig kostenlose und offene Technologie, lizenziert mit der MIT-Lizenz.  Demos/Downloads, Anleitungen und Dokumentationen sind für Benutzer verfügbar, die der Community beitreten möchten.[2]

 Vorteile von H5P

  • H5P ist kostenlos verfügbar
  • H5P ist eine Open-Source-Software und ein Community-Projekt, – jeder kann mitmachen
  • Keine Programmierkenntnisse notwendig – dank des intuitiven H5P-Editors und der zahlreichen Anleitungen auf H5P.org ist das Erstellen von interaktiven Inhalten kinderleicht
  • Mehr als 40 Inhaltstypen – und es werden ständig mehr
  • H5P Inhalte können mit anderen geteilt und wiederverwendet werden
  • Responsives Design – Interaktionen passen sich allen Endgeräten an

 Anwendungsmöglichkeiten

Arten der H5P-Einbettung

  1. Die erste Möglichkeit, H5P einzubetten ist, indem man den Inhalt auf H5P.com erstellt und ihn direkt in die gewünschte Seite einbettet oder über einen direkten Link darauf zugreift.
    Dafür wird kein LMS benötigt.[3]
  2. H5P.com ist eine SaaS-Lösung (“Software-as-a-Service”), das sind cloudbasierte Anwendungen, die über den Webbrowser aufgerufen werden können.[4]
    Über LTI („Learning-Tools-Interoperability“) können externe Tools, Inhalte und Aktivitäten, die online verfügbar sind, in LMS eingebunden werden. [5]
    Beispiele dafür sind Moodle LTI Integration, Canvas LTI Integration, Brightspace LTI Integration und Blackboard LTI Integration.
    H5P.com kann mit fast allen LMS und Systemen, die LTI unterstützen, verwendet werden.[3]
  3. Wenn man H5P selbst hosten möchte, ist dies durch die Verwendung kostenfreier Plug-ins möglich. Offizielle Plug-ins liegen für Drupal, WordPress, und Moodle vor.
    Es liegen aber von der Community erstellte Plug-ins für weitere Plattformen vor. [3]

Content Typen[6]

Interaktives Video[c]

Erstellen Sie Verzweigungen, um verschiedene Aufgabentypen in Ihre Videos einbauen können.

Drag-and-drop

Drag-and-drop Aufgaben ermöglichen es, Inhalte miteinander in Verbindung zu setzen.

Multiple-Choice-Aufgaben[d]

Multiple-Choice-Aufgaben sind besonders gut zur Verständnis-Kontrolle geeignet.

Interaktive Grafiken[e]

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Grafiken mit H5P interaktiv zu gestalten. Hier sehen Sie die Gegenüberstellung zweier Bilder.


Viele weitere Anwendungen für H5P und die passenden Anleitungen finden Sie unter „Examples and Downloads“.


H5P in Moodle einfügen

Plug-ins einfügen[7]

Anleitung: Plug-ins in Moodle einfügen[f]

Bildergalerie


Erstellen einer H5P-Aktivität

H5P in Moodle

Achtung, dies ist nur möglich, wenn Sie als Administrator oder als Benutzer angemeldet sind, denn zum Erstellen einer H5P-Aktivität müssen Sie die Berechtigung in dem entsprechenden Kurs haben.

Gehen Sie zu dem Kurs, in den Sie einen H5P-Inhalt hinzufügen möchten. Es sollte sich ein Fenster öffnen, in das Sie Aktivitäten oder Ressourcen hinzufügen können. Dort klicken Sie auf den Plus-Button. Es öffnet sich ein weiteres Fenster, in dem Sie Aktivitäten oder Ressourcen hinzufügen können. Dort klicken Sie auf „H5P“ in der Kategorie „interaktiver Inhalt“ und fügen diese hinzu. Daraufhin müssen Sie einen Inhaltstypen auswählen, um den H5P-Hub zu öffnen. Sobald sich dieser öffnet, können Sie aus mehreren Inhaltstypen entscheiden, welchen Sie einbauen möchten. Nachdem Sie sich einen ausgesucht haben, rufen Sie ihn auf, wodurch Sie auf die Detailseite des Inhaltstypen gelangen. Dort können Sie die Einzelheiten zu beliebigen Inhaltstypen nachlesen.

Um einen Inhaltstypen zu installieren, müssen Sie rechts daneben auf „Installieren“ klicken. Sobald der Inhaltstyp installiert ist, ist er bereit, eingesetzt zu werden. Sobald Sie nun auf „Verwenden“ klicken, öffnet sich direkt der Editor. Wenn Updates zur Verfügung stehen, werden Sie darüber informiert.

Im H5P-Hub können Sie vorhandene H5P-Inhalte hochladen. Klicken Sie dazu oben auf die Registerkarte „Hochladen“. Sie müssen dann nur noch den Vorgang beenden und Ihre Aktivitäten abspeichern.[7]


Zusammenfassend kann man sagen, dass H5P eine cloudbasierte Anwendung ist, die durch entsprechende Plug-ins in verschiedensten Webseiten integriert werden kann. Dazu zählen auch LMS („Lern-Management-Systeme“).

Lehrende können interaktive Videos, Präsentationen, Spiele und mehr verwenden, um Inhalte zu vermitteln oder übersichtlich darzustellen.  


Literaturverzeichnis

[1] Ravalli, Paulo (2021): Apps für Fachexperten: Betriebliches Lernen mit H5P. Online unter https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s43443-021-0316-6.pdf [Abruf am 31.01.2022]

[2] H5P: Erstellen, teilen und verwenden Sie interaktive HTML5-Inhalte in Ihrem Browser. Online unter https://h5p.org/ [Abruf am 31.01.2022]

[3] H5P (2022): Integrations. Online unter https://h5p.org/integrations#integrations [Abruf am 31.01.2022]

[4] Beyer, Jakob (2022): SaaS – die anwenderfreundliche Ebene des Cloud-Computings. Zuletzt aktualisiert am 08.04.2019. Online unter https://www.bilendo.de/library/saas-loesung-definition [Abruf am 31.01.2022]

[5] Verdaguer, Júlia (2021): Was ist LTI und wie kann es Ihr Lernökosystem verbessern? Zuletzt aktualisiert am 17.02.2021. Online unter https://moodle.com/de/news/was-ist-lti-und-wie-es-kann-ihr-lern-okosystem-verbessern/ [Abruf am 31.01.2022]

[6] H5P: Examples and Downloads. Online unter https://h5p.org/content-types-and-applications [Abruf am 31.01.2022]

[7] H5P: Set up H5P for Moodle. Online unter https://h5p.org/moodle [Abruf am 31.01.2022]

Bilderquellen

[Beitragsbild] https://eabyas.com/wp-content/uploads/2019/11/H5P-integration.jpg [Abruf am 31.01.2022]

[b] https://d2be3atgmh2lyq.cloudfront.net/wp-content/uploads/2020/07/h5p-hero-image.png [Abruf am 31.01.2022]

[c] https://elements.envato.com/de/asian-working-businesswoman-talk-to-colleagues-tea-BG5CB9U [Abruf am 31.01.2022]

[d] https://www.pexels.com/de-de/foto/selektive-fokusfotografie-von-octopus-3046629/ [Abruf am 20.02.2022] [e] https://www.pexels.com/de-de/foto/architektur-bau-bekannt-beruhmt-149419/ und https://www.pexels.com/de-de/foto/eiffelturm-wahrend-der-nacht-3879071/ [Abruf am 20.02.2022]

[f] https://h5p.org/moodle [Abruf am 31.01.2022]

Smart Libraries: Wie smart müssen Bibliotheken sein?

Beitragsbild Smart Libraries – Wie smart müssen Bibliotheken sein?

 

Bibliotheken sind weit mehr als reine Aufbewahrungsorte für Medien aller Art. In diesem Beitrag zeigen wir, inwieweit sich Bibliotheken im Sinne von Smart Libraries weiterentwickelt haben und welchen Nutzen Kund*innen davon haben.

Struktur des Beitrages:

Was ist Smart?

Der deutsche Duden führt für das Wort „Smart“ die Begriffe gewitzt und clever.[4] So wird das Wort “Smart” derzeit viel im Zusammenhang mit intelligenten und computergesteuerten Systemen benutzt. Es bestehen bereits sowohl Wörter wie Smarte Technologien als auch Smartphones, Smart Homes und Smart Cities. Doch unter Smart Libraries kann sich kaum jemand etwas vorstellen.

Um eine Vorstellung von einer Smart Library zu bekommen, schauen wir uns zuerst ein Modell von einer Smart City an:

Smart City Wheel

Boyd Cohen beschäftigt sich mit den Themen nachhaltige und intelligente Entwicklung von Städten und ist der Begründer des Smart City Wheel. Laut Cohen gliedert sich eine smarte Stadt in sechs Themenfelder: Mobilität, Bevölkerung, Umwelt, Regierung, Wirtschaft und Lebensraum.

Eine intelligente, smarte Mobilität legt den Schwerpunkt darauf, den Verkehr in den Städten billiger, schneller und umweltfreundlicher zu machen. Die Ziele sind zum einen die Steigerung der Effizienz und eine Verbesserung des Verkehres, der durch die Stadt führt und zum anderen wird gezielt in eine innovative Verkehrspolitik investiert. Folglich müssen neue Verkehrsträger gewonnen werden. Desweiteren muss der Personen- und Warentransport gefördert und die Belastung der Umwelt reduziert werden.

Für eine smarte Bevölkerung stehen die Auswahl des Berufes, die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, die Berufsausbildung und auch lebenslanges Lernen für alle Altersgruppen im Vordergrund. Abgesehen davon sind sind wichtige Punkte die Integration, die persönliche Weiterentwicklung, die Steigerung des Wohlstands und die Stärkung der Gemeinschaft.

Das Thema smarte Umwelt beschäftigt sich mit einer grünen und umweltbewussten Stadt. Wichtige Punkte sind hierbei die Reduzierung der CO2-Emissionen, die Reduzierung von Müll und die Verwendung von erneuerbaren Energien. Die Regierung in einer smarten City setzt sich für die Zusammenarbeit und Interaktionen zwischen den Bürgern, den Unternehmen und der Verwaltung ein.

Das Ziel einer smarten Wirtschaft ist das innovative und nachhaltige Wachstum der Wirtschaft in einer Stadt. Die Attraktivität einer Stadt muss gesteigert werden, um neue Unternehmen, Geschäfte und Investoren dazu zu gewinnen und dadurch wiederum neue Arbeitsplätze zu schaffen. Ein smarter Lebensraum bietet den Menschen ein gut ausgebautes Gesundheitssystem und die Einbindung von allen Alters- und Bevölkerungsgruppen. Neue Technologien ermöglichen Sicherheit. Ein weiterer Aspekt ist ein breites Freizeit- und Kulturangebot zur Selbstverwirklichung und Stärkung der sozialen Kontakte.[1]

Quelle: Smart City Wheel · Projects · Smart City Hub

Wie finden Bibliotheken nun ihren Platz in einer Smart City und werden Smart Libraries? In ihrem Buch „Smart Libraries. Konzepte, Methoden und Strategien“ stellen die beiden Herausgeberinnen Linda Freyberg und Sabine Wolf eine Smart Map für Bibliotheken vor und geben Bibliotheken, die smarter werden möchten, neue Ideen mit auf den Weg. [8]

Smart Libraries – Wie sieht’s in der Praxis aus?

Die Umsetzungen von neuen, smarten Ideen sind von Bibliothek zu Bibliothek unterschiedlich. Einige Bibliotheken setzen den Fokus auf Nachhaltigkeit, die durch neue Technik erreicht werden kann. Die Universität Hildesheim ist mit ihrer Smart Library bereits 2012 gestartet. Das Energiemanagement der Universitätsbibliothek wird mit einem “Smart-Home-System” gesteuert. Dieses System beinhaltet zum Beispiel Sensoren, die den Lichteinfall in einem Raum registrieren und den Beleuchtungsbedarf selbständig regeln. [7]

Auch die Bibliothek der technischen Universität (DTU) in Dänemark zeigt in dem folgenden Video, wie eine Smart Library aussehen kann:

In dem Video wird gezeigt, wie in der Bibliothek neue Technik eingesetzt wird. Sensoren gestalten die Arbeitsumgebung für die Student*innen, indem die Raumwärme oder die Beleuchtung der Anzahl der Personen im Raum angepasst wird. Eine App hilft den Student*innen das gesuchten Buch in dem Regal zu finden. Zusammen gefasst versteht sich die DTU als eine Umgebung, in der neue Technologien ausprobiert werden können.[3]

Die Teilhabe von Kunden*innen und das selbstständige Arbeiten wollen Makerspaces in Bibliotheken fördern. Ein Beispiel ist die Hoeb4U der Bücherhallen Hamburg oder der Makerspace der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. In der Hoeb4U können nicht nur ein Häkelset oder Bastelmaterialien ausgeliehen werden, sondern es finden auch Veranstaltungen vor Ort statt.[2] In Dresden liegt der Fokus auf Technik, so kann ein 3D- Drucker oder eine Kamera ausgeliehen und vor Ort ausprobiert werden. Zugleich bekommen Nutzer*innen von Fachpersonal oder anderen Nutzer*innen Hilfe bei der Benutzung der Makerspaces.[6]

Fazit

Bibliotheken entwickeln sich ständig weiter und haben dabei die Bedürfnisse der Kund*innen fest im Blick. Der Anspruch an eine Bibliothek hat sich gewandelt. Einerseits möchten Kund*innen das Medienangebot einer Bibliothek nutzen, andererseits auch das Angebot an Veranstaltungen wahrnehmen und sich mit anderen Kund*innen austauschen und treffen. Die Kennzeichen einer Smart City spielen dabei eine wichtige Rolle: gemeinsam genutzte Räume senken die CO2 Emission und es findet ein Austausch zwischen unterschiedlichen Gruppen der Bevölkerung statt. Kund*innen haben die Möglichkeit sich aktiv einzubringen und durch niedrigschwellige Angebote werden Teilhabe und Inklusion gefördert.

Letztendlich stellt sich die Frage: Ist eine Bibliothek nicht von Anfang bereits eine Smart Library? Im Laufe ihrer Geschichte musste sie sich immer wieder an die Bedürfnisse ihrer Kund*innen anpassen und sich verändern – lange bevor das Wort Smart in Mode kam.

Verwendete Quellen

1bee smart city (2020): smart city indicators. Online unter https://hub.beesmart.city/en/smart-city-indicators [Abruf am 18.01.2021]

2Büchrhallen Hamburg (2021): Jugendbibliothek Hoeb4U.Konzept. Online unter: https://www.buecherhallen.de/hoeb4u-konzept.html [Abruf am 15.01.2021]

3DTUdk(2018):DTU Smart Library-What is it? [Video]. Online unter: https://www.youtube.com/watch?v=qEc7_8xpdj4 [Abruf am 15.01.2021]

4Duden (2020): Wörterbuch. Online unter https://www.duden.de/rechtschreibung/smart [Abruf am 15.01.2021]

5Smart City Hub Switzerland (o. J.): Smart City Wheel. Online unter https://www.smartcityhub.ch/smart_city_wheel.120en.html [Abruf am 18.01.2021]

6SLUB Dresden (2021): SLUB Makerspace. Online unter https://www.slub-dresden.de/mitmachen/slub-makerspace/ [Abruf am 18.01.2021]

7Universität Hildesheim (2012): “Smart Library” – Energieverbrauch senken durch intelligente Steuerungssysteme. Ein Vorhaben im Rahmen der “Sustainable University Hildesheim. Zuletzt aktualisiert am 25.08.2020. Online unter https://www.uni-hildesheim.de/bibliothek/smart-library/. [Abruf am 14.01.2021]

8Wolf, Sabine (2019): Definition einer Smart Library und Erläuterung der Smart Map. Ein State -of-the-Art Ansatz. In: Freyberg, Linda; Wolf, Sabine (Hg.): Smart Libraries. Konzepte,Methoden und Strategien. Wiesbaden: b.i.t. Verlag gmbh (b.i.t. online innovativ, Bd. 76), S. 21-26


Dieser Beitrag ist im Studiengang Informationsmanagement an der Hochschule Hannover im Rahmen des Kurses Content Management (Wintersemester 2020/21, Prof. Dr.-Ing. Steinberg) entstanden. Die besten Beiträge stellen wir Euch hier in den nächsten Wochen nach und nach vor.

Mehr Interaktivität im Kurs Content Management über h5p

h5p für CM

In den letzten Corona-Semestern konnten viele Kurse nur online angeboten werden. Dadurch sind auch im Kurs Content Management in den Studiengängen Informationsmanagement und Informationsmanagement berufsbegleitend einige Screencasts entstanden.

In einem nächsten Schritt haben wir die Screencast-Videos mit Interaktionselementen wie Wiederholungsfragen, Links, Inhaltsübersichten, Checklisten oder kleinen Quizzes über h5p ergänzt:

Inhaltsverzeichnis im Screencast-Video über h5p

Checklist mit h5p
Checkliste über h5p: Wie gut ist Ihr WordPress-Beitrag?

Im aktuellen Wintersemester 21/22 setzen wir die um h5p erweiterten Screencasts für Content Management das erste Mal aktiv in der Lehre ein und sind gespannt auf die Rückmeldung der Studierenden.

Stud.IP und h5p

Bisher fehlte uns eine zentrale Möglichkeiten der Bereitstellung von h5p-Lernmodulen, da unser Moodle diese Funktionalität nicht bietet. Die Erstellung und Bereitstellung von h5p über WordPress funktioniert zwar gut, aber ist etwas weit weg von unseren Lehrinhalten über separat notwendige WordPress-Installationen. Daher freuen wir uns über den Testbetrieb von Stud.IP seit diesem Semester an der Fakultät 3. In Stud.IP ist jetzt direkt in Veranstaltungen die Erstellung und Einbindung von h5p Lernmodulen möglich – ohne Medienbruch durch den Sprung zu einer separaten WordPress-Installation:

h5p Lernmodule in Stud.IP Veranstaltung

Austausch und Kompatibilität von h5p Lernmodulen

Die Kompatibilität und die Standardisierung von h5p Lernmodulen ist besonders hilfreich, wenn man die Lernmodule nachträglich auf verschiedene Arten bereitstellen möchte. Unabhängig davon, in welcher Umgebung h5p Lernmodule erstellt wurden (WordPress, Stud.IP, …), können sie jederzeit per Download und erneuten Upload in ein anderes System plattformübergreifend bereit gestellt und ausgetauscht werden.

Weitere h5p Lernmodule aus Studierendenprojekt

Studierende im Studiengang Informationsmanagement – berufsbegleitend widmeten sich in einem Studierendenprojekt unter Anleitung von Monika Steinberg der Konzeption und Umsetzung von h5p Lernmodulen zu bestehenden Lehrinhalten.

Im Ergebnis entstand eine Liste von möglichen h5p-Elementen und deren Anwendung sowie ein bunter Mix an Beispielen für deren Einsatz. Mehr dazu in einem Beitrag im QpLuS-IM-Blog:
h5p für interaktive Lernressourcen: Ergebnisse eines Studierendenprojekts

Interaktiv Lernen mit h5p

WebLab-Portfolio: Interaktives Video

Wir arbeiten an der Konzeption und Umsetzung von interaktiven Videos und Lernszenarien mit h5p. Hier sammeln wir Beispiele und fertiggestellte Arbeiten zu interaktivem Lernen mit h5p.

Projektarbeit:  H5P für interaktive Lernressourcen 

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QpLuS-IM Projekt „Komm’Se digital lernen“ erfolgreich abgeschlossen

Nach spannenden drei Jahren, die einige Überraschungen bereit hielten, haben wir unser Projekt QpLuS-IM nun beendet. Einzelheiten zu Ergebnissen und Erkenntnissen findet Ihr im Abschlussbericht des Projekts auf unserem QpLuS-IM Blog: Erfolgreicher Projektabschluss Auch eine News auf der HsH-Website fasst es gut zusammen: Erfolgreicher Projektabschluss des Q+ Projekts „Komm’Se digital lernen” Herzlichen Dank an alle …

Der Computer für alle

Autor: Nils Dille Computer waren früher ernsthafte Geräte für ernsthafte Arbeit und demnach auch nicht sehr einfach zu bedienen oder zugänglich.6 Der 1981 erschienen IBM 5150 startete bei einem umgerechneten Preis von ca. 4.400$ und kam dabei nicht mal mit einem Diskettenlaufwerk. Laden und Speichern von Programmen und Daten war so nur über Audiokassetten möglich. …

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DOI: Ein digitaler Objektidentifizierer

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Interaktives Suchmaschinenvideo mit H5P

Im Rahmen von QpLuS-IM hat das WebLab-Team in Zusammenarbeit mit Monika Maßmeyer ein interaktives Video zur Visualisierung der Fragestellung: “Wie funktionieren Suchmaschinen?“ erstellt.

Hier das interaktive Video zu der Funktionsweise von Suchmaschinen mit H5P (über den Doppelpfeil in der rechten, unteren Ecke öffnet sich das Video im Vollbildmodus):

H5P ist ein Open-Source-Werkzeug für die Erstellung von interaktiven Lernszenarien. Die Basis für unser interaktives Suchmaschinenvideo ist ein normales” Video ohne Interaktion. Das nicht interaktive Video ist auf dem YouTube Channel unseres Studiengangs Informationsmanagement zu finden. Über ein H5P-Plugin für z.B. WordPress oder Moodle werden im nächsten Schritt Interaktionen im Video ergänzt.

Ein paar Eindrücke zum “Making Of” finden Sie in unserem Post “Von Duplo-Steinen und Suchmaschinen? auf der QpLuS-IM-Webseite.

Das interaktive Suchmaschinenvideo hatte seine Premiere bereits auf der InfoInMotion2019, aber auch hier im WebLab-Blog darf es nicht fehlen. Wir arbeiten auch in Zukunft weiter mit H5P für die interaktive Aufbereitung von Lerninhalten.